Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Kann es sein, dass er so auf den Zusatz von Milch/Rahm so reagiert hat?

Hallo,
mein Sohn, 6 Monate, spuckt recht viel und hat in der letzten Zeit Hautausschlag/Egzeme (nur im Gesicht, hinter den Ohren und an Handgelenken). Beides hat nach seiner Herz-OP angefangen, seit dem nimmt er Medikamente, die angeblich sowas als Nebenwirkung verursachen können (Lasix und Spironolacton). Nun wurde die Dosis aber verringert, und der Hautausschlag hat sich sogar verschlimmert. Hinter den Ohren bilden sich richtig dicke Schuppen und die Haut platzt auch, nachdem mein Sohn auf der Seite schläft, im Gesicht ist die Haut stellenweise trocken, schuppig und gerötet, juckt auch besonders im Augenbereich, wo sich der Kleine kratzt.
Mein Sohn wird gestillt und kriegt seit fast 2 Monaten Bisschen Brei (Gemüse- und Obst-Gläschen). Der Ausschlag hat sich merklich verschlimmert (z.B. Augenbereich und Handgelenke dazugekommen), nachdem ich ihm Hipp Rahmspinat mit Kartoffeln gegeben habe. Kartoffeln hat er vorher in Kombination mit anderem Gemüse gekriegt. Kann es sein, dass er so auf den Zusatz von Milch/Rahm so reagiert hat? Ich trinke selber Milch, und mein Sohn hat auch ab und zu HA Milch bekommen - Hautausschlag hatte er davon aber nie gehabt. Oder ist es möglich, dass es ihm einfach plötzlich zu viel von Kuhmilcheiweiß geworden ist? Oder ist es die Kartoffel?
Um das festzustellen, wollte ich erstmal Kartoffeln und Milch in seiner Diät weglassen und schauen, ob sich das bessert. Wie lange muss ich warten? Und wenn es nichts bringt, was kommt noch in Frage? Sollte ich selbst auch versuchen, Kuhmilcheiweiß wegzulassen? Oder darf ich dann eher den Ausschlag auf die Medikamente schieben?
Vielen Dank im Voraus!

von martucha am 04.12.2013, 16:57 Uhr

 
 

Antwort:

Kann es sein, dass er so auf den Zusatz von Milch/Rahm so reagiert hat?

Guten Abend!

Nur bei ca. 30% der Säuglinge mit atopischem Ekzem findet sich eine Nahrungsmittelallergie als Auslöser. Ob dies bei Ihrem Kind der Fall ist, wird sich letztendlich nur klären lassen, indem ca. 10-14 Tage streng auf Kuhmilcheiweiß verzichtet wird. Bessert sich die Haut deutlich und tritt eine erneute Verschlechterung auf, wenn Sie erneut Kuhmilcheiweiß füttern, ist eine Kuhmilcheiweißallergie wahrscheinlich. Bitte sprechen Sie vor einer eventuellen Diät mit Ihrem Kinderarzt, dieser wird sicherlich zuvor die entsprechenden Antikörper im Blut bestimmen.

Viele Grüße,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 06.12.2013

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