Dr. med. Martin Claßen

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Martin Claßen

   

Antwort:

Ekzem Nahrungsmittel

Guten Abend!

Die Durchführung eines Allergietestes ist sicherlich sinnvoll, da Sie ja auf viele Nahrungsmittel verzichten, was sicher eine große Einschränkung im Alltag bedeutet. Eine weitere – und manchmal vielleicht effektivere – Möglichkeit wäre, damit fortzufahren, womit Sie bereits schon begonnen haben: Schritt für Schritt wieder ein Nahrungsmittel nach dem anderen verabreichen und sehen, was passiert.
Bei den geschilderten Symptomen kann es sich sicherlich um eine Neurodermitis handeln, hierfür könnte die Besserung nach Nahrungsumstellung sprechen. Allerdings hat ihre Tochter in diesem Winter viele Infekte gehabt und gerade Symptome wie eine Nesselsucht treten häufig im Rahmen von Infekten auf. Dass in den kalten Wintermonaten dieses Jahres eine Häufung der Infekte zu beobachten war, würde mich zunächst nicht beunruhigen, insbesondere dann nicht, wenn es Ihrer Tochter jetzt wieder sehr gut geht.
Ein Allergietest kann einfach durchgeführt werden, z.B. durch eine Blutuntersuchung auf bestimmte Allergene oder durch sogenannte Prick- oder Patchteste, welche an der Haut erfolgen. Hier wird man nach den im Alter ihrer Tochter am häufigsten vorkommenden Auslösern für Allergien suchen, dies sind z.B. Kuhmilch, Hühnerei, Weizen.
Auf Kuhmilch haben Sie ja bisher scheinbar nicht vollständig verzichtet und die Haut ist trotzdem gut, so dass Käse und Joghurt (und die Schokohasen) keine Probleme machen sollten. Auch auf Lactose müssten Sie meiner Meinung nach nicht verzichten – eine Lactoseunverträglichkeit macht Bauchschmerzen und Durchfall, aber keine Hautreaktionen und keine Infekte.
Gegen Birkenpollen und Gräser spricht, dass jetzt in der Pollensaison die Symptome verschwunden sind, zumal diese hier meistens die Atemwege oder den HNO-Bereich betreffen. Bei Schimmel als Auslöser müssten die Beschwerden ja auch andauern, falls Sie nicht aktiv etwas zur Beseitigung getan haben.
Und ja, einige Impfstoffe enthalten z.B. Hühnereiweiß, welches eine allergische Reaktion auslösen kann.
Bitte besprechen Sie all Ihre Beobachtungen noch einmal mit Ihrem Kinderarzt, er kann Ihnen sicher weiterhelfen bei der Entscheidung, ob weitere Diagnostik notwendig ist.

Alles Gute,
M. Claßen

von Dr. Martin Claßen am 05.05.2010

 
 
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