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Geschrieben von DK-Ursel am 15.03.2018, 11:06 Uhr

Heimat

Hej nochmal!

Es ist nie verkehrt, Pläne und Wünsche und Träume zu haben - ob sie sich erfüllen, ist eine andere Sache. Und ob mein sein Glück von dieser Erfüllung abhängig macht, eine gaaanz andere und die einzige,d ie wir vermutlich in der Hand haben.
dein Zitat kenne ich so ähnlich als jüdischen Lebensspruch --- oder als "Ballade von der Unzuänglichkeit menschlichen Planens" von Bertolt Brecht - google mal,sehr treffend.
U.a. heißt es da auch:
"Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht."
und:
"Ja, renn nur nach dem Glück
Doch renne nicht zu sehr
Denn alle rennen nach dem Glück
Das Glück rennt hinterher."

Wue es gehen kann, siehs Du ja an meiner Großen, die ich übrigens wie die allermeisten, die sie auf Schule 0 als Schülerin kannten, auf der Uni als Studentin sahen.
Heute hat sie einen Vollzeitjob und studiert im Fernstudium das, was ich nie geträumt hätte für sie - niemand.
Daher:
"Ja, mach nur einen Plan "...

manchmal denke ich zurück an meine jungen Jahre --- welche Pläne, Träume hatte ich denn?
Daß ich ins Ausland gehe, habe ich mir weder gewünscht vorgestellt.
Das ergab sich einfach so.
Und mit Abenteuer hatte das nie was zu tun, dieses Wort "AbenteuerLust" träfe es wirklich nicht bei mir.
Ich ging zwar recht unerschrocken (in jungen Jahren eben - unbedarft?) an jeden Umzug heran, aber ... mit Freude (an der Veränderung, an Aufbruch oder Neuanfang) daran hatte das auch nichts zu tun.
Also, ich war wirklich keine Kandidatin für die Auswanderer-(Schein)-Dokus, die anscheinend auch immer noch (gut) im TV laufen.
Und ich glaube,das gilt so für die meisten hier...

Daß junge Leute heute her wegziehen, weiter wegziehen, hat ja auch mit der gboalen Entwicklung zu tun.
Früher reichte Dtld., dann Europa, jetzt ist es die ganze Welt --- das gilt für Urlaub ebenso wie Umzüge.
Entfernungen sind überbrückbar und nicht für die Ewigkeit geworden.
wer vor 100 J. auswanderte, war weg für seine alte Heimat - Post war ewig unterwegs und selbst Telefone selten.

Heute kannst Du Dich jederzeit überall in Deiner Muttersprache hinskypen und -tippen (s. mich hier ) --- der Verlust der Heimat ist also deutlich geringer - au f diese Art.
Udn Entfernung eben kürzer, kleiner.

Daher sehe ich einen Umzug junger Leute sowieso nicht als Zeichen dafür, daß sie Wanderstiefel anhaben oder ihrer Heimat entfliehen wollen:
Die Stimmung ist eben anders als noch vor 100 oder 40/50 Jahren.

Vielleicht, aber das habe ich noch nicht zu Ende gedacht, ändert sich dadurch auch die Definition von Heimat und die Gefühle dafür, wo sie nun wirklich ist.
Auf jeden Fall bin ich bei denen, die Deine gewagte Theorie eingangs nicht teilen --- Es leben bestimmt viele im Ausland, die auch einfach nur seßhaft sein und eine heimat haben möchten, die nicht von Abenteuerlust getrieben zu neuen Ufern strebten,sondern die es einfach dorthin verschlagen hat, wo sie gelandet hat --- ohne Plan, ohne Wunsch, ohne Träume.
Und genauso glaube ich nicht, daß die vielen reisenden, egal wie, die größeren Abenteurer sind, oder gar die verhinderten.
Das ist, wie Kacenka wohl schrieb, eher eine Typenfrage als eine Frage der Realisation.


Gruß Ursel, DK

 
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