Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Histaminintoleranz

Ich habe eine Tochter, welche 13 Monate alt ist. Ich stille sie noch, allerdings nur noch abends und nachts. Da ich selbst eine Histaminintoleranz habe (Feststellung durch Blutuntersuchung), wollte ich fragen, ob ich meiner Tochter irgendwie durch die Muttermilch geschadet haben kann? Enthält Muttermilch auch Histamine? Bei mir sind die Symptome Blähungen nach dem Essen von histaminhaltigen Lebensmitteln und ganz viele Pickel im Kinnbereich. Meine Kleine leidet auch unter starken Blähungen und neuerdings hat sie auch gerötete Stellen am Kinn. Diese werden nach dem Essen schlimmer. Ich habe festgestellt, dass sie auf Tomaten reagiert. Kann es denn sein, dass sie diese Histamintoleranz durch mich, durch die Muttermilch bekommen hat? Ist denn Heilung der Histaminintoleranz möglich? Viele Grüße aus Köln

von brocken am 08.03.2011, 10:11 Uhr

 
 

Antwort:

Histaminintoleranz

Hallo!

Die Ursache der Histaminintoleranz ist ein Mangel des Enzyms Diaminooxidase (DAO), der dazu führt, dass über die Nahrung aufgenommenes Histamin nicht ausreichend gespalten werden kann und deshalb gerade histaminreiche Nahrungsmittel Beschwerden verursachen. Die einzige mögliche Therapie ist der Verzicht auf histaminreiche Nahrungsmittel.

Über eine mögliche „Schädigung“ durch die Muttermilch brauchen Sie sich keine Sorgen machen, da entweder der Enzymmangel besteht oder nicht. Allerdings ist die Bedeutung der Histaminintoleranz im Kindesalter ist noch nicht geklärt. Beschwerden wie Blähungen und kleinere Ausschläge können viele Ursachen haben und es sicherlich sinnvoll, zunächst nach den häufigeren Ursachen zu suchen.

Viele Grüße,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 09.03.2011

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