Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Zöliakie möglich?

Hallo,

meine Tochter wird am 7.5. 14 Monate und wiegt nur 8kg bei ca. 72 cm. Sie lag bis zur U4 auf der 50. Perzentile, dann knickte sie mit 6 Monaten (da wurde sie noch voll gestillt und bekam lediglich etwas Möhren oder Kürbis aus dem Glas) auf die 25. Pz. bei der U6 mit 12 Monaten wog sie 7,7 kg. Habe gezielt zugefüttert und abgestillt zwischen 7 und 10 Monaten.
Sie liegt nun knapp über der 3. Pz. Eigentlich ist sie kein schlechter Esser, war jetzt nie so ein "spachtelnder Wonneproppen", Füttern braucht etwas Zeit und Ruhe und beim Selber essen ist es typisch Kleinkind mal viel mal nur Picken. Also nicht wirklich auffällig, ich denke auch, dass ich sie so weit ausgewogen ernähre, Milchflaschen hat sie keine, Joghurt, Käse und Milchbrei aber täglich. Fleisch wenig, mag sie nicht.
Sie wirkt nicht anämisch, die Schleimhäute sind rosig, sie ist fit (war bisher nur 2x erkältet), läuft, spielt, der Stuhl ist unauffällig (keine Diarrhoe, 1-2x /Tag), der Bauch ist weich. Auch sonst ist sie lebhaft,
Ich selbst bin zierlich, mein Mann nicht, aber beide sind wir nur durchschnittlich groß.
ich hoffe, das war nicht zuviel Inofrmation.
Meinen Sie, dass es Sinn macht nach Anitkörpern gg, die Darmschleimhaut bzw Gluten im Blut zu schauen oder bin ich nur überbesorgt?
Vielen Dank für eine Antwort!!

von Sirim am 27.04.2011, 20:33 Uhr

 
 

Antwort:

Zöliakie möglich?

Hallo!

Der Abfall auf die 3. Perzentile muss nicht unbedingt eine besorgniserregende Ursache haben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass anfänglich recht gut genährte Kinder mit Einführung der Beikost und durch die vermehrte Aktivität im Verlauf zierlicher werden. Häufig sind andere Familienmitglieder dann ebenfalls als Kind klein und leicht gewesen.

Entscheidend ist, ob Ihre Tochter trotzdem ausreichend zunimmt und im Verlauf auch wächst. Dies kann am besten Ihr Kinderarzt vor Ort beurteilen. Das gute Befinden Ihrer Tochter – sie scheint ja auch sehr aktiv und lebhaft zu sein – spricht für mich eher gegen das Vorliegen einer ernsthaften Erkrankung.

Trotzdem kann eine Zöliakie, also eine Unverträglichkeit von Gluten (dem Klebereiweiß verschiedener Getreidesorten), in seltenen Fällen mal Ursache einer Gedeihstörung ohne weitere erkennbare Symptome sein. Insbesondere wenn ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Einführung von Getreide und den Symptomen beobachtet wird, sollte an eine Zöliakie gedacht werden. Durch eine Bestimmung der entsprechenden Antikörper im Blut kann dann leicht festgestellt werden, ob dieser Verdacht wirklich begründet ist.
Es ist eventuell auch sinnvoll, anhand eines Ernährungsprotokolls zu prüfen, ob die Kalorienzufuhr ausreichend ist.

Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 29.04.2011

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