Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Kuhmilcheiweißintoleranz- verbackene Milch essen oder nicht?

Sehr geehrte Damen und Herren

Bei meiner 12 Monate alten Tochter wurde, nachdem auch ich mich zwei Wochen lang Milchfrei ernährt habe (meine Tochte will noch sehr viel gestillt werden), die Diagnose Kuhmilcheiweißintoleranz gesichert. Es ging ihr deutlich besser, was sich vor allem darin äußerte, dass sie wieder ihr gelassenes Wesen an den Tag legte, wieder viel besser schlief, wieder anfing gerne zu essen und kein Durchfall (weder mit noch ohne Blut) mehr auftrat. Nun hat sie aber wieder seit ein paar Tagen Durchfall, mag kaum was essen und ist wieder unruhiger.
Mir stellt sich nun die Frage, ob sie und/ oder ich vielleicht was Falsches erwischt haben oder ob ich vielleicht doch auch Kuchen u.ä., der Milch enthält weglassen soll. Mein Kinderarzt meinte, wenn etwas mit Milch lange gebacken sei, also z.B. Kuchen, würde das Casein gespalten. Dauer und Temperatur konnte er mir aber nicht nennen, das sein unklar. Zu diesem Thema habe ich bisher überhaupt nichts im Internet gefunden. Können Sie mir mehr dazu sagen?
Außerdem habe ich seit der Kuhmilchkarenz abgenommen. Steht mir eine Ernährungsberatung zu?

Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort!
Freundliche Grüße

von emina1 am 02.08.2011, 21:35 Uhr

 
 

Antwort:

Kuhmilcheiweißintoleranz- verbackene Milch essen oder nicht?

Guten Abend!

Bei einer nachgewiesenen Kuhmilcheiweißallergie sollte auf sämtliche Nahrungsmittel, welche unter Verwendung von Kuhmilcheiweiß hergestellt werden, verzichtet werden, somit auch auf Backwaren. Gerade weil es keine genauen Angaben gibt und Kuhmilcheiweißallergiker schon auf geringste Spuren von Kuhmilcheiweiß reagieren können, ist dies sinnvoll.

Da eine kuhmilcheiweißfreie Ernährung sehr aufwendig und im Alltag oft nur schwierig umzusetzen ist, ist eine unterstützende Ernährungsberatung sinnvoll. Gerade im Säuglingsalter kann es durch eine solche Diät insbesondere zu einer mangelhaften Versorgung mit Kalzium kommen. Ihre Gewichtsabnahme zeigt ebenfalls, dass zumindest Ihre Kalorienzufuhr nicht ausreichend ist. Wenn Sie sich direkt an Ihre Krankenkasse wenden, kann man Ihnen sicher qualifizierte Ernährungsberater/innen in Ihrer Nähe nennen. Die Kosten für eine solche Beratung werden von der Krankenkasse übernommen.

Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 03.08.2011

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