Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

was genau bedeutet das? histaminintoleranz?

hallo,
meiner tochter (4,5 jahre) wurde blut abgenommen, da sie quasi dauerschnupfen hat, um zu gucken, ob irgendwas ist. gestern rief der arzt an und sprach auf den anrufbeantworter, dass sie eine histaminintoleranz hat. leider sind jetzt feiertage und mir schiessen 1000 fragen in den kopf. was genau ist histarinintoleranz? was darf sie noch essen? was für auswirkungen kann es haben?
ich hoffe ja, dass sie trotz der feiertage lust haben hier ins forum zu schaun und sie mir antworten.
schöne ostern wünsche ich ihnen!
liebe grüße
manuela

von terrorkrümelmutter am 06.04.2012, 07:31 Uhr

 
 

Antwort:

was genau bedeutet das? histaminintoleranz?

Hallo Manuela!

Bei der Histaminintoleranz kann mit der Nahrung aufgenommenes Histamin nicht ausreichend abgebaut werden. Grund dafür ist ein Mangel des histaminabbauenden Enzyms Diaminooxidase. Die Beschwerden können vielfältig sein, ob die Histaminintoleranz im Kindesalter wirklich eine Bedeutung hat, ist noch nicht eindeutig geklärt.

Symptome können z.B. Nesselsucht, Hautrötung, Juckreiz, Atembeschwerden, Schnupfen, Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen u.v.a. sein.
Der Kinderarzt hat sicherlich die erniedrigte Aktivität der Diaminooxidase nachgewiesen. Zumindest versuchsweise macht es Sinn, histaminreiche Nahrungsmittel für eine Weile wegzulassen und zuschauen, ob sich der chronische Schnupfen bessert. Histaminreiche Nahrungsmittel sind solche, die lange gelagert werden, wie z.B. geräucherte und gepökelte Fleisch- und Fischsorten, Käse, Rotwein, Sauerkraut usw. Viel Histamin enthalten z.B. auch Tomaten, Spinat und Pilze. Einige Lebensmittel enthalten selbst nicht viel Histamin, bewirken aber dessen vermehrte Freisetzung, z.B. Kakao, Erdbeeren, Zitrusfrüchte.
Im Internet finden Sie viele Informationen zu den Nahrungsmitteln, die Ihre Tochter eine Weile meiden sollte, gegebenenfalls ist auch eine Ernährungsberatung sinnvoll.

Wenn sich nach einigen Wochen keine Besserung eingestellt hat, können Sie die entsprechenden Nahrungsmittel wieder versuchen. Vielleicht bessert sich der Schnupfen auch jetzt in den wärmeren Jahreszeiten. Auch Allergien, z.B. gegen Hausstaubmilben, sollten ausgeschlossen werden.

Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 08.04.2012

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