Dr. med. Wolfgang Paulus

Döderlein Med und Wirksamkeitsstudien

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Zusätzliche Angaben:

Letzte Regel:05.05.2010
Entbindungstermin:12.02.2011
Medikamente:zuvor Candibene
Zeitraum / Dosis:13. bis 19.9 2010
Belastungen:Wiederkehrende vaginale Infektionen

Frage:

Lieber Dr. Paulus

Was halten Sie vom präventiven Eindsatz von Döderlein Med und ähnlichen Produkten, um Pilz- und bakterielle Infektionen vorzubeugen? Gibt es eigentlich Studien, die die präventive Wirkung von Döderlein med oder ähnlichen Produkten aufzeigen?

Ich habe die Meinung gehört, dass von außen zugeführte Milchsäurebakterien die körpereigene Produktion drosseln kann und daher die Kapseln wenig sinnvoll sind (außer nach Antibiotika-Einsatz). Oder kurz gefragt: Behindern Döderlein med Kapsel möglicherweise die körpereigene Milchsäureproduktion?
Stimmt das?
Ich habe das Gefühl, sie helfen mir nicht wirklich.
Danke für Ihre Antwort.
Edith (20.ssw).

von edina am 24.09.2010, 09:33 Uhr

 

Antwort auf:

Döderlein Med und Wirksamkeitsstudien

Als Döderlein-Bakterien bezeichnet man jene Milchsäurebakterien, die normalerweise die Scheide der Frau im gebärfähigen Alter besiedeln.
Die Bakterien bestehen aus einer heterogenen Gruppe grampositiver Stäbchen, die Milchsäure produzieren. Sie ernähren sich vom Scheidensekret, bleiben dabei aber völlig harmlos. Durch die Besetzung des Lebensraums werden die Geschlechtsorgane vor anderen Keimen geschützt. Außerdem entsteht durch die Milchsäure ein saures Milieu.
Große Studien konnten positive Effekte zur Vermeidung von Frühgeburten bei Gabe von Präparaten mit Milchsäure-Bakterien nachweisen. Eine Schwächung des eigenen Immunsystems ist durch diese Anwendung keinesfalls zu erwarten.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 28.09.2010

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