Prof. Dr. Hackelöer - Pränatale Diagnostik

Pränatale Diagnostik

Prof. Dr. Hackelöer

   

 

Vorgezogene Feindiagnostik

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hackelöer,

ich habe bis SSW 4+3 dieser vollkommen ungeplanten Schwangerschaft Valproinsäure eingenommen. Habe das Medikament dann sofort abgesetzt. Ich bin Neurologin und kenne die Folgen von Valproat in der SS. Ich bin jetzt hochgradig beunruhigt und würde mir eine frühe Feindiagnostik wünschen, nicht erst in der 20 SSW. Nun meine Frage: Ab welcher Schwangerschaftswoche kann ein erfahrener Untersucher (DEGUM III) eine Spina bifida und eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (und ggf weitere Valproatfolgen) einigermaßen sicher ausschließen ohne jetzt bis zur 20. SSW. zu warten? Laut eines Interviews mit dem Chef der Pränataldiagnostik in Bonn, welches ich letztens gelesen habe, kann das ein erfahrener Untersucher ab schon aber der 14.SSW, auch aus Berlin gibt es dazu eine Studie (maxillary gap 11.-13. SSW im Ultraschall). Sehen Sie das auch so? Danke!

von Yersinia, 15. SSW   am 04.06.2019, 15:35 Uhr

 

Antwort:

Vorgezogene Feindiagnostik

Hallo Yersinia,

mir ging es ähnlich, ich hatte zu Beginn der Schwangerschaft einen ziemlich starken Vitamin B12 Mangel. Dieser verursacht einen indirekten Folsäuremangel und einen Anstieg des Homocystein (sehr häufig in Verbindung gebracht mit Neuralrohrdefekten).

Ich habe mir sehr große Sorgen gemacht!
Daraufhin habe ich mich informiert und auch Experten in diesem Thema angeschrieben und bin nun sehr gut informiert!

Du kannst in der 13. /14. Woche das Ersttrimesterscreening machen lassen :) Dabei darauf achten dass die "IT / 4. Ventrikel" (ein Flüssigkeitsraum) gemessen wird (geschieht in derselben Einstellungen wie bei der Nackentransparenz). Ist die IT darstellbar ist das schon mal ein gutes Zeichen. Der Pränataldiagnostiker bei dem ich war meinte, man kann dann sehr schwere Arten von Spina Bifida und die Anencephalie ausschließen.

Dann hatte ich in der 19. & 22. SSW jeweils eine Feindiagnostik, da ich gaanz sicher gehen wollte und mir insbesondere die spätere von den "Experten" empfohlen wurde, da zu einem früheren Zeitraum kleinere Defekte wohl oft nicht erkannt werden :) (die erste in der 19. war etwas früh -aber ich konnte nicht länger warten...)

Mach dir nicht zu große Sorgen, das bringt auch nichts - es wird schon alles gut sein :)

Ich drück dir die Daumen, alles Gute!

Wenn du Fragen hast, dann meld dich gern!

von Sonnenschein44 am 04.06.2019

Antwort:

Vorgezogene Feindiagnostik

Oh und manche Ärzte bieten auch eine frühe FD in der 16. Woche an - diese ersetzt allerdings nicht die spätere in der 20/22. Woche - da man da wohl einfach noch mehr sehen kann, da die Organe weiter entwickelt sind.

von Sonnenschein44 am 04.06.2019

Antwort:

Vorgezogene Feindiagnostik

Hallo Yersinia,
ja,ich sehe es auch so.Vorschlag: 1.Diagnostik 13+SSW, zusammen mit ETS bzw.DNA Bestimmung,2.Diagnostik 17+SS 3.Diagnostik 21+SSW
Dann dürfte für alle Spaltbildungen alles geklärt sein.Voraussetzung ist aber immer ein Spitzen-Pränataldiagnostiker.
Alles Gute
Prof. Hackelöer

von Prof. Dr. Hackelöer am 04.06.2019

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