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Geschrieben von Frosch am 06.05.2005, 10:50 Uhr

Schläge und Klapsen - muß mich mal einmischen!

Hallo!

Also erstmal, ich weiß die Male, die ich als Kind geklapst worden bin, heute noch. ABER ich bin nicht traumatisiert und weiß HEUTE, daß es absolute Ausnahmesituationen waren! Ich fände es schwach, diese wenigen Situationen meinen Eltern anzukreiden. Denn ICH weiß ja nicht selber, wie ich in einer ähnlichen Ausnahmesituation mal reagieren werde!!

Sich aufgrund solcher Tatsachen als "geschädigt" hinzustellen ist gefährlich, denn es zeigt ja, daß da noch andere Sachen passiert sein müssen. Aber man "kompensiert" das mit diesen Erlebnissen. Ich spreche jetzt NICHT von Schlägen oder geplanten Mißhandlungen, sondern Ausnahmesituationen!

Ich denke, man muß einen Zwischenweg finden. Sicher ist es schlimm, Kleinkinder zu Schlagen, denn die verstehen es nicht! Gerade wenn ein Kind total frustriert/übermüdet/o.ä. schreit und kriegt DANN eins auf den Po (oder schlimmer, auf den Mund) - wie soll es das verstehen? Das kann man auch auf Erwachsene anwenden. Stellt Euch vor, Ihr seid elend gefrustet und bekommt von Eurem Partner eins auf die Waffel :-(

Trotz allem: Ich weiß nicht, ob ich mein Kind irgendwann klapsen werde. Es gab noch keine Ausnahmesituationen. Und es ist meiner Meinung nach ziemlich unglaubwürdig, pauschal zu behaupten, man würde NIE sein Kind klapsen... Deswegen werde ich mich hüten, andere zu verurteilen. Mein Mann ist da meiner Meinung.

Was sind Alternativen? Klar, erklären und erklären...

ABER:
Es gibt aber genug Mütter, die ihre Kinder mit Liebesentzug strafen, mit Ignorieren oder mit Geheule (was tust Du mir an). Und das ist mindestens genauso schlimm, wirkt aber unendlich subtiler, weil die Umwelt davon nichts mitbekommt.
DAS wird hier komischerweise nie diskutiert!!

LG Antje

 
1 Antwort:

Re: Schläge und Klapsen - muß mich mal einmischen!

Antwort von wassermann63 am 06.05.2005, 11:41 Uhr

Hallole,

muss auch ganz kurz mitsenfen. Das mit den Ausnahmesituationen ist genau das Szenarium, in welchem man alle tiefenpsychologischen (oder auch nicht) Hinweise vergisst. Auch ich kann mich an die wenigen Situationen erinnern, in denen ich "Haue" bekommen habe: einmal bin ich über die STraße gerannt, zu meiner Mutter, und wäre beinahe umgefahren worden. Das andere Mal wäre ich fast ertrunken und das dritte Mal war noch schlimmer. Die Klapse kamen aus 2 Gründen: nervliche Höchstanspannung und Andrenalinstroß pur und der verzeifelte Versuch, mir ein für alle Mal aus dem Gedächtnis zu streichen, dass das Überqueren der STraße ohne sich umzuschauen, eine tolle Sache ist. Erklärungen hinterher haben dann vielleicht auch gefruchtet (aber nur, weil ich schon 6 J. alt war und selbige verstehen konnte.)

Trotz allem habe ich keinerlei Schaden zurückbehalten, kann mich aber noch genau an die Situationen erinnern, so dass ich nie mehr ohne zu schauen über die Straße gelaufen bin ...

LG
Jacky

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