Mehrsprachig aufwachsen

Mehrsprachig aufwachsen

Fotogalerie

Redaktion

 
Ansicht der Antworten wählen:

Geschrieben von ***Dine*** am 03.06.2006, 20:37 Uhr

nebenbei Englisch lernen

Huhuu zusammen!

Ich möchte nur mal kurz etwas Süßes meines Neffens schildern:
Der kleine Mann ist 2Jahre alt und spricht wie ein kleiner Papagei - er liebt es einfach zu sprechen!!!

Er ist sehr oft bei uns, bei uns zu Hause wird nur Englisch gesprochen, wenn keine anderen deutsprachigen Erwachsenen anwesend sind.

Nun gut... Auf jeden Fall spreche ich mit meinen Kindern Englisch & ihn spreche ich Deutsch an... Hmm was ist das Ende vom Lied?
Immer wenn er bei uns ist, antwortet er "yes" oder "no", "I don´t want that!" , "read a book", "thank you" etc.

Damit möchte ich sagen, daß Kinder so rasend schnell lernen OHNE sie zu trimmen. Nein, sie passen sich einfach an & lernen ganz unbewußt aus Freude und Neugierde.

Auf jeden Fall ist meine Schwester ganz arg stolz auf ihr kleines Kerlchen, daß er bei uns so viel "dazu" lernt ***zwinker***

Sprachen sind ein Segen. Und umso mehr man gut beherrscht umso toller, wie ich finde. Ich möchte auf jeden Fall noch eine weitere Sprache erlernen...

Diese Sprachlernstunden im Kindergarten und oder Privat finde ich super. Da werden die Kleinen von Anfang an heran geführt ohne Druck, verlieren bzw stoßen garnicht auf die Hemmschwelle eine andere Sprache zu sprechen und haben einfach Freude dabei.

Und mal ehrlich, zuviel lernen - das gibts doch garnicht.

GLG;

Dine.

 
2 Antworten:

Re:

Antwort von DK-Ursel am 03.06.2006, 22:42 Uhr

Hej Dine!
Stimmt - zuviel lernen gibt es wohl nicht.
Die Richtung (sprich was lernen) ist dann aber oft schon eine andere Sache.
Wie in Eurem Fall läuft es aber oft ab - Deutsche, die im Ausland als Tagesmütter arbeiten, berichten durchaus, daß "ihre" Kinder Deutsch aufschnappen, wenn sie dies dann zwischendrin mit den eigenen Kindern praktizieren.
Genauso haben natürlich Freunde meiner Töchter, die regelmäßig bei uns im Haus sind, einiges Deutsch aufgeschnappt, obwohl ich in ihrer Gegenwart weitgehend dänisch auch mit meinen Kindern rede.
Kinder sind wie kleine Schwämme, sie saugen alles auf --- weshalb wir ja auch vorsichtig mit dem sein müssen, was wir hineinfließen lassen, lächel.

Ich sehe bei diesem Nebenbeilernen und dem Englichsprechen der deutschen Eltern durchaus einen Unterschied.
Mit einem Umweg erklärt:
Als wir hier eine Schule gründen wollten und uns bei anderen umschauten, wie sie es machten, fragten wir einen Rektor auch, was er davon hielte, Englisch ab der 0.Kl. einzuführen.
Fand er prima - aber auf Kosten von was?
(Dänisch, Sport, Musik, Mathematik oder was?)
Und das ist eben die Standardfrage, wenn wir unsere Kinder etwas Bestimmtes lernen lassen: Irgendwas anderes muß dafür zurückstehen - ein anderes Hobby, Spielzeit, Zeit mit Freunden, Schlafenszeit, Essenszeit --- was auch immer.
Ist es das wert, dann ist es okay.
Ist es das nicht, dann lasse ich es möglichst sein.

Nebenbei wie Euch geht ja nichts "verloren", beim Englischsprechen deutscher Eltern zumindest ein Stück Natürlichkeit, andere befürchteten ja noch mehr.
Ob es das wert ist, entscheidet jeder für sich, denn die Prioritäten sind ja auch individuell.

Wir haben z.B. auch den Muttersprachenunterricht für meine Große wieder aufgegeben, weil der Aufwand im Vergleich zum Nutzen zu groß war.
Andere brauchen und möchten den Muttersprachenunterricht und verzichten dafür gern auf 1 Nachmittag in der Woche - das ist eben auch immer individuelle Ermessungsfrage.

Aber wie gesagt - so nebenher ist es doch prima, wenn ein Kind auch mit anderen Sprachen konfrontiert wird.
Jeder, dessen Kind Freunde einer anderen Sprache hat, wird dies erleben und bestätigen können. ---

ich habe gelesen, Ihr plant, nach USA auszuwandern - ist das schon konkreter oder erstmal nur ein Wunsch?

Einen schönen Abend noch - Ursel, DK

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re:

Antwort von ***Dine*** am 04.06.2006, 7:56 Uhr

Huhuu!

Mein Mann ist Amerikaner.
Und wir wollten eigentlich garnicht hier wohnen ***schäm***
Jedoch ging es familär (mit meiner Familie) nicht. Das wäre der Schock schlechthin gewesen, wenn die Kleinste von jetzt auf gleich in die USA ausgewandert wäre ***zwinker***

Nun haben wir hier ein Häuschen, und wohnen seid 5 Jahren hier (mein Mann ist für mich ausgewandert).
Der Gedanke aber doch in die USA zugehen ist ständig präsent. Wenn wir in die Zukunft blicken, die in D ja immer unsicherer wird, sind wir uns fast sicher, daß wir hier nicht bleiben werden....
Aber feste Plänen in dem Sinne sind noch nicht geschmieded.

Nur noch mal zum Thema.
Mit meinem Posting wollte ich auch nur aufzeigen, wie viel leichter und lockerer ein Kind Etwas erlernen kann....
Und wie Du schon sagtest, kommt es darauf an, auf was die Eltern Wert legen. Und wenn das eine weitere Fremsprache ist, muß etwas Anderes einwenig in den Hintergrund logo.
Ich glaube ich bin mir da mit Dir einer Meinung.

GLG;

Dine.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.