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Geschrieben von KatjaJ am 03.08.2020, 16:25 Uhr

Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Hallo in die Runde,
Ich brauche mal eure Meinung heute...
Ich bin seit einigen Jahren in zweiter Ehe verheiratet, aus erster Ehe habe ich drei Kinder und mein Mann eine Tochter. Gemeinsam haben wir noch einen Sohn. Meine drei und das gemeinsame Kind leben bei uns im Haus, seine Tochter bei der Mutter . Das Verhältnis meiner Kinder zu meinem Mann ist eher bescheiden...

Nun wird mein zweites Kind demnächst volljährig. Sie geht noch zur Schule. Nachdem wir hier auf dem platten Land leben, die Busverbindung schon immer schlecht war und ich für jeden Mist fahren muss, spiele ich mit dem Gedanken, ihr ein Auto zum 18. Geburtstag zu schenken. den Führerschein hat sie bis auf einen kleinen Zuschuss selbst bezahlt. Ich habe ein bisschen was für die großen Kinder gespart in den letzten Jahren.
Wir verdienen beide nicht so schlecht, und es ist wirklich erspartes Geld, dass uns nicht in die Miesen reißt. Mich würde es entlasten, wenn sie ein Auto hat, da ich sie erstens nicht mehr zum Sport usw fahren muss und sie zweitens auch ihre beiden jüngeren Geschwister mal fahren könnte oder Einkäufe erledigen könnte. Mein Auto kann sie nicht fahren, da es ein teures Cabrio ist, das mein Mann bezahlt hat - das würde er im Leben nicht erlauben. Nun das Problem: mein Mann ist komplett dagegen, dass ich der Tochter ein Auto schenke. Argumente:
1. wir haben andere Ausgaben (renovierungsausgaben, ja, aber die wären eh vorhanden, das Geld für das Auto habe ich gespart, nicht für Renovierungen, sondern für die Kinder!);
2. sie hätte ein Auto gar nicht verdient, da sie im Haushalt stinkfaul ist und nur an sich selbst denkt (nicht ganz richtig so, sie hat ihre Dinge gut organisiert, muss aber sehr fleißig für die Schule lernen und sitzt jeden Tag lange an den Hausaufgaben, so dass für andere Dinge keine Zeit ist; sie muss morgens um 6.15 aus dem Haus und ist um 16.30 zurück, das wäre mit einem Auto anders, aber so ist sie lange mit den öffne unterwegs, dann kommen noch 2-3 Stunden Hausaufgaben täglich dazu und 2x die Woche Sport...)
und 3. müsste er dann ja seiner Tochter auch ein Auto schenke zum 18. ( ich habe meinem Sohn, der schon 20 ist, auch kein Auto geschenkt, und abgesehen davon haben meine Kinder ihr konfirmationageld für den Führerschein gespart, während seine Tochter das Geld verprasst hat...im Übrigen er kann gern seiner Tochter Führerschein und Auto finanzieren, ist ja sein Geld!).

Also, was würdet ihr machen? Auto kaufen oder nicht? Hat er recht, wenn er findet, dass das eine gemeinsame Entscheidung ist? Oder ist es mein Geld, mein Kind, meine Entscheidung?
Sagt mal bitte, was ihr denkt...

LG Katja

 
27 Antworten:

Deine Entscheidung!

Antwort von Strudelteigteilchen am 03.08.2020, 17:04 Uhr

Vor allem bei so merkwürdigen Argumenten von der Seite Deines Mannes.

Das Dilemma wird Euch nur irgendwann beim gemeinsamen Kind ereilen - da müßt Ihr Euch dann einigen.

Vielleicht ein Kompromiss: Du kaufst DIR ein zusätzliches Auto als allgemeines "Kinder-Auto". Wenn das dann Deine Tochter am häufigsten benutzt, weil sie den größten Bedarf hat - wer soll das beurteilen?

Mein Freund versteht sich mit meinen Kindern auch nicht sehr gut, und ich werde mit seinen Kinder nicht warm. Ich entscheide komplett alleine, was ich meinen Kindern finanziere und was nicht - mein Freund ist mit vielem nicht einverstanden, aber dann ist das so. Ich finde auch nicht alles toll, was er seinen Kindern finanziert, aber es ist sein Geld, seine Schratzen, seine Entscheidung. Allerdings haben wir zwei entscheidende Vorteile: Getrennte Kassen und keine gemeinsamen Kinder!

(Noch ein Argument für Dich: Es wird unbedingt empfohlen, nach dem Bestehen des Führerscheins viel zu fahren, um Fahrpraxis zu bekommen - sonst war der Führerschein häufig für die Katz.)

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Limayaya am 03.08.2020, 17:21 Uhr

Äh, und wozu hat dann deine Tochter den Führerschein gemacht, wenn sie jetzt keine Gelegenheit hat, ihn auch einzusetzten?

Meine Tochter ist jetzt auch gerade die Tage 18 geworden, fährt seit ca. 8 Monaten begleitet mit mir. Da sie in 6 Wochen in Richtung Studium in die Großstadt umsiedelt, kriegt sie kein Auto. Aber selbstverständlich nutzt sie jetzt die Zeit, die sie noch hier ist ausgiebigst mit MEINEM Auto. Wenn sie in der Gegend bleiben würde (bei uns ebenfalls plattes Land), hätte ich ihr auch ein kleines Auto finanziert (vermutlich halt ne alte Möhre, nichts teures und Hauptsache 4 Räder und ein Dach drüber, aber fährt!). Schon deshalb, weil ich ja meines eigentlich täglich brauche, um zur Arbeit zu kommen.
Wenn alle Stricke reißen: dann leihst du ihr halt das Geld für ein Auto. und ihr macht aus, dass sie es irgendwann, wenn sie selbst verdient zurück zahlt. Wobei: ich vermute mal, deine Tochter steht kurz vor/nach dem Abitur? Womöglich will sie studieren? Auch da wird sie wohl ohne euere finanzielle Unterstützung nicht auskommen. Hat sich dein Mann auch überlegt, wie ihr das hin bekommt, oder MUSS dann seine Tochter auch studieren, damit da kein Ungleichgewicht entsteht?

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von KatjaJ am 03.08.2020, 17:36 Uhr

Danke schon mal, ihr beiden... limaya: das mit dem Studium seiner Tochter ist ein gutes Argument; seine Tochter hat gerade die neunten Klasse an der Realschule wiederholt und wenn sie irgendwie noch die Kurve kriegt, wird sie nächstes Jahr ihren Mittleren Schulabschluss evtl schaffen - von Abi und Studium ist sie weit entfernt...
ja, meine Tochter wird 2022 ihr Abi machen....

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von lilly1211 am 03.08.2020, 21:40 Uhr

Wieso rechtfertigst du dich überhaupt?

Dein Geld, dein Kind, deine Entscheidung.

Ich sehe auch nicht weshalb er dann seiner Tochter ein Auto kaufen müsste.

Kauf ein Auto, gib deiner Tochter den Schlüssel und verbitte dir jede Einmischung.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Goldbear am 04.08.2020, 10:40 Uhr

Dein Kind, deine Ersparnisse, deine Entscheidung...

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Es ist ja auch so....

Antwort von Limayaya am 04.08.2020, 11:29 Uhr

...in einer NORMALEN Familie bekommen auch nicht alle Kinder das gleiche, sondern jedes wird nach seinen Bedürfnissen gesponsert, bzw. unterstützt.

Sonst müsste ich ja dem einem Kind mit teuren Hobby, sagen, dass es eben ab sofort keine Geige mehr lernen darf, weil das andere Kind partout nicht reiten will (also zwei gleich teure Hobbys), oder eben der Junge darf dann nicht in den Fußballverein, weil der eben nur einen Bruchteil von dem kostet, was man für seine Schwester im Ballett ausgiebt...usw. usf.

Und genauso isses halt dann auch, wenn die Kinder größer werden: deine Tochter benötigt jetzt ein Auto.....und seine Tochter will vielleicht in ein paar Jahren umziehen und braucht dann jemand, der die Kaution übernimmt....
Wichtig ist doch nur, dass INSGESAMT kein Ungleichgewicht ensteht, weil ein Kind immer alles bezahlt bekommt, und das andere nicht. Aber exakt das gleiche macht ja auch kein Sinn (wer will schon einen Fußballspieler ins Tutu zwingen?)

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von kunstflair am 04.08.2020, 17:46 Uhr

Mich überzeugt STTs Idee am meisten: kauf dir ein auto, das dann sie fährt.
Finde es schrecklich fürs kind, wenn es weiss, dass der vater dagegen ist, weil sie gemäss ihm nichts im haushalt tut. Das ist ein 1850er argument. Auch deshalb würd ich ihr ZEIGEN (mit dem neuen auto vor der tür), wie man sich im jahr 2020 als frau verhalten kann, wenn man arbeitet, spart und nicht abhängig ist.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Summer80 am 05.08.2020, 8:49 Uhr

Ich finde die Idee mit dem zweiten Auto für dich auch gut. Du kaufst einfach einen kleinen günstigen Zweitwagen und der kann dann von allen Kindern genutzt werden, die einen Führerschein haben und das Auto brauchen. Ich sehe es auch so, dass man Kindern je nach Bedürfnis andere Dinge finanziert. Aber bei solch teuren Anschaffungen wie einem Auto, sollte doch Gleichheit herrschen. Wenn ich mir vorstelle, meine Schwester hätte zum 18 Geburtstag ein Auto bekommen um damit zur Schule und zum Sport zu fahren und ich hätte dann zum 18 Geburtstag keins bekommen, hätte ich mich ungerecht behandelt gefühlt. Das Hobbys mal unterschiedlich viel Geld kosten, ist halt so. Da sollte man auch nichts aufwiegen. Jedes Kind kann einem Hobby nachgehen. Ob das günstiger oder teurer ist ist egal. Aber jedes Kind hat halt die gleiche Möglichkeit. Du würdest ja auch nicht einem Kind im Führerschein finanzieren und dem zweiten Kind dann dies verweigern.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Strudelteigteilchen am 05.08.2020, 9:30 Uhr

Doch, ich habe genau das getan. KindGroß bekam von mir einen Teil zum FS dazu, KindKlein nicht. Weil KindGroß auf der Privatschule ein Stipendium hatte und daher dort weniger Kosten verursachte als KindKlein, der keines hatte (und noch dazu den teureren Zweig der Schule besuchte). Wobei der eigentliche Grund war: Als KindGroß den Führerschein machte, konnte ich es mir rein einkommenstechnisch leisten. Als KindKlein den FS machte war es einfach grad nicht drin.

Als ich damals den Führerschein gemacht habe, durfte ich das Auto meiner Mutter nutzen - eigentlich war es meines, meine Mutter fuhr nie damit. Kurz nachdem meine Schwester den Führerschein gemacht hat, fuhr ich das Auto zu Schrott - sie hatte also kein Auto zur Verfügung. Blöd, aber so war das dann halt. Dafür hat sie kostenverursachend auswärts studiert, ich habe daheim wohnend und Kostgeld zahlend eine Lehre gemacht. Ohne mein Kostgeld wäre u.U. ihre Studienunterstützung niedriger ausgefallen. So ist das Leben, eine Familie ist eine Mischkalkulation.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von KatjaJ am 05.08.2020, 23:45 Uhr

Danke für eure Antworten... ich hatte gedacht, dass irgendwer auch vielleicht die Meinung vertritt, dass man in einer Familie oder Partnerschaft grundsätzlich größere Ausgaben gemeinsam entscheiden sollte... ich bin direkt überrascht, dass diese Meinung nicht vertreten ist!
Die Frage, ob es für die anderen Kinder unfair ist, wenn die eine jetzt ein Auto bekommt, habe ich mir auch gestellt. Aber bei meinem Sohn war die Situation anders, und er hat seinen Führerschein mit 18 auch noch nicht fertig gehabt, dafür aber die Schule; er hat mit 18 angefangen zu studieren, hat aber noch immer ziemlich viel Blödsinn im Kopf, so dass ich eher Angst hätte, was er mit einem eigenen Auto so treibt... ich kann ihm ja später für andere Ausgaben mal unter die Arme greifen.
Die Idee, ein Auto als Zweitwagen zu kaufen für alle ist Grundsätzlich gut, aus mehreren Gründen aber bei uns dann auch wieder nicht: wie oben erklärt muss mein Sohn sich ein Auto wohl Selbst erarbeiten, weil mein Gefühl mir einfach sagt, dass Er sonst nur blödsinn damit anstellt. Und wenn meine beiden großen Kinder sich ein Auto teilen sollten, müsste meine Tochter trotzdem zusätzlich für knapp 100€ im Monat eine Monatskarte zahlen - auch wieder blöd. Drittens haben wir zu zweit drei Autos, einen Kombi, von der mein Mann meint, Tochter könnte den ja fahren, wenn es darum geht, zum Sport zu fahren oder die jüngere Schwester zu kutschieren oder für mich einzukaufen - aber eben nicht zur Schule, den Luxus braucht sie nicht, sie könne man dankbar sein dass sie hier wohnen darf (??? Warum? Sie ist meine Tochter???). Und wenn sie einmal einen Unfall macht wäre eh Schluss. Unter den Bedingungen muss sie den Kombi nicht fahren, nur um für die Schwester Taxi zu spielen und dafür auch noch dankbar sein zu müssen - das hat sie nicht verdient, irgendwie muss ich sie ja auch schützen.
Ich schätze nur, dass es für unsere Beziehung nicht sehr förderlich ist, wenn ich auf eigene Faust einen fahrbaren Untersatz organisiere und dafür auch noch meine Brüder um Hilfe bitten muss, weil ich keine Ahnung habe von Autos, und denen wiederum muss ich erklären, warum denn mein Mann mich nicht unterstützt...
Alles blöd...

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von emilie.d. am 06.08.2020, 0:07 Uhr

Ist Dein Mann irgendwie unterschwellig neidisch auf Deine Tochter? Diese ganze Argumentiererei seinerseitsi klingt zumindest so wie Du es beschreibst, irrational.

Ich hatte über Jahrzehnte ziemliche Probleme mit meinem Stiefvater und der ist - so verrückt das klingt, irgendwann hat er mit meiner Mutter drüber geredet - neidisch auf mich. Was wir immer stundenlang zu bequatschen hätten etc. Irgendwie auf die recht enge Bindung. Ich schieb es auf die Kriegsvergangenheit, hat früh seine Mutter verloren und ist dann in der Verwandschaft herumgeschoben worden.

Vielleicht schaffst Du es irgendwie das aufzulösen, woher diese Abneigung kommt.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Hase67 am 06.08.2020, 9:11 Uhr

Den gleichen Gedanken hatte ich auch. Vielleicht nicht direkt neidisch auf die Tochter, sondern auf die enge Bindung zwischen euch und dass er da "die zweite Geige" spielt? Also dass da "kein Blatt zwischen euch passt"?

Ich will das übrigens nicht verteidigen, ich finde so ein Verhalten infantil, aber Gefühle sind eben auch nicht rational. Es ist nur relativ verbreitet unter Stiefeltern (männlichen wie weiblichen), dass die emotionale Bindung zum Stiefkind nicht groß genug ist, um über den eigenen Schatten springen zu können. Und dass auf verschiedene Arten versucht wird, sich in dieses enge Verhältnis "reinzudrängeln" oder, falls das nicht gelingt, es zumindest von außen zu kritisieren (mit oft fadenscheinigen Begründungen). Aber das Thema ist Eifersucht bzw. Neid.

Das Fatale ist: Man kommt dadurch als Mutter und Partnerin in die Zwickmühle, sich entscheiden zu müssen, und diese Entscheidung fällt (zwangsläufig, meistens und Gott sei Dank) zugunsten des Kindes. Der Grundkonflikt aber bleibt, und den kannst du nicht lösen. Weil das seine Aufgabe wäre. Wenn er sich dem verweigert, schädigt das nicht nur die Beziehung zur Stieftochter, sondern auch die zu dir. Weil er dich in unmögliche Rechtfertigungs- und Erklärungsnöte (auch z. B. gegenüber deinen Brüdern) bringt, die weder seiner noch deiner würdig sind. Letztendlich ist das ein Versuch, ein Machtgefälle, das zu seinen Ungunsten ausfällt, umkehren zu wollen, was aber tendenziell eher nicht gelingt, sondern nur zur Verhärtung der Fronten, Genervtsein und Gegenwehr führt. Und manchmal auch zu Verachtung ihm gegenüber.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Astrid18 am 06.08.2020, 10:51 Uhr

Das Auto ist das eine, aber wer zahlt den Unterhalt (Versicherung, Sprit, Werkstatt). Darüber würde ich mir Gedanken machen. Da kann viel zusammen kommen mit täglichen Fahrten zur Schule.

Vielleicht könnte Deine Tochter die laufenden Kosten teilweise tragen? Sonst habt Ihr bei jeder Reparatur/Inspektion/hohen Tankkosten den Konflikt erneut.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von kunstflair am 06.08.2020, 12:21 Uhr

Du meine güte, sie soll dankbar sein hier wohnen zu dürfen?
Ich würde mich immer ganz klar auf die seite meines kindes stellen und dein satz: es ist nicht förderlich für die beziehung... ja, das stimmt, aber es ist doch keine frage, welche beziehung wichtiger ist: kind oder partner.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von kunstflair am 06.08.2020, 12:22 Uhr

Emilie, das find ich spannend als ansatz. Und ein wichtiger beitrag, von dir, als direktbetroffene.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von KatjaJ am 06.08.2020, 18:04 Uhr

Gute Frage... es gab Zeiten, da habe ich gedacht, er ist eifersüchtig darauf, dass seine Tochter, die 1,5 Jahre jünger ist, ihre Schule nicht gebacken bekommt und nicht bereit ist, sich an irgendwelche Regeln zu halten. Die beiden haben sich eigentlich permanent nur gestritten, bis sie letzten Sommer ausgezogen ist zu ihrer Mutter. Er gibt halt zum Teil mit dir Schuld dafür, dass er seine Tochter angeschrien hat, weil er ja wollte, dass sie sich hier an die Regeln hält (sowas wie Geschirr runterbringen war Dauerthema, Küche hinter sich aufräumen, und er wirft mir vor, dass ich schon mal das Geschirr meiner Kinder in die Spülmaschine räume - er hat in solchen Situationen seine Tochter angebrüllt...; aber es kamen eben bei ihr eben auch so Dinge dazu wie Klamotten klauen von meiner Tochter oder von mir, und so war nicht nur mein Vertrauen in seine Tochter dahin, sondern deren Verhältnis war /ist total kaputt...). Und ich denke manchmal, er ist neidisch, weil ich mit meinen Kindern ein besseres Verhältnis habe als er zu seiner Tochter? Andererseits ist er ja nie wirklich warm geworden mit meinen Kindern...

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von KatjaJ am 06.08.2020, 18:12 Uhr

Ja, auch das ist eine Sache, die es zu bedenken gilt. Wenn wirklich was größeres kaputt ist, wird sie das ja nicht bezahlen können. Wovon denn? Von etwas Taschengeld und im Sommer hier und da Rasenmähen im Dorf? Andererseits: womit ist zu rechnen an Reparaturkosten? Ich kann das tatsächlich schwer einschätzen. Kann ja auch keiner hellsehen Ich denke mir immer, dass ich dadurch auch durchaus Entlastung habe, wenn Sie ein eigenes kleines Auto hat und ich sie nicht zweimal die Woche abends zum Training und zurück fahren muss und sie außerdem noch ein bis zweimal eine Tour für ihre Schwester übernimmt - dann müsste ich nämlich nur einmal fahren oder so statt vier Abende hin und zurück. Ich habe im vergangenen Schuljahr gemerkt, dass ich die Belastung in meinem Alltag so nicht meistern kann. Wenn ich also nicht auf die Weise Für Entlastung sorge, müsste ich in Zukunft Gewaltig Stunden bei der Arbeit reduzieren, und dann habe ich locker 500€ netto weniger im Portemonnaie- so viel kann ja eigentlich kein Kleinwagen im Monat kosten, oder?

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Ähm, Moment! Ihr habt 3 Autos?

Antwort von Limayaya am 06.08.2020, 18:14 Uhr

OK, dann kann ich aber deinen Mann verstehen, dass er jetzt nicht damit einverstanden ist, dass ein 4. Auto, für das ja letztendlich auch wieder ihr zwei Versicherung ect. ect. bezahlen müsst, angeschafft werden soll.
Wofür ich dann aber kein Verständnis habe, was er drumrum noch sagt. Unter diesen Umständen würde ich genau DA ansetzen: Eben durchsetzen, dass die Tochter eines der Autos auch für den Schulweg nimmt. Wenn da Kosten gegenstehen, von 100 Euro für die Monatskarte, werden diese Kosten halt zukünftig für Sprit eingesetzt, dann ist ja -vermutlich- schon der größte Teil der Spritkosten schon bezahlt. Und wenn deine Tochter im Gegenzug dann auch noch DICH entlastet, indem sie die Einkäufe erledigt und Chauffeur-Dienste übernimmt, ist das doch dann auch noch eine Win-Win-Situation

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Re: Ähm, Moment! Ihr habt 3 Autos?

Antwort von KatjaJ am 06.08.2020, 18:47 Uhr

Ja, würde ich gut finden. Aber sie darf eben nicht damit zur Schule fahren, sondern nur Taxi spielen oder selbst zu Sport. Auch da könnte ich erst mal mitgehen, aber er hat ja auch deutlich gesagt: aber wenn sie einen Unfall baut ist Schluss! Und das finde ich problematisch. Zum einen, was es mit ihr macht, wenn sie tatsächlich irgendwo nen Kantstein schrammt oder schlimmer, zum anderen stehe ich dann möglicherweise schnell wieder vor dem gleichen Problem, und dann kommt noch dazu, dass sehr wahrscheinlich alle Probleme, die bei dem Auto auftauchen, jedes Fitzelchen Dreck und auch jede noch so kleine Stelle, Delle, Schramme etc. Ihre Schuld sind. Und das will ich ihr nicht antun. Das ist der Punkt, an dem ich einfach zu ihr halten muss...

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Re: Ähm, Moment! Ihr habt 3 Autos?

Antwort von Limayaya am 06.08.2020, 20:48 Uhr

OK, jetzt verstehe ich dich....
ist ziemlich verfahren....

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von kleineTasse am 06.08.2020, 22:19 Uhr

Ich würde es riskieren. Dein Mann sieht den Sinn dahinter nicht, sieht das Auto als Belohnung, obwohl die Tochter in seinen Augen faul ist. Deine Argumente sind absolut nachvollziehbar. Einkauf abnehmen, Geschwister von A nach B fahren (das muss sie dann aber Bitteschön auch tun). Das ist doch eine tolle Entlastung. Was wäre ich froh gewesen, ich hätte so jemanden gehabt.

Sprich nochmal mit deinem Mann. Vielleicht kannst du ihn bei der Autosuche einbinden, dann fühlt er sich gebraucht und lenkt eventuell ein. Manchmal braucht die holde Männlichkeit etwas länger.

Was seine Tochter angeht ist nicht dein Bier und sollte auch nicht mit deinen Kindern vermischt werden. Das Kind hat eine andere Mutter und einen Vater. Ich würde das strikt trennen und auch darauf bestehen, dass er das nicht tut. Also alles vermischen.

Setz dich durch! Es ist für einen guten Zweck.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von pauline-maus am 06.08.2020, 22:33 Uhr

Das ist schon ein Machtkampf den dein Mann mit deiner Tochter austrägt und genau hier hat er die Situation in der Hand und nutzt das eben auch so.
Ohne das jetzt werten zu wollen aber einen Mann, der mein Kind nur akzeptiert,weil si halt da ist, mit dem hätte ich kein gemeinsames leben aufgebaut.
Er muss sie ja nicht lieben wie sein eigenes Kind aber eben neutral und gerecht behandeln

Schenk ihr das Erspartes und lass sie damit machen ,was sie mag....dann kauft sie eben ein Auto davon. Sprit sollte sie aber selber zahlen ..
Und auf jeden Fall die entstandene Verunsicherung nehmen, die dein Mann hat erblühen lassen, was Unfälle und Schäden betrifft.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von pauline-maus am 06.08.2020, 22:33 Uhr

Das ist schon ein Machtkampf den dein Mann mit deiner Tochter austrägt und genau hier hat er die Situation in der Hand und nutzt das eben auch so.
Ohne das jetzt werten zu wollen aber einen Mann, der mein Kind nur akzeptiert,weil si halt da ist, mit dem hätte ich kein gemeinsames leben aufgebaut.
Er muss sie ja nicht lieben wie sein eigenes Kind aber eben neutral und gerecht behandeln

Schenk ihr das Erspartes und lass sie damit machen ,was sie mag....dann kauft sie eben ein Auto davon. Sprit sollte sie aber selber zahlen ..
Und auf jeden Fall die entstandene Verunsicherung nehmen, die dein Mann hat erblühen lassen, was Unfälle und Schäden betrifft.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Hase67 am 07.08.2020, 11:11 Uhr

Für mich klingt es, als könnte (oder wollte) sich dein Mann nicht damit auseinandersetzen, was er selbst falsch macht. Er beharrt auf seiner Sichtweise und will sie notfalls mit Druck (oder mit Brüllen, wie bei seiner Tochter) durchsetzen. Das Verhältnis zu seiner Tochter hat er sich aber selber aufgebaut (oder kaputt gemacht), damit hast du nichts zu tun, auch nicht, wie du mit deinen Kindern umgehst. Ihr habt grundverschiedene Ansätze (MAL das Geschirr einer anderen Person in die Spülmaschine räumen heißt übrigens nicht, dass man keine Regeln im Umgang miteinander hat, sondern es ist einfach eine nette Geste), und sein Modell ist im Vergleich zu deinem autoritär und darauf bedacht, seine Vorstellungen durchzusetzen. Dass er da im Vergleich schlechter abschneidet, liegt in der Natur der Dinge, kein heranwachsender Mensch lässt sich dauerhaft anblaffen und in ein Korsett sperren, wenn es Alternativen gibt. Das ist keine Erziehung, mit der man eine tragfähige Beziehung zueinander aufbaut. Feste Regeln, die man als Erwachsener vorgibt, geben kleinen Kindern Sicherheit, aber je älter sie werden, umso mehr geht es doch um Absprachen, um Argumentieren, um Ernstnehmen auch der anderen Seite. Da scheint er gescheitert zu sein, jedenfalls in Teilen. Das ist aber trotzdem immer noch seine Verantwortung, nicht deine. Zieh dir den Schuh nicht an. Er könnte, statt einfach nur neidisch/eifersüchtig zu sein und an dir herumzunörgeln, auch mal überlegen, was er anderes machen könnte, um besser klar zu kommen und auch eher gehört zu werden? Machtkampf ist kein zeitgemäßes Familienmodell mehr, erst recht nicht im Patchwork.

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von Astrid18 am 07.08.2020, 12:54 Uhr

Ich denke, dass die 500 EUR reichen sollten, und Deine Entlastung ist auch etwas wert.

Ich würde mit Deiner Tochter fest vereinbaren, die jüngere Schwester zu fahren. Ihr könntet auch überlegen, dass Du den Sprit für eine bestimmte Kilometerzahl im Monat übernimmst und sie den Rest selbst trägt (damit grenzt Du die laufenden Kosten ein und die reinen Spaßfahrten werden eingeschränkt). Als ich gerade 18 war, waren meine Eltern im Urlaub und ich habe nahezu das ganze mir überlassene Haushaltsgeld in Sprit investiert....

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Ich wollte ja erst nicht schreiben...

Antwort von desireekk am 07.08.2020, 15:11 Uhr

Hallo,

Ich wollte ja erst nicht schreiben, aber es ließ mich nicht los....

ich habe hier ja auch ein "Hardcore-Patchwork" (darfst gerne die Beiträge der letzten Jahre von mir lesen...) und ich habe dadurch gelernt:

Meine Kinder, meine Entscheidung.

Ja, ich spreche mit meinem Mann, aber ich rechtfertige nichts. Ich erkläre gerne, wenn er aber nicht verstehen will, dann ist das sein Problem, nicht meines.

Dein derzeitiges Auto:
Egal wer es gekauft hat, es ist DEIN Auto. Ob und wer damit fährst entscheidest Du. Meine Kinder haben auf einem Audi S5 (über 300 PS) und einem BMW X5-M (über 400 PS) das fahren gelernt...und beide Autos haben immer noch keine Schramme.

Unfall:
Dein Mann hat noch nie einen Unfall, Schramme gebaut? Hat er? Und er fährt immer noch??? Hinfallen kann jeder, Aufstehen und weitermachen ist die Kunst. Was ist ein Fehler, wenn man nicht daraus lernen kann und es künftig besser machen?
Nur weil man mal einen Fehler im Diktat hat darf man nie mehr schreiben?

Auto für das Kind/die Kinder:
Wenn Du das Geld gespart hast, dann mach das. Zudem noch, weil Du dadurch eine Entlastung hast.
DU fährst die Kinder rum, (ich schätze auch dass DU für das gemeinsame Kind zuhause warst, auch wenn das nicht in direkte Zusammenhang mit der aktuellen Frage steht), Du hast dadurch keinen ruhigen Abend. Wenn es die Familie nicht an den Rand des Ruins bringt, dann entscheidest Du das eben.
Nicht um die Tochter zu "belohnen" sondern um ihr beizubringen, dass ein Privileg auch (immer) mit einer Verantwortung einhergeht: Geschwister fahren, ggf. Spritgeld verdienen, etc.
Ich würde es durchaus als "Kinder-Auto" deklarieren, und auch den Sohn fahren lassen, ABER eben mit den selben klaren Regeln. Dann müssen sich die Geschwister eben auch ggf. einigen wer wann fährt bzw. wer welchen Fahrdienst übernimmt, wer wann sauber macht, tankt, etc. Ist doch eine super Lern-Möglichkeit für's Leben :-)

Lass ihn grumpfig sein, er muss deine Entscheidung ja nicht mögen. Das ist das Problem von uns Frauen, dass wir oft viel zu sehr darauf aus sind dass andere unsere Entscheidungen und Handlungen gut heißen.
Ich finde es auch blöd wenn mein Mann raucht, er tut es trotzdem :-)

LG

D

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Re: Mein Kind, mein Geld, wessen Entscheidung?

Antwort von MoneSi am 14.08.2020, 3:30 Uhr

Ich lebe auch Patchwork und bin dabei partnerschaftlich gestrickt. Meine Antwort wäre: unser Geld, das von uns geliebte Kind, unsere Entscheidung, aber wenn ich sicher bin, dass ich es besser weiß, setze ich mich im Interesse aller durch. Es geht doch gar nicht so um mein oder dein/unser Kind. Wahrscheinlich hätte seine Tochter aus seiner Sicht das Fahrzeug bei gleicher Konstellation auch nicht „verdient“. Da gibt es unterschiedliche Erziehungsstils und ich denke, wenn deine Tochter euer gemeinsames Kind wäre, hättet ihr das Problem auch. Also würde ich das mein Geld oder mein Kind nicht raushängen. Sein Argument, dass seine Tochter dann auch zum 18. ein Auto möchten, verstehe ich auch. Kinderfragen, egal, ob mein, dein oder unsere Kinder betreffend, sind gemeinschaftliche Fragen. Auch bei seiner Tochter hätte ich wohl demonstrativ seinerzeit den Teller abgeräumt. Wahrscheinlich würde ich ein 4. Auto für mich kaufen (oder das 3. Auto auswechseln), dabei auf den Stress, den ich habe, verweisen und betonen, dass die Tochter nun halt alt genug ist und manche Sachen selbst erledigen muss. Ich würde da auch fordern, dass er mitwirkt, um mich zu entlasten und zu unterstützen. Brüder würde ich nicht bemühen. Ich wäre auch so offen, dass ich sagen würde, dass ich darauf angespart habe, weil es uns (als Familie) hilft. Also: Auto gemeinsam kaufen, notfalls heftig zuvor streiten. Ich finde Streit weitaus weniger schlimm als ein Alleingang.

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