Dr. med. Martin Claßen

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Martin Claßen

   

 

Nochmal wegen der Milchallergie

Hallo und danke für die Antworten gestern.
Ich bräuchte bitte noch weitere Infos. Ich war heute mit meiner Tochter beim KA, der meinte, dass die Schilderungen nicht auf eine Unverträglichkeit hindeuten. Sie hat in Nacken und so am Hals unter den Ohren kleine rötliche Pickelchen bekommen, der KA meinte, würde aber nicht von der neuen Milch kommen. Laut seiner Aussage soll ich ihr einfach weiter die normale Milch geben, dann spuckt sie eben, Sojamilch eher nicht (ich dachte, die Humana SL wäre so verändert, dass man sie geben könnte, wurde mir in der Apotheke empfohlen). Sie wäre ja nicht untergewichtig (6 Monate alt, 68 cm groß, vor zwei Wochen 7430 gr. heute 200 gr weniger) und hätte sich normal entwickelt. Stimmt ja auch, gebe ich ihm recht, aber wir kämpfen um jeden Tropfen Milch, den sie trinkt und um jeden Löffel. Ich fühle mich da sehr hilflos, ich weiß, dass ihr das Spucken immer sehr unangenehm war. Sie hat mir der AR-Nahrung aber auch nicht mehr täglich erbrochen. Ich möchte sie aber auch nicht falsch ernähren, wie z.B. mit der Humana SL, ich weiß aber auch keine Alternative dazu. Wir kommen aus der Nähe von Otterndorf bei Cuxhaven. Wissen Sie in der Nähe vielleicht einen guten Ansprechpartner, an den wir uns wenden können? Vielleicht ja auch eine Ernährungsberatung? Oder wo kann ich mir solche Adressen holen? Oder lohnt es sich, bei Ihnen in der Klinik mal vorbeizukommen. Könnte uns dort geholfen werden?
Vielen Dank für Ihre Zeit und Mühe!

von Kermitine am 02.03.2010, 20:31 Uhr

 
 

Antwort:

Nochmal wegen der Milchallergie

Noch eine kurze Info, ich bekomme sie auch keine Obstsorte ran. Kann es da einen Zusammenhang geben? Wasser, Tee oder Saft nimmt sie auch nicht, Milchtrinkmenge lang heute bei
Morgens: freiwillig 80 ml + erkämpfte 40 ml
Mittags: dreiviertel Gemüsegläschen
Nachmittags: 90 ml
Abends: (nach dem KA-Besuch Aptamil Comfort probiert, da sie noch im Haus war) 20 ml danach musste sie heftig aufstoßen dann ein halber milchfreier Brei.
Sie ist nicht am Vertrocknen, aber ich mache mir Gedanken, dass sie auf Dauer zu wenig Flüssigkeit bekommt, denn dieser Tag ist keine Ausnahme.

von Kermitine am 02.03.2010

Antwort:

Nochmal wegen der Milchallergie

Guten Abend!

Nun wird es kompliziert:
Wenn man mehrere Ärzte fragt, bekommt man verschiedene Meinungen zu hören. Ihr Kinderarzt hat zweifellos eine bessere Ausgangsbasis, weil er Ihre Tochter und den Verlauf kennt.

Meine Aussage, dass auch ein Rückfluß von Mageninhalt in die Speiseröhre (zeigt sich als Spucken) durch eine Milchallergie bedingt sein kann, ist wissenschaftlich unzweifelhaft. Dazu gibt es viele Untersuchungen und entsprechende eigene Erfahrungen.

Nicht jedes Kind, das spuckt oder erbricht, ist untergewichtig oder umgekehrt: ein normales Gewicht schließt eine allergiebedingte Störung nicht aus. Störungen im Bereich der Speiseröhre können durchaus auch die Aufnahme anderer Nahrungsmittel beeinflussen.

Nun gewinne ich den Eindruck, dass meine Mail-Beratung Sie mehr in Unsicherheit versetzt als in Ihrer Kompetenz bestärkt. Ich fürchte, dass ich aus der Distanz des Forums dieses Dilemma nicht auflösen kann.

Sie müßten mit Ihrem Kinderarzt Ihre Sorgen noch einmal besprechen. Wenn er einverstanden ist, sehen wir uns Ihre Tochter auch gerne in unserer Klinik an und beraten dann etwas fundierter.

Es tut mir leid, dass ich nicht konkreter raten kann.

Alles Gute!

M. Claßen

von Dr. Martin Claßen am 02.03.2010

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