Dr. med. Martin Claßen

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Martin Claßen

   

 

Milchallergie?

Hallo,
meine Tochter wird jetzt sechs Monate alt. Sie hat von Anfang an stark gespuckt, sodass wir sie dann mit Aptamil AR ernährt haben. Am Anfang hat sie dann nur noch kleine normale Mengen erbrochen, aber in der letzten Zeit dann wieder z.T. schwallweise, auch ihren Milchbrei. Und sie hat nach dem Essen immer eine Mischung zwischen Aufstoßen und Würgen gehabt. Als mit drei Wochen die Probleme sehr massiv waren habe ich den KA darauf angesprochen, ob sie vielleicht eine Lactoseintolleranz o.ä. hat, er meinte, dass wäre Schwachsinn, dann hätte sie auch Durchfall. Nun habe ich letzte Woche mit Humana SL begonnen und sie erbricht nicht mehr. Außerdem können wir nun auch auf Lefax verzichten. Ich denke also, dass es doch an der Milch liegt. Ist es wichtig zu wissen, ob es an der Lactose oder am Milcheiweiß liegt? Wie geht es jetzt für sie weiter? Ich habe auch gelesen, dass sich sowas verwachsen kann. Worauf müssen wir achten, und wann könnte man testen, ob sie Milch vielleicht doch wieder verträgt? Gibt es einen Nachteil von der milchfreien Nahrung? Wo kann ich mir jetzt am besten Informationen holen? Danke für die Hilfe.

von Kermitine am 01.03.2010, 13:11 Uhr

 
 

Antwort:

Milchallergie?

Guten Abend!

Zu Ihren Fragen kurz folgende Informationen:

1. Spucken und Erbrechen kann durch eine Milchallergie bedingt sein, nicht durch eine Lactoseintoleranz!

2. Von einer reinen Sojamilchernährung wird wegen des Gehaltes an Phytoöstrogenen im ersten Lebensjahr derzeit abgeraten (siehe Packungsinformation).

3. Ich würde eine formelle Bestätigung der Allergie fordern, zum Beispiel durch eine kontrollierte Belastung unter klinischer Kontrolle (zum Beispiel in einer Tagesklinik), ggf auch Allergieteste.

4. Wenn die Allergie sich bestätigt, keine Kuhmilchprodukte bis Ende des ersten Lebensjahres, dann kann das Problem schon verschwunden sein.

Ich denke also, dass Sie die Ursache des Problems schon gut eingegrenzt haben, die Diagnose sollte ärztlich bestätigt werden.

Sprechen Sie doch noch einmal mit Ihrem Kinderarzt oder holen sich Hilfe in einer spezialisierten Kinderklinik in Ihrer Nähe.

Alles Gute!

M. Claßen

von Dr. Martin Claßen am 01.03.2010

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