Mehrsprachig aufwachsen

Mehrsprachig aufwachsen

Fotogalerie

Redaktion

 

Geschrieben von HHK am 11.08.2003, 12:33 Uhr

an alle

Wenn Ihr es bereits vor der Geburt des Kindes so vereinbart habt, dann verstehe ich nicht, warum Du Dich jetzt nicht daran halten willst, zumal Dein Mann Dir versichert, dass er die Tochter nicht ohne Dich irgendwo mitnehmen will. Wenn es Dir zu unsicher ist, Dokumente zu unterschreiben, die Du nicht verstehst (wäre mir auch) und Du nicht mal der Übersetzung einer Konsularbeamtin glaubst (verstehe ich weniger), dann kannst Du doch das Dokument von einem beglaubigten Dolmetscher Deiner Wahl übersetzen lassen und erst dann unterschreiben.

Unser Kind hat drei Staatsangehörigkeiten und zwar meine beiden und die meines Mannes. So gesehen könnte jeder von uns den Kleinen „entführen“, weil er in allen unseren Pässen eingetragen ist (das geht übrigens nicht, wenn die zweite Partei keine Einwilligung über diese Eintragung unterschreibt). Wenn das Kind nur den eigenen Pass besitzt und nicht in den Pässen der Eltern eingetragen ist, kann ein Elternteil eine Auslandsreise mit dem Kind nur dann unternehmen, wenn er eine unterschriebene Einwilligung des anderen Elternteils hat (leider nur theoretisch, es wird in allerwenigsten Fällen danach gefragt). Um Euch gegenseitig zu beruhigen könnt Ihr auf die Eintragungen in Euren Pässen verzichten und den Kinderpass irgendwo so deponieren (z.B bei einer Bank), dass ihn der eine es ohne den anderen nicht holen kann.

Für mich wäre es ein Vertauensbruch, wenn ich oder mein Mann die Beantragung der anderen Staatsangehörigkeit verweigert hätten. Ich denke, dass wenn man gemeinsam die Zukunft plant und ein gemeinsames Kind hat, soll man sich gegenseitig insoweit vertrauen, dass man dem anderen ohne plausible Hinweise keine Kinderentführungsabsichten unterstellt.

Für das Kind kann eine doppelte Staatsangehörigkeit u.U. Vorteile bedeuten – in meinem Herkunftsland ist es z.B. so, dass die Ausländer keinen Grund besitzen dürfen – ohne die Staatsangehörigkeit wäre mein Sohn also nicht voll erbberechtigt.

Gruss, Hanna

 
Unten die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Beiträge im Forum Mehrsprachig aufwachsen
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.