Dr. med. Martin Claßen

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Martin Claßen

   

 

Milcheiweißunverträglichkeit

Ich hatte bereits vor einiger Zeit hier geschrieben, weil ich schon lange den Verdacht einer Kuheiweißunverträglichkeit hege. Leider hat unser KiA sies immer abgetan, mit der Begründung das sei so selten.
Unser Sohn ist nun 6 Monate und ist schon immer ein Schreikind, hat massive Schlafprobleme und lässt sich oft auch nicht durch tragen beruhigen.

Inzwischen bin ich mir aber sicher, dass er auf Milchprodukte reagiert. Auch wenn ich sie verzehrt habe (übers stillen), da hat er sogar sehr große Probleme. Auch wenn ich ihm seinen Abendbrei mit Hipp pre oder versuchsweise Ziegenmilch angerührt habe, endete das wieder in starken Koliken und extremen Schreien (besonders nachts). Die Zunahme ist schon immer gut, jedoch meide ich auch schon sehr lange Milchprodukte

Er hat seit Geburt an massive Schlafprobleme, was ich nun auch darauf zurückführe.

Nun habe ich das Problem, dass kein KiA hier in der Nähe sich wirklich dafür verantwortlich fühlt. (Kennen Sie jemand in Würzburg/Scheinfurt)) Nun haben wir einen Termin im Mai bei einem KiA, (erfolg aber nicht absehbar)aber was tue ich so lange?

Ich meide für mich strikt Milchprodukte, aber was gebe ich ihm als Abendbrei? Sollte ich den Sinlac Brei probieren oder mit Humana Sl anrühren? Oder könnte ihm das Schaden? Mit Muttermilch klappt der Abemdbrei leider nicht.

von nereida am 27.02.2012, 16:49 Uhr

 
 

Antwort:

Milcheiweißunverträglichkeit

Guten Abend!

Wenn unter kompletter Meidung von Milchprotein (Kuh oder Ziege ist eigentlich egal) die Symptome verschwinden, bei Gabe wieder da sind, spricht das für eine Kuhmilchallergie, die durchaus über die Muttermilch "übertragen" werden kann, wenn Sie als stillende Mutter solche Produkte zu sich nehmen. Milchallergien sind sicher nicht so selten, wie Ihr KiA meint.

Insofern macht eine milchfreie Ernährung von Mutter und Kind Sinn, ggf nach Beratung durch eine Diätassistentin oder Öcotrophologin.

Für die Breimahlzeit gibt es verschiedene Lösungen; Sinlac ist eine davon; wenn es nur ein Brei ist, kann dieser auch mit Sojamilch angerührt werden - große Mengen von Sojamilch würde ich eher vermeiden.

Auch die Verwendung von Reismilch kommt in Frage.

Adressen von Kindergastroenterologen in Ihrer Nähe finden Sie über www.gpge.de.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

M. Claßen

von Dr. Martin Claßen am 27.02.2012

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