Dr. med. Wolfgang Paulus

Wiederkehrende Harnwegsinfekte

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Eine Vielzahl von Berichten über die Anwendung von Nitrofurantoin in der Schwangerschaft ergibt keinen Anhalt für eine Fruchtschädigung (Heinonen et al 1977; Hailey et al 1983; Lenke et al 1983).

Bei Glucose-6-phosphatdehydrogenase-Mangel kann Hämolyse eintreten (Powell et al 1963). Daher wird von einer Anwendung in den letzten Tagen vor Geburt abgeraten (Berkowitz et al 1986; Philpot et al 1995).

Gegen eine Medikation mit Nitrofurantoin bestehen in der Schwangerschaft prinzipiell keine schwerwiegenden Bedenken.

Um Harnwegsinfekten vorzubeugen, ist grundsätzlich eine reichliche Flüssigkeitsaufnahme zur Durchspülung der Harnwege ratsam.

Fosfomycin wäre ein Harnwegsantibiotikum, das in allen Phasen der Schwangerschaft verabreicht werden darf.

Vor Verabreichung eines Antibiotikums wäre es prinzipiell sinnvoll, den verantwortlichen Keim auf Resistenzen gegen Antibiotika zu testen.

In der Schwangerschaft wären auch Antibiotika aus der Gruppe der Penicilline und Cephalosporine vertretbar.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 09.02.2015

 
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