*
HiPP Kindermilch Combiotik getestet
Ernährungsberaterin Birgit Neumann

Kochen für Babys und Kinder

Ernährungsberaterin Birgit Neumann

   

Antwort:

wie stark behindern Milchprodukte die Eisenaufnahme?

Hallo Sandra
Milch/Milchprodukte (Casein und Calcium), Ballaststoffe (ausser Cellulose), Schwarz-, Grüntee u. Kaffee (Tannin), andere Polyphenole (z.b. Hirsekörner), Phytin (frisches Vollkorn, Soja, etc), Phosvitin (Eigelb), Phosphat, Oxalsäure (Oxalate bspw Spinat, Rhabarber aber auch in Kakao) Calciumsalze, .., all dies behindert die optimale Resorption von Eisen. Das bedeutet aber nicht, dass diese Kombinationen überhaupt nicht im Speiseplan vorkommen dürfen/sollten. Es wäre nur insoweit ratsam diese Kombinationen besonders bei einer medikamentösen Eisengabe zu meiden, um die Resorptionsrate nicht unnötig negativ zu beeinflussen. Und bei Babys und Kindern darauf zu achten, dass diese Kombinationen nicht zu häufig gegeben werden. Die Resorptionsrate richtet sich auch immer nach dem individuellen Bedarf und dem Speicherstatus. Eine negative Bilanz ist bei einer ausgewogenen, normalen Mischkost normalerweise nicht zu erwarten. Bei einer normalen Mischkost (mit Fleisch) erhält der Körper normalerweise ausreichend gut resorbierbares Eisen. Die gleichzeitige Aufnahme der sog. Gegenspieler wirkt sich normalerweise bei Gesunden auch eher nicht stark negativ aus. Vitamin C kann die Aufnahme von nicht Häm-Eisen enorm verbessern.Häm-Eisen ist tierischen und nicht Nicht-Hämeisen ist pflanzlichen Ursprungs.
Bei einer vegetarischen Kostform, zumal bei Kindern, kann die besondere Zusammensetzung der Zutaten die Resorptionsrate sehr günstig beeinflussen.
Ein Glas frischer O-Saft bspw wäre vor einer eisenreichen pflanzlichen Mahlzeit eher günstig, wohingegen ein Glas Cola oder Schwarztee (bspw in Eistee) eher ungünstig in Bezug auf die Eisenresorption sei.
Der allgemeine Rat lautet darum: öfter mal milchfreie Mahlzeiten einplanen, eine bewusste Kombination der Lebensmittel beachten, ausreichend eisenhaltige Zutaten in den Wochenspeiseplan integrieren, Mangelernährung vorbeugen, Nahrungsvielfalt bieten.
Bspw: Kinder unter 3 (wegen erhöhtem Bedarf) sollten darum bspw nicht täglich gekochte Hirsekörner verzehren, Gemüsemahlzeiten auch mal ohne Milch und Ei verzehren, nicht zu viel Vollkornprodukte (Phytin, Ballaststoffe) verzehren, öfter frisches Obst/Gemüse (Vit C) konsumieren, am besten frisch gekochte Produkte anbieten (Vit C ist besser erhalten - Lagerung und Wiedererwärmen zerstören Vit C)
Bei gesunden Kindern (mit regelrechter Resorption im MD-Trakt) wäre somit (besonders bei Mischkost) normalerweise kein Mangel zu befürchten.
Bei einer vegetarischen Kostform wäre es günstig: Vit C bspw in Früchten als Saft mit eisenreichen Mahlzeiten kombinieren, auch mal milch-und eifreie Mahlzeiten einplanen, ggf zusätzlich Pflanzendrinks (nicht Soja) mit Getreide (speziell Haferfocken) kombinieren, ...), wenig Kakao, Wasser als Getränk, usw.

Kräuter -und Früchtetees können bei genauerer Betrachtung die Resorptionsrate nachteilig beeinflussen, wenn bspw aufgrund der Zuaten Polyphenole, Oxalate, Phytinsäuren (bspw Kräuter, Früchte, etc) enthalten sind und der Konsum vom Tee sehr häufig und in größeren Mengen geschieht.

Also dann
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 06.02.2019

 
Unten die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Fragen an Birgit Neumann
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.