Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Klein weil er etwas nicht verträgt?

Hallo!
Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre und 3 Monate alt. Er ist 83 cm groß und wiegt 10,1 Kg. Er ist ein sehr aufgewecktes Kind mit einer normalen körperlichen und geistigen Entwicklung. Zwischen seinem ersten und zweiten Geburtstag sprach man bei ihm von einer Gedeihstörung. Er wurde während eines stationären Aufenthaltes komplett auf den Kopf gestellt - es wurde nichts gefunden - bis auf das Calprotektin in seinem Stuhl. Wir ließen über mehrere Monate Stuhlproben untersuchen und manchmal wurde das Calprotektin nachgewiesen und dann wieder mal nicht. Nach Anraten des Arztes werden diese Tests nicht mehr gemacht, damit wir uns nicht noch mehr verrückt machen. Besonders weil dieser Wert in dem Alter wohl keine Aussagekraft hat (Meinung zweier unabhängiger Gastroenterologen). Nach mehreren Monaten ist dann einem Arzt aufgefallen, dass in sämtlichen Blutproben die mein Sohn bisher in seinem Leben hatte, der Leber - und Entzündungswert leicht erhöht waren. Doch dieses wurde nicht weiter verfolgt. Es ist natürlich im ersten Moment sehr beruhigend zu erfahren, dass das Kind gesund ist und einfach nur von Natur aus ein kleines, zierliches Wesen ist. Dazu muss ich sagen, dass ich nur 1,57 m groß bin und auch immer überall die Kleinste war. Ich bin auch die Kleinste in unserer ganzen Familie. Selbst meine Großmutter ist größer. Mein Mann ist 1,98 m. Ich könnte die Größe meines Sohnes einfach so hinnehmen, wenn da nicht einige Auffälligkeiten wären. Im Alter von 20 Monaten habe ich die Milch auf Sojamilch umgestellt. Seit dem hat mein Sohn zwei Kilo zugenommen und ist jetzt aus dem roten in den grünen BMI Bereich gestiegen. Ich habe die Sojamilch genommen, weil ich selber keine Milch vertrage (eine Lactoseintoleranz besteht nicht, jedoch habe ich nach dem Verzehr von normaler Milch Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall) und ich mir dachte dass das vielleicht bei ihm auch so ist. Und tatsächlich möchte er jetzt doppelt soviel Milch wie vorher und auch sonst hat sich sein Appetit um ein vielfaches verbessert. Er geht seit August in die Kita und laut der Erzieherin ist es unglaublich dass er solche Mengen essen kann. Er isst mehr als die Kinder die einen Kopf größer sind als er. Nachts trinkt er zusätzlich noch 300ml Milch. Desweiteren hat er überwiegend (und das schon seit seinem 5 Lebensmonat) sehr breiigen dunkel orangenen Stuhl der sehr säuerlich riecht (kommt bei mir auch sehr oft vor). Stuhlgang hat er für gewöhnlich einmal am Tag. Hat er jedoch was fettiges gegessen, hat er sofort so eine Art von Durchfall (auch dieses ist bei mir auch so). Weiterhin fällt mir auf, dass er sehr oft Augenringe hat. Nicht ganz lila, eher rot. Das sehe ich bei anderen Kindern nicht. Er schläft auch für sein Alter eher viel. Ich habe Angst, dass bei Ihm etwas nicht entdeckt wurde und er zwar ein normales Leben führen kann (wenn er jetzt wirklich nur nach mir kommt) er jedoch immer der Kleinste bleibt. Im Moment sprechen die Ärzte von eine Endgröße von 1,69 m. Möchte nur das Beste für ihn, und herausfinden ob er tatsächlich kerngesund ist. Es tut mir im Herzen weh, wenn ich ihn aus der Kita abhole und sehe, dass Mädchen die 8 Monate jünger sind, ihn schon um mehrere Zentimeter überragen. Langsam merkt er auch, dass er der Kleinste ist und benimmt sich auch so weil die anderen ja nur die Großen sind. Es ist echt schwer...

von Simona2011 am 04.02.2014, 20:35 Uhr

 
 

Antwort:

Klein weil er etwas nicht verträgt?

Guten Abend!

Wie hoch waren denn die Calprotektinwerte? Die Normwerte für das Calprotektin sind im Kleinkindalter höher als bei größeren Kindern und Erwachsenen, allerdings ist es trotzdem auch in diesem Alter ein guter Parameter zur Diagnostik. Auch erhöhte Leberwerte und Entzündungswerte sollten – wenn nicht gerade ein Infekt besteht – abgeklärt werden. Eine Kuhmilcheiweißallergie kann theoretisch solche Beschwerden verursachen, aber auch andere Erkrankungen wie eine Zöliakie, eventuell eine Mukoviszidose oder andere entzündliche Darmerkrankungen sollten ausgeschlossen werden. Dies ist in der Regel mit einfachen Untersuchungen rasch möglich. Sprechen Sie doch einfach noch einmal mit Ihrem Kinderarzt.

Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 05.02.2014

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