Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Vertägt mein Baby die Milch nicht?

Sehr geehrter Dr. Claßen, sehr geehrte Dr. Koch!

Mein kleiner Sohn ist 2 Monate alt und vorher hat er eigentlich einigermaßen gut getrunken, seit ein paar Tagen will er nicht mehr so wirklich und schreit oft. Er kriegt die Milch von Aptamil Pre Ha, kann es sein das sie ihm nicht mehr schmeckt? Bekannte sagten mir das er Glukoseintoleranz haben kann, stimmt das, wie merk ich sowas? Muss dazu sagen, er trinkt so in 3-4 std abständen mal 60ml mal 90ml und manchmal auch nur 30.

Für Ihre Antwort wär ich Ihnen dankbar

LG Olga

von ol4ik am 08.09.2010, 09:41 Uhr

 
 

Antwort:

Vertägt mein Baby die Milch nicht?

Hallo Olga!

Ein plötzlich auftretendes schlechteres Trinkverhalten und vermehrtes Schreien im Alter Ihres Sohnes kann viele Ursachen haben.
Es ist möglich, dass Schmerzen im Bereich der Speiseröhre der Grund seiner Reaktion sind. Ursache hierfür ist häufig ein so genannter gastroösophagealer Reflux, d.h. das vermehrt saurer Mageninhalt aus dem Magen in die Speiseröhre zurückläuft und dadurch eine Entzündung im Bereich der Speiseröhre entsteht. Oft wird dann auch vermehrtes Spucken oder Erbrechen beobachtet. Durch Hochlagern beim Liegen/Schlafen und Andicken der Nahrung (oder Fütterung einer AR – Nahrung) kann hier eine Besserung erreicht werden.
Eine andere Ursache könnte eine Kuhmilcheiweißallergie sein. Um herauszufinden, ob dies der Fall ist, wird über einige Zeit eine so genannte Hydrolysat- oder Aminosäurenahrung gefüttert (HA-Nahrung reicht hier nicht). Wenn die Beschwerden verschwinden und sich unter erneuter Gabe einer normalen Säuglingsnahrung verschlechtern, wäre eine Kuhmilcheiweißallergie bewiesen.

Eine Glucoseintoleranz – also das Auftreten von Beschwerden wie Durchfällen, Bauchschmerzen, Blähungen nach Zufuhr von Glucose ist insgesamt sehr selten (häufiger sind die Unverträglichkeiten von Lactose und Fructose) und spielt im Alter Ihres Sohnes eigentlich keine Rolle.

Es ist sicherlich sinnvoll, wenn Sie Ihren Sohn zunächst bei Ihrem Kinderarzt vorstellen. Eventuell hat dieser auch die Möglichkeit, Ihren Sohn einmal beim Trinken zu beobachten. Eventuell haben Sie auch noch Kontakt zu einer Familienhebamme. Bei den relativ kleinen Nahrungsmengen muss auch auf die Gewichtsentwicklung geachtet werden. Ihr Kinderarzt kann dann nach Untersuchung Ihres Sohnes sicherlich entscheiden, ob eine Nahrungsumstellung erforderlich ist oder nicht.

Viele Grüße,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 08.09.2010

Antwort:

Vertägt mein Baby die Milch nicht?

Hallo Frau Dr, Koch,

ich habe meinen Kinderarzt auf die Milcheiweißallergie angesprochen und er sagte das es bei der nächsten U untersuchung gemacht wird, doch die ist erst am 7 Oktober, falls mein Sohn doch diese Allergie hat, as passiert wenn wir so lange warten?

LG Olga

von ol4ik am 09.09.2010

Antwort:

Vertägt mein Baby die Milch nicht?

Guten Abend!

Wie schon gestern geschrieben, ist eine Kuhmilcheiweißallergie nur eine von mehreren möglichen Ursachen der Beschwerden Ihres Kindes. Viel wichtiger ist doch, aktuell zu klären, ob Ihr Sohn trotz der geringeren Trinkmengen noch ausreichend gedeiht. Wenn dies nicht der Fall ist, muss natürlich vorher eine Abklärung erfolgen, ansonsten hat man natürlich etwas mehr Zeit.

Viele Grüße,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 09.09.2010

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