Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Hit in der Schwangerschaft

Hallo,
ich habe mal gelesen eine Histamin-Intoleranz würde in der Schwangerschaft zurück gehen. Jetzt bin ich schwanger :-) zwar noch relativ frisch, erst im 2. Monat... aber dennoch leide ich an "meinen" verfluchten Hit-Symptomen. Dabei halte ich Diät, abgesehen von kleinen Sünden. Ich hab verstopfte Nase, Juckreiz im Hals, Ohren etc.
Kann es sein, dass die Hit noch abzieht? Kann das Histamin über die Schleimhäute Auswirkungen auf das Kind haben? Kann ich für mein Kind eine "Immunisierung" durchführen, um es vorbeugend zu schützen? Herzlichen Dank für Ihren Rat!
Liebe Grüße

von Andrea1212 am 16.08.2010, 14:47 Uhr

 
 

Antwort:

Hit in der Schwangerschaft

Guten Abend!

Bei der Histaminintoleranz besteht ein Mangel des histaminabbauenden Enzyms Diaminooxidase.
In der Schwangerschaft produziert die Plazenta (der Mutterkuchen) große Mengen dieses Enzyms, so dass sich die Symptome der Histaminintoleranz wirklich bessern können. Am Anfang der Schwangerschaft wird der Embryo noch vom Dottersack versorgt, die Plazenta übernimmt ihre Funktion erst etwas später – erst dann ist sicherlich auch die Besserung der HIT zu erwarten.
Persönliche Erfahrungen, wann dies genau sein wird, habe ich hier nicht, da ich ja als Kinderärztin keine schwangeren Patientinnen betreue. Im Kindesalter wird die Diagnose einer HIT zwar auch gelegentlich gestellt, die wissenschaftliche Bedeutung der HIT im Kindesalter ist jedoch noch weitestgehend ungeklärt.

Genauere Untersuchungen, welche Auswirkungen eine erniedrigte Diaminooxidaseaktivität in der Schwangerschaft hat, gibt es noch nicht. Da die erhöhte Enzymproduktion der Plazenta vermutlich eine Schutzfunktion vor einer erhöhten Histaminzufuhr darstellt, ist es sicherlich zur Zeit empfehlenswert, auf die „kleinen Sünden“ zu verzichten und die histaminarme Diät einzuhalten.

Da die Ursache der Erkrankung oben genannter Enzymmangel ist und nicht ein immunologisches Geschehen, können Sie hier vorbeugend leider nichts tun.

Alles Gute für Sie und Ihr Kind,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 16.08.2010

Die letzten 10 Beiträge
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.