Dr. med. Ivonne Koch

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Dr. med. Ivonne Koch

   

 

Auf Kuhmilch-Unverträglichkeit testen lassen? (6 Monate alt, gestillt)

Mein Kind ist 6 Monate alt und wurde 5 Monate lang voll gestillt (abgesehn von 2 x 10 ml Pre-Milch an seinem ersten Lebenstag im Krankenhaus). Jetzt isst er etwas Brei, aber er hat von mir noch nie etwas mit Kuhmilcheiweiss bekommen (abgesehen vo der PRE-Milch im KH). Jetzt hab ich von den Symtomen einer Nahrungsmittelallergie gelesen und mir fällt auf, dass viele auf meinen Sohn zutreffen - über die Monate hinweg mehr oder weniger stabil. Er war schon immer unruhig, hat in den ersten 2 Monaten viel geweint, weint heute noch mehr als alle anderen Babys die wir treffen, hat schon immer viel gespuckt (mehrmals am Tag - wir müssen viel vom Boden aufwischen...), hatte schon immer viele Stuhl-Windeln am Tag (noch nie ein Tag ohne Stuhl), hat seit er 8 Wochen alt ist Ekzeme. Andererseits habe ich als Mutter auch Neurodermitis, und er hat immer überdurchschnittlich gut an Gewicht zugenommen.
Meinen Sie, es ist sinnvoll ihn auf eine Kuhmilch-Unverträglichkeit testen zu lassen? Oder sollte ich eine Weile auf Milchprodukte verzichten?

von Nimmersatttt am 04.12.2013, 12:32 Uhr

 
 

Antwort:

Auf Kuhmilch-Unverträglichkeit testen lassen? (6 Monate alt, gestillt)

Guten Abend!

Sowohl das vermehrte Spucken als auch der häufige Stuhlgang sind bei gutem Gedeihen sicher kein Hinweis auf eine Erkrankung. Auch Unruhe ist gerade in den ersten Lebensmonaten ein häufiges Symptom, nicht umsonst gibt es den Begriff der „Dreimonatskoliken“. Auch ein atopisches Ekzem ist im Säuglinsgalter nur bei ca. 30% der betroffenen Kinder Folge einer Nahrungsmittelallergie.
Bitte besprechen Sie die Problematik mit Ihrem Kinderarzt. Je nachdem, wie schwer das Ekzem ist, ist es eventuell sinnvoll, an eine Kuhmilcheiweißallergie zu denken. In diesem Fall sollten die entsprechenden Antikörper im Blut bestimmt werden. Außerdem sollten Sie sich über 10-14 Tage streng kuhmilcheiweißfrei ernähren. Bessert sich die haut und tritt unter erneuter Belastung mit Kuhmilcheiweiß wieder eine Verschlechterung auf, ist das Vorliegen einer Kuhmilcheiweißallergie wahrscheinlich.

Alles Gute,
Ivonne Koch

von Dr. Ivonne Koch am 06.12.2013

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