Dr. med. Wolfgang Paulus

influenza

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Ist bei Ihrem Sohn eine Influenza nachgewiesen durch entsprechende Laboruntersuchungen nachgewiesen worden?

Als Vorbeugung wird übrigens in Deutschland allen Schwangeren jenseits des ersten Trimenons eine Grippeschutzimpfung empfohlen. Wenn das bei Ihnen versäumt wurde, kann man allenfalls Tamiflu gegen die Vermehrung der Viren im Organismus empfehlen, das die Beschwerden etwas verkürzen soll.

Ansonsten kann man gegen Virusinfekte i. A. nur Medikamente zur Linderung der Beschwerden anbieten.

Unproblematisch wäre dabei die Anwendung von Gurgellösungen mit desinfizierenden Substanzen wie Hexetidin (z. B. Hexoral), Dequaliniumchlorid (z. B. Gurgellösung-ratiopharm), Cetylpyridiniumchlorid (z. B. Dobendan), da die Substanzen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht in relevantem Umfang aufgenommen werden.

Ein erhöhtes Risiko für die kindliche Entwicklung aufgrund einer therapeutischen Anwendung von abschwellenden Nasensprays (z. B. mit Xylometazolin) in der Schwangerschaft wurde beim Menschen nicht beschrieben. Der Wirkstoff könnte bei hoher Konzentration im Blut zur Gefäßverengung und verminderten Durchblutung von Gebärmutter und Mutterkuchen führen, was bei nasaler Verabreichung in therapeutischer Dosis nicht zu befürchten ist. Daher sollte man nicht mehr als 3 x täglich 1 Hub des Erwachsensprays pro Nasenöffnung anwenden.

Genügen Inhalationsbehandlung (auch mit Zusatz ätherischer Substanzen) und reichliche Flüssigkeitsaufnahme bei Bronchitis nicht zur Schleimlösung, dürfen auch in der Schwangerschaft Schleimlöser wie Ambroxol verabreicht werden.

Aus der verbreiteten Anwendung von Thymian als Arznei- und Lebensmittel haben sich bisher keine Anhaltspunkte für Risiken in Schwangerschaft und Stillzeit ergeben.
Eine Anwendung von Thymian-Extrakt wäre daher in üblichen Dosierungen in der Schwangerschaft vertretbar.

Bei starkem Hustenreiz wäre in Ihrem Schwangerschaftsstadium auch die Anwendung von Hustenblockern mit dem Wirkstoff Dextromethorphan akzeptabel.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 23.02.2015

 
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