Trinken zu den Mahlzeiten - ein Glas Wasser ist erlaubt

Wenn Kinder beim Essen zuerst zum Glas greifen und nicht zur Gabel – dann finden das viele Eltern nicht so toll. Sie befürchten, ihr Nachwuchs füllt seinen Bauch mit Flüssigkeit und beim Gemüse heißt es dann: „Ich bin satt!“ Getrunken wird erst nach dem Essen – lautet deshalb die Devise an vielen Esstischen. Dieses Vorgehen ist nicht so falsch: Flüssigkeit verdünnt die Magensäure, die Verdauung funktioniert nicht mehr so gut.

„Ein Funken Wahrheit ist da durchaus dran", bestätigt Internist Prof. Johannes Georg Wechsler. Während einer Mahlzeit vollständig aufs Trinken zu verzichten, hält er aber nicht für ratsam. „Ein Glas Wasser beim Essen schadet nicht - im Gegenteil", erklärt auch Rita Rausch von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Dadurch rutsche der Speisebrei, der im Mund mit Speichel versetzt wurde, besser in Richtung von Magen und Darm, so die Ernährungsberaterin. Sie versteht, dass in manchen Familien erst nach der Mahlzeit getrunken wird. „Das ist häufig dann angesagt, wenn Kinder nicht so viel Spaß am Essen haben", erklärt Rausch. Eltern seien wohl in Sorge, dass das Getränk ihren Nachwuchs von der Nahrung ablenke - mit der Folge, dass das Kind wenig isst und somit nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. „Für solche Fälle bietet sich ein Kompromiss an", so Rausch. Dann dürfen die Kleinen trinken – aber nur ein Glas. Das Getränk sollten die Kleinen verteilt über die ganze Mahlzeit zu sich nehmen.

Als Getränk gibt es nur eine Wahl: Wasser. „Um das Essen auch wirklich zu schmecken", begründet Wechsler diese Wahl. Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um stilles oder sprudelndes Wasser oder um Leitungswasser handele. „Optimal ist es, wenn das Wasser lauwarm ist“, so Wechsler. Denn lauwarmes Wasser mit einer Temperatur von etwa 36 Grad rege den Stoffwechsel und damit die Verdauung an, erklärt der Fachmann. Limonaden, Cola oder Fruchtsäfte sind dagegen Kalorienbomben und nicht zu empfehlen. Wer einem Glas Wasser beim Essen aber nichts abgewinnen könne, für den sei womöglich ungesüßter Früchtetee eine Alternative, schlägt Ernährungsberaterin Rita Rausch noch vor.

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