Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Beikost und Unverträglichkeiten - worauf muss man achten

Hallo,

unsere Tochter (7 Monate), 6 Monate voll gestillt, bekommt seit 1 Monat Mittagsbrei und seit gestern nun auch Abendbrei. Mittags bekommt sie Gemüse-Kartoffel-Fleisch und Wasser dazu angeboten - das ist sie auch echt gut, z.B. bis zu 150 g. Natürlich kommt es auf das Gemüse an - manches isst sie lieber als anderes (so wie wir Großen auch). Wasser trinkt sie einige Schlückchen aus einem Trinklerntasse (schräge Tasse). Abends habe ich ihr einen Getreidebrei (Reisbrei mit etwas Apfelmus) gemacht, hier hat sie erstmal 5 Löffel gegessen - fand ich für's erste Mal gut. Ist das alles so in Ordnung? Soll der Getreidebrei abends Milch enthalten (z.B. abgepumpte Muttermilch)? Und darf die Muttermilch aufgekocht werden? Da ich selbst Allergiker bin, möchte ich das Risiko für Unverträglichkeiten bei Ihr so gering wie möglich halten. Unsere Hebamme riet uns zum Abendbrei 1 Löffel Mandelmus zuzugeben, wenn wir ihn nur mit Wasser (also ohne Milch) anrühren? Ist das okay oder wegen den Spuren von Nüssen eher nicht empfehlenswert? Und ab wann darf man Kuhmilch geben? Wie sieht es z.B. mit Rahmspinat aus (da ist leider immer etwas Sahne drin)? Ab wann darf man das geben?
Vielen lieben Dank für Ihren Rat.

LG Schneemaus

von schneemaus77 am 02.05.2011, 16:05 Uhr

 
 

Antwort:

Beikost und Unverträglichkeiten - worauf muss man achten

Hallo Schneemaus!

Neue Studien haben gezeigt, dass durch die verzögerte Einführung von bestimmten Nahrungsmitteln (wie z.B. Kuhmilch, Weizen, Hühnerei, Fisch usw.) mit der Beikost das Allergierisiko nicht – wie bis vor kurzem vermutet – gesenkt wird. Im Gegenteil, ein früher Beikostbeginn im 5.-7. Lebensmonat scheint dagegen dazu zu führen, dass deutlich seltener Allergien auftreten.

Schön, dass der Mittagsbrei Ihrer Tochter so gut schmeckt. Der Abendbrei sollte sogar mit Milch zubereitet werden, dafür dürfen Sie sogar eine kleine Menge (ca. 200 ml) pasteurisierte Kuhmilch mit einem Fettgehalt von 3,5% Fett verwenden. Zum Trinken sollte Ihre Tochter jedoch weiterhin Muttermilch oder eine Säuglingsnahrung bekommen.
Sie können Schritt für Schritt ein neues Nahrungsmittel nach dem anderen einführen, also auch Spinat und fein püriertes Mandelmus. Der Abendbrei kann auch mit Weizengries zubereitet werden, das Fleisch im Mittagsbrei sollte regelmäßig auch mal durch Fisch wie z.B. Lachs ersetzt werden.
Es gibt trotz oder gerade wegen des erhöhten Allergierisikos Ihrer Tochter keinen Grund, auf irgendwelche Nahrungsmittel längerfristig zu verzichten.

Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 03.05.2011

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