Dr. med. Martin Claßen

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Martin Claßen

   

 

Kuhmilchunverträglichkeit

Lieber Herr Dr. Claßen,

unsere Tochter ist 15 Monate alt. Bereits mit 3 Monaten hatte sie juckende Ekzeme (auch offen) im Gesicht und am Körper. Bis zum 6. Monat habe ich voll gestillt. Seit dem 8. Lebensmonat haben wir die Haut gut im Griff. Bisher hatten wir es auch vermieden, ihr Kuhmilch zu geben. Mittlerweile ißt sie Käse (wir konnten bisher keine Reaktion beobachten). Den Abendbrei rühren wir mit HA PRE-Nahrung an. Auch das verträgt sie gut. Zusätzlich wird sie morgens und abends gestillt. Nun haben wir vor kurzer Zeit probiert ihr Kuhmilch zu geben, da ich gern abstillen möchte. Sie hat darauf sofort reagiert, indem sie um den Mund herum rote Flecken bekam mit kleinen weißen Stellen (Erhebungen). Nach ca. 15-20 Minuten hatte sich das aber normalisiert.
Nun sind wir etwas ratlos, da wir nicht wissen, wie wir ihren Milchbedarf decken können. Ist die HA PRE-Nahrung eine gute Alternative, die alle notwendigen Nährstoffe enthält? Wieviel bräuchte unsere Tochter pro Tag? Wir haben auf die HA Folgemilch bisher verzichtet, da diese Maltodextrin enthält und wir nicht möchten, dass sie sich an den süßen Geschmack gewöhnt. Ist diese "Angst" vielleicht unbegründet?

Vielen Dank und viele Grüße

Tina Heimer

von rictin am 03.03.2010, 12:25 Uhr

 
 

Antwort:

Kuhmilchunverträglichkeit

Sehr geehrte Frau Heimer!

Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, weiter eine HA-Pre Nahrung zu geben, wenn sie gut gedeiht.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob eine Kuhmilchallergie vorliegt, da ja auf Käse keine Reaktionen erfolgen. Ich würde mit anderen kuhmilchhaltigen Nahrungsmitteln wie Joghurt einen erneuten Versuch machen.

Es kann allerdings sein, dass die Reaktion nur auf eine bestimmte, zum Beispiel eine hitzeinstabile Proteinkomponente der Kuhmilch erfolgt. Letzlich muss das noch einmal probiert werden, evtl unter ärztlicher Aufsicht und vielleicht macht in diesem Fall auch die Bestimmung der Kuhmilchantikörper Sinn. Vielleicht besprechen Sie das mit dem Kinderarzt/Kinderärztin.

Es gibt keine absolut definierte Milchmenge für diese Altersgruppe; in der Regel werden zwei Flaschen oder eine Flasche und ein Milchbrei gegeben. Aber die Muttermilch zählt ja noch mit!

Die Süßkraft von Maltodextrin ist übrigens nicht so groß!

Viel Erfolg!

M. Claßen

von Dr. Martin Claßen am 03.03.2010

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