Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Bedeutet das Ekzem das mein Kind eine Kuhmilchunverträglichkeit hat?

Hallo,
unser Sohn ist 7 Monate alt. Er wurde 5,5, Monate voll gestillt. Einführung des Gemüsebreis ging ohne Probleme. Vor 2 Wochen habe ich ihm dann einen Milchbrei (Reisflocken mit Pre-Nahrung angerührt + Apfel) am Abend gegeben. Alle Stellem im Gesicht, an die Brei geraten ist, sind knallrot geworden. Nach ca. 1 Stunde war es wieder weg, doch dann hat sich wenige Tage später ein Ekzem im Gesicht ausgebildet.

Ich habe ihm jetzt keinen Milchbrei mehr gegeben, sondern zunächst den Obst Getreidebrei eingeführt. Das Ekzem wird langsam besser. Habe ihn der Hautärztin vorgestellt, die nur meinte: mit Fettcreme behandeln. Sie war der Auffassung, das käme nicht vom Milchbrei - sonst hätte er es am ganzen Körper? Ich kann das nicht so recht glauben und bin unsicher, wie ich weiter vorgehen soll? Soll ich ihn nochmal dem Kinderarzt vorstellen?
Und ist die beschriebene Symptomatik Ihrer Ansicht nach ein Hinweis auf eine Kuhmilchunverträglichkeit? Und wenn ja, was gebe ich ihm denn dann am besten abends?

Viele Grüße

von yvi_f am 14.03.2013, 10:34 Uhr

 
 

Antwort:

Bedeutet das Ekzem das mein Kind eine Kuhmilchunverträglichkeit hat?

Guten Abend!

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat Ihr Sohn bisher nur ein einziges Mal Kuhmilcheiweiß bekommen. Das reicht nicht aus, um zu beurteilen, ob wirklich ein Zusammenhang zwischen Ekzem und der Aufnahme von Kuhmilcheiweiß besteht. Hautekzeme sind gerade in der kalten Jahreszeit sehr häufig und sind viel seltener Folge einer Nahrungsmittelallergie als allgemein vermutet wird. Nur bei ca. 30% der Säuglinge mit Neurodermitis kommt es durch Kuhmilcheiweiß oder ein anderes Nahrungsmittel zu einer Verschlechterung des Hautbefundes.

Die Empfehlung der Hautärztin – eine konsequente Hautpflege – ist auf jeden Fall richtig und wichtiger als jede Auslassdiät. Probieren Sie den Brei mit Kuhmilcheiweiß bald noch einmal – nur so wird sich klären lassen, ob eine Kuhmilcheiweißallergie besteht oder nicht.

Im Falle einer Kuhmilcheiweißallergie kann der Abendbrei mit Muttermilch oder mit einer Spezialnahrung angerührt werden.

Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 15.03.2013

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