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Geschrieben von Rademenes am 24.06.2007, 14:53 Uhr

Für Marion

Meine ganze Lebensgeschichte möchte ich hier nicht offenbaren deshalb nur ein paar kurze Auszüge meiner Kindheit.
Ich habe in meinen 12 Jahren Schulzeit 4 Schulen besucht. 1-2 Klasse noch in einer normalen DDR-Schule im heutigen Ghetto-Gebiet (da würde heute kaum einer freiwillig hinziehen Plattenbau - aber damals war es eine tolle Gegend). Nach dem Tod meines "Vaters" zogen wir in eine andere Gegend in der selben Stadt - 3. Klassen neue Schule. In dieser Zeit wurde ein Haus gekauft und umgebaut. 1 Jahr später Umzug und wieder Schulwechsel. Diesmal auf eine Dorfschule. Und dann nach 3 Jahren dort, ab auf´s Gymnasium. Also konnte ich fast nirgends richtig heimisch werden und war überall "der Neue" - also auch ein beliebtes Ziel. Damals eher noch harmlos - Geschubse, Beschimpfungen, kleinere Diebstähle und kleine Sachbeschädigungen. Das "Normale", was man eben aushalten muß um ein Erwachsener zu werden. Tja mit anvertrauen ist nicht. Meine Mutter hat das wenig interessiert und zu meinen Stiefvater hatte ich eh keinen Draht. Wenn es mir zuviel wurde bin ich von der Schule abgehauen. Beim ersten Mal sich sogar die Lehrer mit den Autos auf der Suche nach mir unterweg gewesen :-)
Konfliktbewältigen gab es nie. Und mit 10 Jahren denkt man: "Sag lieber nix sonst bekommt man nur noch mehr Ärger".
Meiner Mutter hat mich dann einfach auf´s Gymnasium "genötigt", obwohl ein Notendurchschnitt von 2,3 dies eigentlich nicht rechtfertigt. Ich hatte auf dem Gym ganz schön zu tun und die Abschlußprüfung gerade so bestanden. Aber man merkt dann schon den Unterschied der Bildungswege, was auch das Miteinander angeht. Rabauken bleiben meist auf dem niedrigen Zweig hängen, obwohl sie sicher auch Potenzialle haben aber leider falsch einsetzen. Da sollten Eltern und Lehrer gemeinsam eingreifen.

LG
Oliver

 
1 Antwort:

Re: Danke, Oliver

Antwort von Oma am 24.06.2007, 15:06 Uhr

Du scheinst ebenso wie ich in der Lage zu sein, dich am eigenen Schopf aus der Scheixxe zu ziehen, stimmt´s?

Du kannst echt stolz darauf sein, ein so liebevoller Mensch und toller Papa geworden zu sein. Chapeau!

Mobbing in der Form, wie du es schilderst, gibt es wohl schon ewig. Fand ich auch schon immer schlimm genug. Was sich aber heute teilweise an den Schulen abspielt, spottet jeder Beschreibung :o(

Die Geschichte meines Sohnes hat sich übrigens auch auf dem Gymnasium zugetragen, wobei es aber dort im Allgemeinen noch recht friedlich zuging.

Der Thread, von dem ich erzählte, endete übrigens damit, dass die Mutter einen Umzug in Erwägung zog. Das muss man sich mal vorstellen, diese Hilflosigkeit...

Manchmal kapier ich wirklich nicht mehr, was in manchen Köpfen vorgeht.

Dir und deiner Familie einen schönen Restsonntag wünscht
Marion

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