Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

wie erkenne ich eine Milchunverträglichkeit?

Guten Morgen,

Können sie mir sagen wie ich bei einem 6 Monate jungen Baby eine Milchunverträglichkeit erkenne?
Mein Strahlemann bekommt seit drei Wochen Reisflocken mit Vollmilch 3,5%. Seit einigen Tagen ist er nach seinem Abendbrei sehr unruhig und weinerlich. Habe erst gedacht das es evtl. von den Zähnen kommen kann, aber immer nur der Abends und das nach dem Brei?
Sonst war das zu Bett gehen nie ein Thema, aber seit kurzen ist es eine richtige Herausforderung.
Kann ich für den Fall dann einfach einen anderen Brei ohne Milch geben?

Ich danke für Ihre Antwort

Lg
likable

von likable am 20.01.2011, 09:12 Uhr

 
 

Antwort:

wie erkenne ich eine Milchunverträglichkeit?

Guten Tag!

Unruhe und weinerliches Verhalten sind kein spezifisches Symptom einer Nahrungsunverträglichkeit, sondern können im Alter Ihres Kindes viele Ursachen haben. Hierzu gehören z.B. völlig harmlose Verdauungsprobleme aufgrund der Umstellung der Ernährung im Rahmen der Beikosteinführung, Schmerzen beim Durchbruch der ersten Zähne oder aber auch einfach nur die Verarbeitung der vielen Eindrücke des Tages, welche das Kind nun ja schon viel bewusster wahrnimmt als in den ersten Lebenstagen.

Wenn Sie eindeutig einen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und der Zufuhr des mit Vollmilch angerührten Breis sehen, und Ihr Kind bisher keine andere Nahrung auf Kuhmilchbasis bekommen hat (also nur gestillt wurde – Säuglingsnahrung enthält ja ebenso Kuhmilcheiweiß), kann selten auch einmal eine Kuhmilcheiweißunvertäglichkeit ursächlich sein. Dann ist es sinnvoll, den Brei eine Zeitlang mit Muttermilch oder mit einer Hydrolysatnahrung – also einer Milchnahrung, bei welcher die Eiweiße so stark aufgespalten sind, dass der Körper nicht mehr darauf reagiert – anzurühren. Verschwinden die Beschwerden und kommen diese bei erneuter Zufuhr von Kuhmilcheiweiß wieder auf, ist eine Unverträglichkeit wahrscheinlich.

Viele Grüße,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 21.01.2011

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