Patchwork - Familien

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Geschrieben von Psychotante am 05.02.2020, 9:25 Uhr

Stiefsohn will Schlüssel

Hallo Ihr Lieben,

mich interessieren Eure Meinungen zu folgendem Sachverhalt.

Mein Partner hat einen Sohn aus erster Beziehung (18). Er hat bis letztes Jahr im Frühjahr bei uns gewohnt. Dann wollte er nach 3,5 Jahren plötzlich wieder zu seiner Mutter ziehen. Seine Begründung war, dass er bei uns zu viel machen müsse, er fühle sich ausgenutzt. Zudem wollte er immer einen 24/7 WLAN-Zugang, den mein Partner ihm verweigert hat (Er bekam ein festes tägliches Kontingent). Er meinte schließlich auch, dass sein Bruder (zweiter Sohn meines Partners) bei seiner Mutter viel mehr bekäme und er nicht weiter verzichten wolle. Das ist auch tatsächlich schon immer so gewesen, die Mutter verdient um Längen mehr als mein Partner und konnte daher schon immer mehr ermöglichen.
Dies zur Vorgeschichte.

Nach seinem Auszug kam er nicht mehr zu uns, höchstens noch für eins, zwei kurze Besuche. Im Sommer sind wir dann umgezogen, wieder rein in die Stadt. Auch dort kam er uns nur sehr selten besuchen.

Nun, auf einmal, verlangt er einen Schlüssel zu unserer Wohnung, um in der Pause mal "abzuchillen" und was zu essen oder auch mal so zwischendurch zu kommen. Er macht ziemlichen Druck, fragt ständig und sagt, er braucht den Schlüssel.

Ich bin offengestanden nicht dafür, ihm Zugang zu unserer Whg zu gewähren. Es geht ja gar nicht darum, in den Kontakt zu gehen, Zeit mit uns btw. mit dem Vater zu verbringen, sondern um einen Vorzug, den er nutzen möchte. Mein Partner ist dafür, er sagt, es ist sein Sohn und unsere Whg sein Zuhause. Ich sehe das nicht so. Er ist hier Willkommen, wenn er uns besuchen möchte, sein Zuhause hat er allerdings bei seiner Mutter. Bei uns ist er kein Haushaltsmitglied, weshslb er nach meinem Dafürhalten keinen Schlüssel benötigt.

Ich muss dazu sagen, dass ich da über die Jahre ziemlich empfindlich geworden bin, was meine Grenzen betrifft. Mein Partner und seine Söhne haben oftmals etwas völlig über meinen Kopf hinweg entschieden, ich wurde dann lediglich informiert bzw. habe es mitgekriegt. Als sein Sohn damals zB zu uns ziehen wollte, wurde das mit mir nicht besprochen. Eines abends ging das Schloss und sein Sohn stand mit Sack und Pack in unserer Whg. Ich wusste noch nicht einmal, dass er einen Schlüssel hat.

Wie seht ihr das?

Ich bin mir bewusst, dass es hier sicher auch viel Kritik an meiner Haltung geben wird.. bitte argumentiert dennoch sachlich, ich will hier am Ende nicht im digitalen Fegefeuer stehen, sondern einen konstruktiven Meinungsaustausch erwirken.

Ich freu mich auf eure Beiträge.

 
42 Antworten:

Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Mala28 am 05.02.2020, 10:03 Uhr

Als erstes würde ich mich mit deinem Partner zusammen setzten. Dieses über deinen Kopf entscheiden würde ich nicht mitmachen vorallem wenn es auch Sachen betreffen, die dich unmittelbar betreffen.
Zum Thema Schlüssel sehe ich es genauso wie du. Er wohnt nicht bei euch und kommt zu Besuch, dann brauch er keinen Schlüssel. Wenn er zum chillen kommen will kann er sich ja im Zeitalter von Whatsapp und Co melden.
Ich versteh auch nicht warum er dazu drängt? Ich würde mit deinem Mann reden.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Streuselchen am 05.02.2020, 10:15 Uhr

Hallo,
Meine Meinung: Da ist irgendwas im Busch. Ich finde es merkwürdig, dass er so unbedingt und dringend den Haustürschlüssel will.
Da steckt wahrscheinlich - das sagt mir mein Bauchgefühl - mehr dahinter.

Du und dein Partner habt offensichtlich kein gutes Verhältnis zum Sohn deines Partners. Er hat sich ja auch ziemlich egoistisch verhalten - zieht dorthin, wo seine materiellen Bedürfnisse am besten befriedigt werden. Gut, Kinder, Teenager sind eben manchmal so. Trotzdem gibt das Verhalten einem doch zu denken.

Ich würde auch nicht wollen, dass in meiner Abwesenheit der junge Mann in meiner Wohnung ist.
Mal eben abchillen oder was zu essen nehmen ... kein Problem, wenn ich dabei wäre. Wenn er auf einmal Familiengefühle entdeckt, wird er auch dann in euren Sachen rumstöbern? Oder was macht er dann in der Wohnung?
Da hätte ich keine ruhige Minute und ungutes Gefühl.

Es geht ja wohl wieder nur darum, dass er seine Bedürfnisse befriedigt und erfüllt bekommt - das sehe ich wie du. Das ist unverschämt vom Sohn.

Dein Partner hat - wie oft in solchen Fällen - ein schlechtes Gewissen, geschieden, Sohn ist Scheidungskind usw. ... und Sohnemann weiß genau wie er Papa zu fassen kriegt.

Der Sohn kann doch jederzeit und gerne zu euch kommen, wenn ihr DA seid.
Ich würde auch keinen Schlüssel geben.

LG
Streuselchen

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Jessi757 am 05.02.2020, 11:47 Uhr

Ich würde an deiner Stelle mit deinem Partner reden und ihm klar sagen, dass du nicht möchtest, dass er einen Schlüssel zu eurer Wohnung, die ja auch deine ist, bekommt.
Gibt er ihm den dennoch, ist das eine grobe Verletzung deiner Privatsphäre.
Der Sohn ist 18, volljährig, und kein schutzbedürftiges Kind mehr.
Wenn er abchillen möchte, kann er das zuhause oder bei Freunden machen. Wenn die schon eine eigene Whg haben, oder die Eltern zustimmen.
Mir kommt das Verlangen nach einem Schlüssel offen gestanden sehr spanisch vor.

Dass er zu seiner Mutter gezogen ist, kann ich bedingt nachvollziehen. Einem 17-jährigen keinen unbegrenzten W-Lan-Zugang zu geben, ist schon komisch heutzutage.
Wenn er dort mehr Freiheiten und Möglichkeiten hat, ist das für einen Teenie logischerweise attraktiver.
Aber er hat nicht das Recht quasi eine zweite Wohnung zu verlangen, in der er ein- und ausgehen kann wie er möchte.
Es ist nicht mehr sein Zuhause und fertig.
Und wenn er zu Besuch kommen möchte, kann er sich ankündigen, oder einfach klingeln.
Ständig Rosinen picken ist nicht, dass muss der Sohn lernen.

Für mich wäre es ein klarer Trennungsgrund gewesen, dich beim Einzug des Sohnes vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Das geht gar nicht. Für den Vater mag es selbstverständlich sein, dass sein Sohn zu ihm zieht, aber es war ja nicht seine alleinige Whg. Da hätte er dich fragen müssen und gegebenenfalls mit seinem Sohn woanders hinziehen.
Du musst deinen Partner ja sehr lieben, wenn du das einfach so hingenommen hast...

Ich wünsche Dir alles Gute!

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von nils am 05.02.2020, 12:02 Uhr

Sehe das wie du. Nicht mal mein eigener Sohn (22 J., eigene Wohnung) hat einen Schlüssel für unsere. Wenn wir zuhause sind, ist er herzlich willkommen.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 12:14 Uhr

Hey und vielen Dank für Eure Beiträge.

Sohn und Vater verstehen sich schon, mein Partner liebt seinen Sohn. Das kommt in meinem Post gar nicht rüber, darauf bin ich auch gar nicht eingegangen. Es ist halt schwierig mit meinem Stiefsohn. Er redet nicht viel, niemand weiß, wie es ihm geht. Es sei denn, es ist offenkundig. Sonst behält er alles für sich, mit ihm reden ist daher schwierig. Andere Standpunkte kann er kaum ertragen. Etwas ausdiskutieren geht gar nicht, da er sich dann entweder innerlich zurück zieht und nur "jaa sagt bei 0 Blickkontakt oder er geht halt. So oder so, kein Rankommen. Daran scheitert mein Partner genauso so wie ich. Mein Stiefsohn ist ein feiner Kerl, es ist nur schwer rankommen an ihn. Auf keinen Fall ist er ein Rüpel oder so. Ich glaube einfach, er hat schwer zu knabbern gehabt an der Trennung damals (Er war 5). Niemals gab es Friede zwischen seinen Eltern und irgendwie, ist mein Eindruck, wurde er immer iwie mit Samthandschuhen angefasst, weil er eben so sensibel ist.

Das (oder zumindest ähnliche) sind dann auch die Argumente meines Partners, mit dem ich natürlich schon mehrfach wegen des Schlüssels gesprochen habe. Er meint, dass sein Sohn es bisher schwer genug gehabt habe und sich nicht ausgeschlossen fühlen soll. Er wolle ihm seinen Wunsch einfach erfüllen und befürchtet, dass der Kontakt sonst noch weniger wird.

Sein Sohn argumentiert kaum. Meinem Partner ggü. soll er aber gesagt haben, dass die Mittagspause lang sei und er sie dann lieber bei uns zuhause überbrücken möchte.

Meine Agumente gegen die Schlüsselvergabe hab ich ja schon dargelegt. Zudem finde ich, dass es einem 18jährigen zumutbar sein muss, 45 min Mittagspause ohne "Lounge" und WLan zu überbrücken. Weiterhin hat er nichts davon, immer nur als das arme Trennungskind gesehen zu werden, dem man vieles abnehmen und bequem machen müsse, weil es ja schon so gebeutelt worden ist im Leben. Ich finde nicht, dass er ausgeschlossen wird, wenn er keinen Schlüssel bekommt. Mein Partner wiederum findet, dass ich mich, dadurch dass ich dagegen bin, wie eine typische Stiefmutter aus dem Märchen verhalte. Die hat ihre Stiefkinder in den Wald geschickt, um sie loszuwerden (Hänsel und Gretel), ich verwehre den Zugang und sorge damit eben so für ein Loswerden.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 12:26 Uhr

Seinen Rückzug zur Mutter kann ich teilweise auch verstehen. Wobei ich es auch schwierig finde, sich immer das Bequemste herauszusuchen. Zuvor war es bei uns bequemer, deswegen der Umzug zu uns seiner Zeit.

Es blieb nicht so bequem, der er natürlich älter wurde und damit auch die Anforderungen an ihn stiegen, die aber immer noch sehr niederschwellig waren. Allein Müll raus bringen und Spülmaschine ausräumen, das war schon alles. Jeden Abend hat er sich an den gedeckten Tisch gesetzt. Für meinen Partner war das ok, für mich nicht. Es war aber kein Rankommen. Also war es eben so. Das ist aber ein anderes Thema.

Der WLAN-Zugang wurde begrenzt, da mein Stiefsohn nur noch am PC saß und gezockt hat. Die Noten rauschten in den Keller. Das ist noch immer nicht anders. Sein Abschluss ist gefährdet. Bis dato weiß niemand, nicht mal er selbst, ob er die Prüfungen schaffen wird oder überhaupt zugelassen wird.

Und ja, ich liebe meinen Partner. Für mich war das auch ein No-Go. Ich war aber schwanger zu diesem Zeitpunkt. Und ja, da hab ich dann nicht gleich alles hingeschmissen, sondern lieber gestritten. Das haben wir dann leider viel, weil ich mich eben so überfahren gefühlt habe. Es mussten ja dann auch Regeln ausgefochten werden. Macht man eigentlich im Vorfeld, ging aber halt nicht mehr. Irgendwann hatten wir es dann, aber es war hart.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Streuselchen am 05.02.2020, 13:05 Uhr

Hallo,
dann habe ich das mit dem Verhältnis Vater - Sohn falsch verstanden. Es las sich so für mich.

Mit dem schlechten Gewissen des Vaters aber ... irgendwann muss es doch mal gut sein mit der schweren Kindheit und der Scheidungsverarbeitung des Sohnes.
Weißt du, in dem Alter haben manche jungen Leute schon eigene Kinder und Familie - und stemmen das.

Dein Mann kann nicht immer und ewig alles auf die Scheidung von der Mutter schieben.
Irgendwann muss es auch mal gut sein.
Wenn seinem Sohn mit 30 oder 40 etwas schiefgeht oder er schafft x oder y nicht, will der Vater dann auch noch alles auf die Scheidung schieben?

Irgendwann muss jeder sich mal an der eigenen Nase packen und sein Leben auf die Reihe bekommen.

Der Spruch mit der bösen Stiefmutter usw. deines Mannes finde ich schon heftig, das ist verletzend und setzt dich emotional unter Druck ... wenn du jetzt den Schlüssel nicht rausrückst, bist du dann die böse Stiefmutter?

LG
Streuselchen

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 13:06 Uhr

Als ich damals bei meinen Eltern ausgezogen bin, hab ich meinen Schlüssel auch abgegeben. War eben nicht mehr mein Zuhause, ich hatte dann ein eigenes. Bequem wäre es schon gewesen, noch ungehindert Zugang zu haben. Wollten meine Eltern aber eben nicht und ich hab das auch nicht in Frage gestellt. Ich war und bin dennoch willkommen, muss mich halt nur bemerkbar machen.

Mit meinem Partner kann ich NORMALERWEISE auch über schwierige Themen gut reden, auch diskutieren. Er ist zwar recht temperamentvoll, aber dennoch haben wir da nen guten Kurs. Wenn es aber um seine Kinder geht ist es so, als würden wir aus zwei Parallelwelten heraus kommunizieren. Da finden wir so schlecht zueinander und dann wird er, so empfinde ich es, auch oft ungerecht. Ich fühl mich dann oft als "die Böse", nur weil ich anderer Meinung bin und diese auch vertrete.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 13:14 Uhr

Der Spruch mit der Stiefmutter hat mich auch verletzt. Über die Jahre erwischt es mich aber nicht mehr so heftig, da ich es schon so oft hören musste und mich innerlich schon dazu distanzieren konnte. Ich sehe mich nicht als böse Stiefmutter, nur weil für mich nicht alles so selbstverständlich ist wie für meinen Partner. Ich bin aber nach wie vor immer wieder traurig darüber, wie sehr die damalige Trennungssituation mit ihren Traumata (Ich nenne es jetzt mal so und meine meinen Partner und die Kinder gleichermaßen) sich ins unsere Beziehung zieht und für Unfrieden sorgt. Das ist nun schon so lange her, aber in Bezug auf die Emotionalität die mein Partner diesbezüglich zeigt, könnte es ein aktuelles Geschehen sein.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von pauline-maus am 05.02.2020, 13:54 Uhr

alle ,die in meiner wohnug wohnen, haben einen schlussel, alle anderen nicht.
hat er vielleicht eine freundin, die von der mutter nicht akzeptiert wird?

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von lilly1211 am 05.02.2020, 13:55 Uhr

Ich würde das auch absolut nicht wollen.

Bleib da unbedingt standhaft und positioniere dich klar: kein Schlüssel.

Wenn dein Partner es nicht kapiert dann frag ihn was er davon halten würde wenn du der Tochter einer Freundin nen Schlüssel gibst um 'abzuchillen' in eurer Wohnung.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 14:22 Uhr

Er hat eine Freundin. Wie aber die Akzeptanz seitens der Mutter ist oder gar das Verhältnis, weiß ich nicht.

Was ich mal mitgekriegt habe ist, dass die Mutter nicht wollte, dass die beiden in ihrer Abwesenheit ständig Zuhause sind. Manchmal war wohl auch nur die Freundin Zuhause. Das war der Mutter nicht recht, was ich verstehen kann.

Aber wie auch immer seine Beweggründe tatsächlich sind, bei uns Zutritt zu haben-ich möchte es nicht. Und ja, ich werde bei meinem Standpunkt bleiben und diesen auch vertreten. Ob das respektiert wird ist ja noch mal ne andere Sache.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Sternspinne am 05.02.2020, 15:41 Uhr

Bei uns läuft sowas zum Glück völlig entspannt.
Alle drei Kinder können/könnten (sind ja in unterschiedlichen Situationen) sowohl beim Vater als auch bei mir ein und ausgehen.

Ich finde, es gibt ein natürliches Recht der Kinder, bei den eigenen Eltern zu wohnen. Das hört bei mir nicht mit 18 auf.
Die Idee, die Pause dort zu verbringen, finde ich sehr nachvollziehbar. Warum ihm zuzumuten ist, dass er die Pause ohne "Lounge" verbringt, verstehe ich nicht. Warum soll er sich nicht wohlfühlen dürfen?

Nein, ich sehe das tatsächlich ganz anders als du, da wir bei dem Thema beide völlig locker sind und ich mich tatsächlich auch freue, wenn die Kinder auch mal ganz locker vorbeischneien können, ohne, dass gleich zementiert sein muss, wo sie wohnen und wo nicht.

Allerdings haben wir auch beide keine Partner mit in der Wohnung wohnen, das ist ein bisschen anders.

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In diesem Fall klares Nein...

Antwort von Jorinde17 am 05.02.2020, 16:13 Uhr

Hallo,

Du möchtest nicht, dass er den Schlüssel hat - er bekommt den Schlüssel nicht, und fertig. In diesem Fall ist das völlig okay, weil er ein Besucher ist und nicht bei Euch wohnt. Er kann jederzeit gern zu Besuch kommen (am besten mit Vorankündigung). Aber da er auf eigenen Beschluss ausgezogen war, braucht er definitiv keinen Schlüssel. Wenn es ein gemeinsamer Sohn wäre, sähe die Sache trotzdem anders aus. Aber er ist nicht Dein Sohn, und ich finde, Du hast hier - ebenso wie Dein Partner - das Hausrecht.

Und ich sehe es so, dass das mit dem Schlüssel auf gar keinen Fall geht, wenn einer von Euch dagegen ist. Für mich wäre das ehrlich gesagt nicht einmal eine Diskussion wert. Ich würde sofort freundlich Nein sagen - auch gegenüber Deinem Partner. Bei solchen Dingen muss man sich einig sein, wenn man sie erlauben will. Das kann nicht einer von beiden gegen das Veto des anderen entscheiden, denn das kann nur schief gehen.

Es gegen Dein Bauchgefühl zu erlauben, würde Eure Beziehung belasten, und so viel Macht sollte der Stiefsohn nicht haben. Das täte keinem von Euch gut. Ich würde den Stiefsohn stänkern lassen und sagen, dass er jederzeit willkommen ist, aber er keinen Schlüssel bekommen kann. Steh‘ dazu, diesen Konflikt (auch mit Deinem Freund) darfst Du aushalten.

LG

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 17:47 Uhr

Dein wichtigster Satz kam zum Schluss: Ihr habt jeweils keine Partner im Haushalt.

Damit habt ihr ja auch völlig allein das Entscheidungsrecht und wenn es ich richtig verstanden habe, handelt es sich um eure Kinder.

Daher ist das für mich in keinster Weise Vergleichbar.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von kevome* am 05.02.2020, 19:00 Uhr

Solange meine Eltern lebten hatte ich einen Schlüssel zu ihrer Wohnung. Auch wenn ich da mehr als dreißig Jahre nicht mehr wohnte. Meinen Kinder werden auch selbstverständlich immer einen Schlüssel zu meiner Wohnung behalten. Dafür ist man Mutter/Vater und Kind. Das sind ja nicht irgendwelchen Freunde oder Fremde, sondern die wichtigsten Menschen in meinem Leben für die mein Haus auch unangemeldet zu jeder Tages- und Nachtzeit offen steht.

Aus meiner Sicht ist das ein Thema, das nur den Vater und seinen Sohn betrifft und nicht von Partner torpediert werden sollte. Ich hätte zumindest deutliche Probleme damit, wenn mir ein Partner versucht in meine Beziehung zu meinen Kindern rein zu reden.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Sternspinne am 05.02.2020, 19:15 Uhr

Ja, das stimmt schon. Aber die Einstellung ist dennoch eine andere.

Ich könnte mir auch nicht vorstellen, dass ich mit jemandem glücklich wäre, der da genauso locker wäre wie ich.

Wie wäre es denn, wenn es sich um dein Kind handeln würde? Wären deine Empfindungen da anders, wenn sich dein Partner so verhalten würde?

Für mich liest sich das, als ob der Stiefsohn für dich eine Art Fremdkörper wäre. Und für mich sind Kinder das eben nie. Wenn mein Partner das nicht auch so sehen würde im Falle eines Zusammenlebens, hätten wir ein ernstes Problem.

Aber das ist nur meine Meinung und du wolltest ja Meinungen :)

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von desireekk am 05.02.2020, 20:13 Uhr

Oha.... ich bin hin und her gerissen...

Ich habe hier auch ein Stiefkind mit dem es gar nicht klappt...
Und sie ist auch ein wunder Punkt zwischen meinem Partner rund mir. Allerdings ist es bei uns so, dass sie sich mir gegenüber unmöglich und auch völlig unakzeptabel verhält.
Nachdem unser Haus IMMER offensteht (wir leben nicht in D) ist es theoretisch auch keine Frage ob sie einen Schlüssel bekommt oder nicht. :-)

So, jetzt zu Euch:
Ich verstehe sehr, dass Du eigentlich immer noch die damalige Situation verdauen musst, als dein Partner über deinen Kopf hinweg entschieden hat den Sohn aufzunehmen. nachdem Du mit dem Sohn schon zusammengelebt hast: Was GENAU würde dich denn stören?
Dass er nach den Kontoauszügen schaut?
Private Post durchwühlt, deine Unterwäsche zählt, o. ä.? Kannst Du es denn benennen?
Oder dass er sich zusätzlich zum Unterhalt nun auch noch bei Euch durchfrisst?

Könnte man evtl. sowas aushandeln wie: Wenn er es schon als sein "Zuhause" ansehen will, dann muss er eben kurz Aufgaben in der Mittagspause übernehmen wie Spülmaschine (für 2 Minuten) ausräumen, oder den Müll am Ende mit runternehmen.
Einfach, damit auch Du das Gefühl hast dass er sich irgendwie einbringt?

Nachdem ich dein post gelesen hatte war ich erst in der "keinen Schlüssel"-Fraktion, aber je länge rich nachdenke...wenn ich meinem Kind einen Schlüssel zu meiner Wohnung geben möchte und mein Mann wäre dagegen...würde ich doch sehr genau verstehen wollen warum nicht und wie man diese Bedenken ausräumen könnte.

Oder genau Regeln wann/wie der Schlüssel zu benutzen ist, z. B. immer zuerst klingeln, niemals außerhalb der Mittagspausenzeit, o. ä.

Blöde Situation. :-/

LG

D

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Leena am 05.02.2020, 20:23 Uhr

Ich fürchte, hier schließe ich mich an.

Ich hatte auch einen Schlüssel für die Wohnung meiner Eltern, solange sie lebten, und habe dann im Anschluss die Wohnung aufgelöst. Auch wenn ich da schon seit über 20 Jahren nicht mehr gewohnt habe. Und mein Mann hat auch heute noch den Hausschlüssel für das Haus seiner Eltern, völlig selbstverständlich - auch wenn er jetzt 50 wird und schon sehr, sehr lange nicht mal mehr in der Nähe wohnt. Meine Tochter hat auch nach ihrem Auszug hier ihren Hausschlüssel behalten und kann uns bei Bedarf jederzeit im Raum stehen. Das finde ich für Kinder bei den Eltern sehr normal.

Ehrlich gesagt - ich würde es meinem Mann mächtig übelnehmen, wenn er fordern wollte, dass meine Tochter ihren Schlüssel abgeben sollte. Sie gehört zu mir, auch wenn sie schon über 20 ist und hier ausgezogen und ihr eigenes Leben und ihre eigene Wohnung hat. Und ja, ich erwarte, dass mein Mann das mitträgt.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von pauline-maus am 05.02.2020, 21:56 Uhr

Sagen wir es mal so, es gibt einen unterschied, ob man den Schlüssel hat umin die Wohnung ein und auszugehen ,wie es einem beliebt oder ob man den Schlüssel Besitz ,um in Notfällen rein zu können.
Ich habe auch den Schlüssel von meinen Eltern und meiner oma.
Bei oma war ich drin ,als sie nicht ans Telefon ging über Stunden und als ich ihr Sachen ins Krankenhaus bringen sollte.
Also ,
Ich habe also auch einen Schlüssel von den Wohnungen meiner Familie aber nur zur Nutzung , wenn es bezogen auf denjenigen ist ,der dort wohnt

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ich klingel auch und gehe nicht einfach rein

Antwort von pauline-maus am 05.02.2020, 21:57 Uhr

T

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von pauline-maus am 05.02.2020, 22:22 Uhr

Ich getsehe, ich könnte nie das Kind meines partners so lieben, wie mein eigenes, daher wäre auch die seelische Verbundenheit und auch sogar die Vertrauensgrenze eine andere , als wie die, zu meinem Kind.
Blut ist hier leider dicker als wasserund ja, da mache ich unterschiede

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 22:50 Uhr

In die Beziehung red ich niemandem rein. Ich bin aber (zahlendes) Mitglied dieses Wohnraums und habe damit, so finde ich, sehr wohl mitzureden, wenn es darum geht, wer uneingeschränkten Zutritt bekommen soll.

"Jederzeit kommen und gehen können" mag für "Ursprungsfamilien" gelten können, aber nicht bei Patchwork. Bei Patchwork ticken die Uhren in so ziemlich jeder Hinsicht anders. Und mE kann es nicht sein, dass Blutsverwandschaft stets den Vorrang zu allen anderen Bedürfnissen haben soll. Ich finde daher, dass es nicht allein die Sache zwischen Vater und Sohn ist, sondern uns alle betrifft.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 23:15 Uhr

Ja bitte, das ist doch auch toll, dass Du Deine Meinung äußerst. Ich erwarte nicht, dass alle meinen Standpunkt vertreten. Tut mein Partner auch (immer mal wieder) nicht und trotzdem sind wir zusammen.

"Fremdkörper" ist ein unpassender Begriff, da er etwas störendes suggeriert. Mein Stiefsohn stört mich nicht, aber ES stört mich, dass er freien Zutritt wünscht. Also nicht er, der Umstand stört mich. Mein Partner zB raucht. DAS stört mich, aber nicht er. Ich finde, das ist zu differenzieren.

Und wenn ich mir nun vorstelle, es es sei umgekehrt. Also mein Sohn wollte Zutritt, mein Partner als dessen Nichtvater nicht. Dann ist es jetzt wohl keine große Überraschung, dass ich mit meinem Sohn darüber sprechen würde, dass ich das nicht mittrage. Ich würde davon ausgehen, dass er bei seinem Vater in der Nähe (Ich drehe das Beispiel halt um) ein Zuhause hat und als Nicht-Mitglied meines Haushaltes keinen Schlüssel benötigt, aber natürlich trotzdem willkommen ist. Die Beziehung zu meinem Partner wäre mir wichtig, so dass ich auf dessen Belange Rücksicht nehmen würde. Und ich nähme meinem Sohn ja nix weg, er hätte ja ein Zuhause.

Wieder zu unserer Situation: Ich trage ja auch etliches mit, was sich an der Patchwork-situation orientiert. Wäre das nicht, hätte ich völlig anders entschieden. So wollten wir seiner Zeit eigentlich der Arbeit und eines besseren Verdienstes wegen in eine andere Gegend ziehen, die pendelbar, aber doch weiter weg gewesen wäre. Auf den letzten Pfiff hat sich mein Partner umentschieden, seiner Kinder wegen. Das hat mich in meiner Jobwahl und in vielerlei anderer Hinsicht komplett eingeschränkt, ich habe es aber mitgetragen. Wir sind dann auch in eine größere Whg gezogen, um den Kindern mehr Platz zu ermöglichen. Das war sein Wunsch, den zum größten Teil ich finanziert habe, da er es sich nicht leisten konnte (Als Unterhaltsschuldner bleibt halt nicht viel über). Es gibt noch viele weitere Beispiele, in denen ich zurückgesteckt habe, um auf die Bedürfnisse meines Partners und dessen Kinder einzugehen. Das ist mE auch notwendig, da es anders nicht funktioniert. Das aber ist eine Bereitschaft, die ALLEN abverlangt werden muss. D. h., dass auch mein Partner und seine Kinder Rücksicht auf meine Bedürfnisse nehmen müssen, was dann an der ein oder anderen Stelle eben für sie Verzicht oder Kompromiss bedeutet.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 05.02.2020, 23:22 Uhr

Ich glaube, das ist nicht ganz das Thema, wobei es natürlich mitläuft.

Ich empfinde es genau so. Unseren gemeinsamen Sohn liebe ich, die Söhne meines Partners nicht. Das liegt in der Natur der Sache. Viell mag es anderen anders gehen, mir jedoch nicht. Und das find ich auch völlig legitim. Die beiden lieben mich ja auch nicht. Und dennoch verstehen wir uns und ich mag sie auch, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Das bin ich bei meinem Sohn ja aber auch nicht.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 06.02.2020, 0:47 Uhr

Naja, die Regel, dass er immer zuerst klingeln soll, wäre hinfällig, da er ja zu Zeiten in die Whg will, in denen niemand da ist. Zudem bräuchte er dann keinen Schlüssel, wenn er immer erst klingeln sollte.

Wie ich schon schrieb, hat mein Stiefsohn ein Zuhause, welches sich gerade einmal 2 km von unserer Whg befindet. Außerdem scheint es ihm nicht um gemeinsame Zeit oder Zeit mit seinem Vater zu gehen, sondern einfach nur darum, kommen und gehen zu wollen, wann er will. Regeln aufzustellen oder Aufgaben zu vereinbaren halte ich für wenig erfolgreich. Da greife ich auf Erfahrungen zurück, die ich halt während unseres Zusammenlebens gesammelt habe.

ZB hatten wir damals mit ihm besprochen, dass in der Zeit des Wochenbettes, ich war Erstmama, keine Kumpels mit nach Hause gebracht werden. Es sollte sich erst mal alles einpendeln und es ist ja auch eine besondere Zeit. Er brachte dennoch seinen besten Freund und einen Kumpel mit. Einer blieb sogar eine ganze Woche. Es waren Ferien und er kam von weiter weg. Angeblich war das so geplant, mein Partner wusste allerdings von nix und ich auch nicht. Soviel zu meinem Vertrauen hinsichtlich von Grenzen, Absprachen oder Regelungen. Er hat jetzt nicht ständig alles torpediert, aber ich befürchte, dass er mit Schlüssel tatsächlich kommt und geht wenn er will. Und das möchte ich einfach nicht. Ich empfinde das als Eindringen in meine Privatsphäre, das hat was unberechenbares.

Und es ist paradox, seinen Vater kaum noch zu besuchen, aber einen Schlüssel für unbegrenzten Zutritt zu dessen (und meinem) Wohnraum haben zu wollen, weil es bequem ist.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von spiky73 am 06.02.2020, 3:47 Uhr

Auch von mir ein klares "Nein" zum Schlüssel. Der Knabe könnte "chillen" wo er will, aber nicht bei uns zuhause.
Mit 45 Minuten ist die Mittagspause jetzt auch nicht so lang, dass sich das in irgendeiner Art und Weise lohnen würde. Da hat er ja gerade mal Zeit, ein Brot zu essen und dreimal tief durchzuschnaufen, zu mehr langt das auch nicht. Da würde der Großteil der Pause doch eh für den Weg zu euch und dann wieder zurück zum Arbeitsplatz draufgehen.
Als du zunächst von "langer Pause" geschrieben hattest, dachte ich, der Gute arbeitet selbst in der Gastronomie und hat zwischen den Öffnungszeiten mittags und abends 3, 4 Stunden Leerlauf..

Ich sehe es auch so, dass diejenigen einen Schlüssel zum Haus haben dürfen und sollen, die hier auch ihren Wohnsitz haben und gemeldet sind. Das sind bei uns mein Mann, meine Mädels und ich.

Zum Haus meiner Eltern habe ich schon seit meinem Auszug aus den heiligen Hallen keinen Schlüssel mehr, möchte ich (zum jetzigen Zeitpunkt zumindest!) auch nicht.
Was einmal sein sollte, falls meine Mutter verwitwet wäre und mehr Hilfe benötigte, steht auf einem anderen Blatt.
Sollte mein Vater meine Mutter überleben, gehe ich davon aus, dass kein Kontakt mehr stattfindet. Zumindest nicht von meiner Seite aus.
Der einzige Bruder, der neben mir noch in der Nähe wohnt, hat wohl einen Schlüssel für alle Notfälle. Zumindest ist das mein Kenntnisstand schon seit Jahren.

Übrigens gab es zwischen der Tochter meiner Freundin und ihrem Vater vor ein paar Jahren einen Riesenkrach wegen so einer Sache, der dann auch zu einem jahrelangen Zerwürfnis zwischen den beiden geführt hat (also zwischen Kind und Vater). Der Mann ist nach der Trennung ein paar Straßen weiter gezogen (eigenes Haus) und die Kinder hatten Schlüssel und durften kommen und gehen wann sie wollten. Zumindest in der Theorie.
Jetzt hatte die (damals pubertierende) Tochter aber irgendwann mal ein paar Freunde mit in die Wohnung des Vaters genommen während er nicht anwesend war.
Ich weiß nicht mehr, ob damals überhaupt großartig etwas vorgefallen war oder nicht, jedenfalls wurde ihm das von Nachbarn zugetragen - und er hat getobt wie der Mann im Kalkofen. Dabei sind die Kinder nicht wie die Heuschrecken dort eingefallen, sie waren auch nicht stundenlang dort, und die Polizei musste auch nicht anrücken. Wenn ich mich richtig erinnere, wollte das Mädchen dort etwas abholen oder den Freunden zeigen, und dabei haben die Kinder wohl kurz Station gemacht, etwas getrunken und Musik gehört.
Das war damals aber mit ein Grund für die Tochter, auf Distanz zu gehen - und die Konstellation war dabei so, dass der Vater allein in der Wohnung lebte und es um seine leibliche Tochter ging.

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Schau...

Antwort von desireekk am 06.02.2020, 4:30 Uhr

Schau…

wenn Du auf mein Post so eindeutig reagierst, dann gibt es eben keinen Schlüssel.

Und du wirst aushalten müssen dass dein Partner das doof findet. Er muss deine Entscheidung nicht mögen, DAS muss dir allerdings klar sein.

Kannst Du das aushalten?

Nur darum geht es.
Aber: Du musstest auch schon einige seiner Entscheidungen "aushalten", insofern…
Seid ihr dann eben quitt :-)

VG

D

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von desireekk am 06.02.2020, 4:33 Uhr

Ich hab's weiter unten nochmal geschrieben:
Dann bist eben jetzt DU dran, und was DIR wichtig ist.

Halte es aus, steh dafür ein.

VG

D

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Re: Schau..

Antwort von Psychotante am 06.02.2020, 9:07 Uhr

Hi,

ich finde Deinen Post gut, sehr reflektiert! Und ja, ich kann das aushalten, dass mein Partner anderer Meinung ist. Wie du schon geschrieben hast, ich musste schon so einiges "aushalten" (das muss man so oder so, bei Patchwork noch mal anders Wie an deinem Beispiel auch deutlich wird).

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Zwergenalarm am 06.02.2020, 9:15 Uhr

War nach den ersten Beiträgen bei der "noSchlüssel" Fraktion, dann bei "Gib ihm halt einen"...…

Nach allen deinen Beschreibungen klingeln bei mir jetzt aber mehrere Glöckchen......ich glaub, es geht ihm nicht um´s abchillen. Der will was anderes, was er euch nicht sagen will.

FAZIT: Nein, ich tät ihm keinen geben. Oder zumindest soll er sich genauer erklären....

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Psychotante am 06.02.2020, 9:26 Uhr

Selbst wenn er 3 bis 4 Stunden Leerlauf hätte-dann könnte er auch nach Hause fahren. Wie schon geschrieben, ist die Whg seiner Mutter, bei der er lebt, gerade mal 2 km von unserer entfernt.

Das Beispiel das du anbringst ist noch mal anders gelagert und einiges dazu bleibt offen. Es ist aber ein trauriges Beispiel. I h möchte natürlich nicht, dass unsere Situation jetzt zu einem Zerwürfnis oder so führt. Hier tobt aber auch keiner oder ähnliches, wir sind halt noch am "ausfechten" sozusagen. Aber ehrlich, wenn der Umstand, dass mein Stiefsohn keinen Schlüssel bekommt dazu führen sollte, dass Vater und Sohn sich überwerfen oder nix mehr miteinander zu tun haben werden, dann würde ich mir die Frage stellen, welche Beziehung die beiden zueinander haben/hatten. Eine Enttäuschung seitens meines Stiefsohnes könnte ich nachvollziehen, da er ja was anderes annimmt und davon ausgeht, einen Schlüssel zu bekommen. Alles andere wäre mM nach nicht adäquat. Nicht alles im Leben wird einem erfüllt, stabile Beziehungen bestehen dennoch weiter.

Aber das ist ja nur hypothetisch. Ich hab gestern noch mal mit meinem Partner gesprochen, ganz in Ruhe. Ohne große Aufregung. Er hat eingeräumt, dass ihm mit der Schlüsselvergabe dann doch nicht so ganz wohl ist. Als ich ihn fragte, wie das auf einmal kommt (Ich war erstaunt) erzählte er mir, dass sein Sohn bereits etliche Fehlstunden hat. Er ist wohl mehrfach der Schule ferngeblieben, weil er sich nicht gefühlt hat (Kreislaufprobleme, Übelkeit...). Das war etwas, was ich noch gar nicht wusste! Mein Partner hat die Befürchtung, dass sein Sohn sich in unserer Whg zurückzieht, nicht zur Schule geht. Angesichts seines in Frage stehenden Abschlusses wegen schlechter Noten eine berechtigte Befürchtung.

Es soll nun ein Gespräch geben. Erst mal zwischen Vater und Sohn. Mein Partner will erstmal unter 4 Augen mit ihm reden, so dass sein Sohn nicht gleich wieder "dicht" macht.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Ani_k am 06.02.2020, 10:15 Uhr

Mein Freund und ich leben auch in Patchwork. Er hat eine Tochter (lebt bei Mama) und ich habe eine (lebt bei uns). Auch seine Tochter würde im Leben von mir keinen Schlüssel bekommen, so leid mir das auch für sie tut. Nicht weil ich ihr nicht vertraue. Ich traue der Mutter keinen Meter über den Weg (dafür ist zu viel passiert). Ich würde ihr nämlich zutrauen in unser Haus zu gehen, wenn wir nicht da sind.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von romankowitz am 06.02.2020, 16:06 Uhr

Meine Ex-Schwiegermutter hat noch einen Schlüssel meiner Wohnung.
Ich kam letzte Woche nach Hause, da war die Spülmaschine ausgeräumt und ein Geschenk lag auf dem Küchentisch. Sie kann gerne jeden Tag kommen :-)

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Jeckyll am 08.02.2020, 6:43 Uhr

Ich hatte den Schlüssel zur Wohnung meiner Eltern auch "behalten" als ich auszog. Wäre aber im Leben nicht darauf gekommen dass ich in Abwesenheit meiner Eltern in die Wohnung gehe und habe ihn nicht mal benutzt als ich zu angekündigten (!) Besuchen gekommen bin. Wie jeder Besuch habe ich seit jeher geklingelt

Als meine Mutter eine neue Wohnung bezog habe ich selbstverständlich keinen Schlüssel dafur bekommen.

Den Schlüssel zur alten Wohnung behalten zu dürfen war eher eine symbolische Geste "du bist immer willkommen" als eine Aufforderung die Wohnung als Zuhause zu sehen.

Ich sehe es auch so. Man hat unkontrollierten Aufenthalt wo man wohnt. Der junge Mann wohnt nicht bei euch, er kommt euch besuchen. Und Besuch kommt nicht in Abwesenheit der Gastgeber. Und hat keinen Schlüssel.

Jeckyll

PS im übrigen haben meine Kinder (12 und 14) auch keinen dauerhaften Schlüssel zur Wohnung des Vaters, obwohl sie regelmäßig dort sind. War auch mit Thema

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Summer80 am 08.02.2020, 17:07 Uhr

Ich habe auch einen Schlüssel zur Wohnung meiner Eltern, aber das ist halt ein "Notfallschlüssel" - wie ihn manch einer bei Nachbarn deponiert. Zudem benutze ich ihn, wenn ich nach den Katzen schaue, wenn meine Eltern im Urlaub sind. Wenn ich sie besuche, klingel ich immer.

Die Eltern meines Mannes sind getrennt und die Mutter in einer neuen Beziehung. Sie ist in das Haus des neuen Partners gezogen. Hier haben wir keinen Schlüssel.

Also sobald man irgendwo nicht mehr wohnt, ist man mMn "Besuch" und braucht keinen eigenen Schlüssel. Und wenn man doch einen hat, ist es eher ein "Notfallschlüssel". Aber ungefragt ein- und ausgehen fände ich merkwürdig.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von aeonflux am 08.02.2020, 22:37 Uhr

Hallo,
hab mich zufällig hierhin verirrt und möchte nun meinen Senf dazu geben.
Ich kenne beide Seiten, bin selber Scheidungskind und habe einen Stiefsohn.
Wenn ich in der Nähe der väterlichen Wohnung zur Schule gegangen wäre oder gearbeitet hätte, hätte ich mit Sicherheit einen Schlüssel bekommen, auch wenn ich nie dort gewohnt habe. Aber trotzdem war es doch mein zweit zuhause, da Wohnung meines Vaters...

Andersrum hat mein Mann einen Sohn aus erster Ehe, es war nicht immer einfach. Er wollte mal zu uns ziehen, machte dann einen Rückzieher, der Kontakt war unbeständig. Aber meine eigenen Erfahrungen als Scheidungskind haben mich geprägt, mein Stiefvater hat mich nie hinter seine Kinder gestellt, meine Stiefmutter hat immer signalisiert, ich bin willkommen.
Somit hätte unsere Tür jederzeit für meinen Stiefsohn offen gestanden, ob ich da bin oder nicht, ob ich verstehe warum oder auch nicht. Solange er sich nichts zu schulden kommen lässt, mein Vertrauen nicht missbraucht, hat er das gleiche Recht wie unsere gemeinsamen Kinder.


Alles Gute
Aeonflux

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Terkey235 am 10.02.2020, 10:39 Uhr

Bist du sicher, dass er nicht schon von der Schule geflogen ist, das niemandem sagen will und nun einen Ort sucht, an dem er die Stunden überbrücken kann, in denen er angeblich in der Schule sitzt?

Ich weiß, ist gemein zu fragen, aber kam mir in den Sinn.

LG terkey

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Häsle am 10.02.2020, 17:04 Uhr

Ich bin gerade aus Versehen hier ins Unterforum gerutscht und habe mich gefragt, warum es ein Problem sein sollte, dass der Stiefsohn einen Schüssel bekommt.

In meiner Familie hat jeder einen Schlüssel für's Haus meiner Eltern. Wir Kinder, unsere Partner (die ja noch viel weiter "entfernt" sind als ein Stiefkind, das jahrelang dort gewohnt hat) und auch die Kinder meines Bruders. (Meine Kinder würden/werden auch einen Schlüssel bekommen, wenn sie öfter in der Gegend wären bzw. später mal dort arbeiten, studieren o.ä.).

Wenn ich Zeit in der Gegend zu überbrücken habe, gehe ich selbstverständlich in das Haus meiner Eltern, egal ob sie da sind. Ich schlafe dort, wenn ich in der Stadt bin und treffe mich im Haus sogar mit Freunden oder Kollegen, bzw. nutze ihren Garten zum Grillen. Genau so, wie als ich noch dort gewohnt habe. Mit Absprache, wenn sie da sind. Sonst auch ohne. Mein Mann macht das genau so.

Die Familie meines Bruders wohnt nebenan. Sie nutzen den Garten und das Haus, wenn sie zum Feiern mehr Platz brauchen, den Backofen, wenn ihrer nicht ausreicht, die Waschmaschine, wenn viel Wäsche anfällt, Klo und Dusche, wenn ihr Bad gerade besetzt ist, holen sich Essen und Getränke (die sie wieder auffüllen) usw.
Mein Neffe ist 16 und geht öfter zum Chillen rüber, wenn es ihm daheim zu eng wird. Auch mit seinen Freunden oder Freundinnen.

Irgendwie sehe ich den Unterschied nicht. Wenn er offiziell bei euch wohnen würde, wäre er ja auch in eurer Wohnung und könnte dort Blödsinn machen. Genau wie es eure gemeinsamen Kinder später mal machen könnten.

Was würdest du tun, wenn der Bub beschließt, halb bei euch, halb bei der Mutter zu wohnen? Das würde ich ja am schlausten finden.

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von spiky73 am 11.02.2020, 8:41 Uhr

Oh je, der Gedanke, meine Mutter, mein Bruder samt Anhang oder meine Schwiegereltern würden plötzlich und ohne Vorwarnung einfach so in meiner Wohnung stehen, ist ja gruselig!

Das wäre mir persönlich dann doch zu viel Nähe und glückliche Familie...

Übrigens finde ich die Vermutung von terkey gar nicht so falsch...

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von pauline-maus am 11.02.2020, 12:55 Uhr

teorethisch hätten ich und meine familie kein problem damit, einfach in die wohnung der jeweilig andwren partei zu gehen oder sie zu nutzen.
wir machen es aber nicht, da wir die privatsphäre der anderen respektieren.
auch wird immer geklingelt ,trotz dessen, das wir alle schlüssel vneinander besitzen, denn es gibt situationen , da möchte ich mit mir allein sein und nicht spontan besuch bekommen , der dann gleich drin steht .
auch gibt es tage ,wo ich mal keihnen sehen will, auch das würde dann nicht mehr in meiner hand liegen

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Re: Stiefsohn will Schlüssel

Antwort von Waumpel am 19.02.2020, 16:32 Uhr

Wenn sie noch die Wäsche macht, kriegt sie sofort auch meinen Schlüssel

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