Leben mit Kleinkind: Es muss nicht alles perfekt sein!

"Mit einem Kind ändert sich alles!" Bei diesem Satz denken junge Familien meistens erst einmal an die Veränderungen in der Freizeit, beim Reisen oder in der Partnerschaft. Aber auch im Haushalt ändert sich einiges.

In den ersten Monaten, in denen das Baby noch nicht mobil ist, l√§sst sich meistens alles prima regeln. Das Baby liegt vorerst auf einer Decke oder im Laufstall und spielt dort. Sobald die Kinder aber anfangen zu krabbeln, Schubladen ausr√§umen und W√§schek√∂rbe f√ľr tolles Spielzeug halten, √§ndert sich alles: Jetzt beginnt die Zeit der Mehrarbeit.

Alles wegräumen oder konsequent Nein sagen?

Klar, anfangs ist die Freude gro√ü, die M√ľtter (und V√§ter) sind stolz darauf, was ihr Kind schon alles kann. Dann kommt die Zeit, in der die Kleinen stehen k√∂nnen und irgendwann anfangen zu laufen. Damit erweitert sich ihr Horizont deutlich, sie sehen und ergreifen nun auch Dinge, die h√∂her oder weiter hinten stehen. Familien verfolgen in dieser Phase unterschiedliche Ans√§tze. Manche r√§umen in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes allzu Empfindliches oder Verlockendes einfach weg. Andere finden, dass ein Kind sich an seine Umgebung gew√∂hnen und auch lernen sollte, manche Sachen nicht anzufassen. Das erfordert etwas mehr elterliche Konsequenz sowie mehr Aufmerksamkeit. Wobei immer auch die Pers√∂nlichkeit des Kindes eine Rolle spielt.

So oder so ist reichlich Geduld gefragt

Richtig rund geht es, wenn Ihr Kind sicher laufen kann und aufbricht, seine Welt zu erobern: Sp√§testens jetzt sind Schubladen, Schr√§nke und Regale hoch interessant. Vor allem aber wandern die Spielsachen nun mit ihrem Kind durch die gesamte Wohnung und fliegen auch mal durch die Gegend. Pl√∂tzlich m√ľssen Sie √ľberall √ľber Sachen steigen - und sich in Geduld √ľben: W√§hrend Sie am Herd stehen, r√§umt Ihr Kind hinter Ihnen schnell mal Trockent√ľcher oder Tupperware aus. Total spannend finden Kinder es aber auch, √ľber den noch nassen Boden zu krabbeln oder zu laufen, wenn geputzt wird.

In diesem Haushalt lebt ein Kind? Das darf man ruhig sehen

Das ist anstrengend und verursacht Mehrarbeit. Daher ist es wirklich sinnvoll, sich nicht unnötig zu erschöpfen: Kein Haushalt muss immer picobello und super-perfekt sein! Die Kleinkinderzeit geht alles in allem schnell vorbei. Sie und ihr Kind erleben weit fröhlichere Zeiten, wenn Sie manches lockerer nehmen. Im Grunde ist es gut, wenn ihr Kind selbstständig in Ihrer Nähe spielt - und sei es mit den gerade ausgeräumten Topfdeckeln. So lernt es, sich selbst zu beschäftigen und entdeckt viel Neues. Auch hier ist weniger wieder einmal mehr: Kleine Kinder benötigen kein Spiele-Paradies, sondern Entdecker-Erlebnisse sowie ein, zwei Spielsachen, die ihre Fantasie anregen.

von Stephanie Rex

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