Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Nahrungsfrage

Bei meinem Sohn hat der Arzt den Verdacht auf Kuhmilchallergie bestätigt und zu einer HA-Nahrung geraten. Aber ist das nicht auch Kuhmilch? Meine Heilpraktikerin hat geraten ganz auf Kuhmilch zu verzichten und besser Reismilch zu geben. Wär das denn eine Lösung? Irgendwie macht mich das alles ziemlich konfus...

Grüße von Seidel

von Seidel am 16.03.2012, 11:01 Uhr

 
 

Antwort:

Nahrungsfrage

Hallo Frau Seidel!

Die Diagnose Kuhmilcheiweißallergie ist gesichert, wenn sich Beschwerden unter einer über mindestens 2 Wochen durchgeführten kuhmilcheiweißfreien Diät deutlich bessern und bei erneuter Provokation wieder eine Verschlechterung auftritt. Da diese Diagnostik bei Ihrem Kind bisher nicht erfolgt ist, kann die Diagnose einer Kuhmilcheiweißallergie also noch gar nicht gestellt werden.

Sie haben völlig recht, die Fütterung von HA-Nahrung macht bei V.a. Kuhmilcheiweißallergie keinen Sinn, da hier die Eiweiße nur sehr wenig aufgespalten sind. HA-Milch verwendet man zur Allergieprophylaxe bei Neugeborenen und kleinen Säuglingen bis maximal zum 6. Lebensmonat, die aus irgendwelchen Gründen nicht gestillt werden können. Reismilch kann bei älteren Kindern verwendet werden, im 1. Lebensjahr sollte allerdings eine Hydrolysat- oder Aminosäurenahrung gefüttert werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Eventuell ist es sinnvoll, Ihr Kind noch einmal bei einem Spezialisten, z.B. einem Kinderallergologen oder einem Kindergastroenterologen vorzustellen.

Viele Grüße,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 18.03.2012

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