Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

Antwort:

spez IgE - Nahrungsmittel Eiklar / Milcheiweiß / Inwieweit Aussagekräftig

Hallo!

Zum einen spricht eine so minimale Erhöhung des Gesamt-IgE nicht gleich für das Vorliegen einer Allergie, zum anderen lässt sich eine Nahrungsmittelallergie sowieso nur durch die Besserung unter einer entsprechenden Diät und Verschlechterung bei erneuter Provokation mit dem verdächtigen Nahrungsmittel sicher beweisen. Selbst ein eindeutig auffälliger Laborbefund (den es ja bei Ihrer Tochter gar nicht gibt) hätte nicht automatisch für eine Allergie gesprochen, sondern nur gezeigt, dass eine Sensibilisierung erfolgt ist.

Bitte stillen Sie unbedingt weiter, wenn Sie selbst dies möchten. Besteht der Verdacht, dass die Neurodermitis Ihre Tochter durch ein Nahrungsmittel verschlechtert wird (was unter Ernährung mit Muttermilch sehr selten mal vorkommen kann), ist es sinnvoller, dass Sie sich für 2-3 Wochen z.B. kuhmilcheiweißfrei ernähren und schauen, ob sich die Haut dann bessert.
Bedenken Sie auch, dass sich nur bei einem Drittel der Kinder mit Neurodermitis wirklich eine Nahrungsmittelallergie als Auslöser findet – die Wahrscheinlichkeit, dass Sie völlig umsonst abstillen, ist also viel größer als die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Haut wirklich bessert.

Entscheidende Therapie ist eine konsequente Hautpflege. Leidet Ihre Tochter sehr stark unter der Neurodermitis, ist es vielleicht sinnvoll, sie bei einem Kinderallergologen oder einem erfahrenen Hautarzt vorzustellen.


Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 12.06.2012

 
 
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