Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Kuhmilchunverträglichkeit?

Hallo, meine Tochter ist 11 Wochen alt und ich möchte aufgrund von Heuschnupf Medikamenten die ich bis Herbst nehmen muss, abstillen.
Nun ist es so, das meine Tochter von Geburt an immer schon heftige Blähungen und Bauchbeschwerden hatte. Vor 3 Wochen wollte ich dann mit dem abstillen beginnen und habe eine HA-Pre-Nahrung genommen. Die mochte sie nicht und da meine hebamme gemeint hatte, das das HA sowieso umstritten in seiner Wirkung wäre, solle ich normale Pre Milch nehmen. Nach 20-40ml allerdings hat sie aufgehört zu trinken, weil sie starke Bauchschmerzen bekommen hatte. Es hat im Bauch während dem trinken richtig gerumpelt. Danach hat sie nur geschrien und sich gewunden vor schmerzen. Nun kam mir der Gedanke einer Kuhmilchunverträglichkeit. Nun war ich heute beim Kinderarzt, der mich völlig durcheinander gebracht hat in all seinen Aussagen. Es gäbe keine Tests um das Nachzuweisen, man müsse eben bei Säuglingsmilchnahrungen testen. Er hat geschwankt zwischen einer Soja Nahrung von Humana oder Aptamil oder einer normalen 1er Nahrung weil die weniger Lactose enthalten (es könnte auch die Lactose sein meinte er, wäre aber unwahrscheinlich) würde, oder einer nahrung aus der Apotheke. Nun möchte ich nicht zig Nahrungen kaufen müssen und rumtesten, da es auch ordentlich ins Geld geht. Haben Sie noch einen Tip? Kann man wirklich nicht testen? Sie wächst und gedeiht gut. Ihre Blähungen riechen sehr stark was den Arzt auch auf die Kuhmilchunverträglichkeit vermuten lies. Wie gesagt ich bin etwas durcheinander von all den nahrungen und weiß nun nicht ganz was ich machen soll.


gruß marlen

von dima2309 am 20.03.2012, 15:11 Uhr

 
 

Antwort:

Nachtrag

zu erwähnen wäre noch, ich weiß nicht ob es wichtig ist, das meine Tochter seit wir von der Geburtsklinik daheim waren, 7,5 wochen lang einen wunden offenen po hatte. obwohl ich nichts saures oder anderes gegessen habe, wie in der klinik auch.


gruß

von dima2309 am 20.03.2012

Antwort:

Kuhmilchunverträglichkeit?

Hallo Marlen!

Die Lactose ist sicherlich nicht schuld an den Beschwerden Ihres Kindes, denn Muttermilch wurde ja vertragen und diese enthält deutlich mehr Lactose als Kuhmilch und Säuglingsnahrungen.

Wenn in der Familie Allergien bestehen, kann durch Fütterung einer HA-Nahrung in den ersten 6 Lebensmonaten das Risiko für das Auftreten von Allergien gesenkt werden – hierfür gibt es Daten. Der beste Schutz vor Allergien ist allerdings Stillen.

Besteht der Verdacht auf eine Kuhmilcheiweißallergie, sollte über mindestens 14 Tage eine kuhmilcheiweißfreie Ernährung erfolgen. Im Säuglingsalter sollte dann eine Hydrolysat- oder Aminosäurenahrung gefüttert werden – also die Nahrung aus der Apotheke. Wenn die Diagnose Kuhmilcheiweißallergie bestätigt wird, werden die Kosten für diese Nahrung von der Krankenkasse übernommen. Sojanahrung sollte im ersten Lebensjahr aufgrund der hormonellen Wirkung der enthaltenen Phytoöstrogene überhaupt nicht gefüttert werden. Die Fütterung der anderen erwähnten Nahrungen macht keinen Sinn, da sie ja Kuhmilcheiweiß enthalten.

Ob wirklich eine Kuhmilcheiweißallergie vorliegt, kann ich so nicht beurteilen. Allerdings ist das Trinken aus der Flasche neu für Ihr Kind, was das Weinen beim Trinken erklären könnte. Auch schlucken viele Kinder beim Trinken aus der Flasche vermehrt Luft. Blähungen sind im Alter Ihrer Tochter nichts Ungewöhnliches und aufgrund des Geruches (der ja meistens nicht so gut ist) kann man keine Kuhmilcheiweißallergie diagnostizieren.

Viele Grüße,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 20.03.2012

Antwort:

Frage

Hallo, vielen dank für die ausführliche Antwort!!
Das bedeutet also, entweder ich stille weiter und verzichte selber auf alle Milchprodukte oder ich gebe diese Nahrung aus der Apotheke. Habe ich doch richtig verstanden oder?
Ich hatte jetzt 2 Tage auf Milchprodukte verzichtet, wobei ich erwähnen muss das ich nicht viel zu mir nehme. Es beschränkt sich eher auf eine Tasse Kaba am morgen und abends 500g Naturjoghurt mit Müsli. Mehr eig. nicht. Jedenfalls, war es 2 Tage wirklich etwas besser mit den Blähungen und dem beinchen anziehen etc. Gestern habe ich wieder zumindest mein Müsli gegessen und nun liegt sie im Bett und drückt wie wild. Würde das FÜR eine Unverträglichkeit sprechen? Mein Kinderarzt hat gemeint das die Nahrungen aus der Apothke nicht so berauschend schmecken würden, daher habe ich starke Zweifel ob meine Tochter die auch nehmen würde. Das Problem hatte ich ja bei der HA Nahrung. Und so viel rumprobieren möchte ich ihr auch ersparen. Dann gibt es also keine Tests oder? Verliert sich sowas irgendwann wieder? Was würden Sie mir raten? Weiter stillen bis Beikoststart in 6 Wochen wenn sie über 4 Monate alt ist und dann zusätzlich diese Apothekermilch oder gleich diese Milch? Ich weiß im Moment wirklich nicht was tun :-( Oder gar nicht diese Milch und es mit Beikoststart nochmal mit der HA Nahrung probieren? Ich muss mal doof fragen, aber was wäre passiert wenn ich nicht zum Kinderarzt gegangen wäre, und ich selber würde weiterhin Milchprodukte essen oder weiter versuchen abzustillen. Würde sich alles verschlimmern oder verliert sich das irgendwann? Sorry, für die vielen vielen Fragen.

Viele Grüße und vorab schonmal danke!

Marlén

von dima2309 am 21.03.2012

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