Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Verdauungspprobleme

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo,

Mein Sohn ist 7 Monate, bekommt derzeit nur den Mittagsbrei und wird sonst noch gestillt.

Leider hat er Verdauungsprobleme. Vor 4 Tagen war es so schlimm, dass ich ihm ein carum carvi Zöpfchen gegeben hab, das hat erleichtert und auch die Windel voll gemacht. Das kann ja aber auch nicht die Lösung sein oder?

Seitdem kamen wieder nur kleine harte Kugeln raus, er pupst viel und allgemein merkt man ihm an, dass es ihn immer wieder zwickt.
Ich bade ihn regelmäßig, massiere ihm den Bauch mit kümmelöl, fahre Fahrrad mit seinen Beinen und lege ihm warme Kissen auf den Bauch. Das bringt nur leider alles nichts.

Ich habe auch schon 1,5 Wochen mit dem Brei pausiert. Rein durch die Muttermilch hat er kaum mehr Stuhlgang, da er sie wohl gut verwertet, hat dann aber auch keine Beschwerden. Mit dem Brei wieder angefangen, hat er aber wieder Probleme. Es ist auch egal, welchen Brei ich gebe, ob Kürbis, pastinake und auch ob Kartoffel oder süßkartoffel.
Er isst auch immer nur etwa 120-140g und den Brei mache ich mit birnensaft und Rapsöl.

Haben Sie einen Ratschlag für mich, was ich noch versuchen kann oder was nun am besten zu tun ist?

Liebe Grüße

von Bananna.st am 04.11.2019, 22:14 Uhr

 

Antwort auf:

Verdauungspprobleme

Hallo Bananna.st
im Rahmen meiner Arbeit hier im Forum Kochen für Kinder kann und darf ich dir bei dieser Frage leider nicht weiterhelfen.
Ganz allgemein, kann ich dir evtl ein paar Tipps geben, welche ganz allgemein für die erste Beikostzeit bei gesunden Babys gelten:
Dein Baby ist noch relativ jung. War dein Baby deutlich beikotsreif, als du mit der Breiikost beginnen hast?
Ist dein Baby jetzt 100% beikostreif?
Verdauungsirritationen können ein Zeichen von einem noch nicht ganz ausgereiften Darm sein.**
Möglicherweise braucht sein Verdauungstrakt eine gute Gewöhnung an neue Speisen.
Da du auch stillst, könntest du weiterhin nach Bedarf stillen und dein Baby mittels BLW an Beikost gewöhnen.
Als Stillmama kannst du die Beikost sehr gelassen gestalten. Beikost kannst du wörtlich nehmen und zusätzlich zum Stillen mit deinem Baby spielerisch und frei das Abenteuer Beikost gestalten. Dies hilft sehr gut gegen Verdauungsirritationen.
Wie wäre es, wenn du statt dein Baby zu füttern künftig neue Wege gehst und deinen Sohn selbsständig essen lässt? BLW wäre ggf für euch gut geeignet, was meinst du?
Das sog. BLW bietet die Möglichkeit Beikost stressfrei zu integrieren.
Kannst du dir das vorstellen, die Beikost ohne Löffel?
Gerne gebe ich dir mehr Infos.
siehe vorab evtl einmal hier:
https://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/Was-Baby-in-die-Hand-geben_47113.htm
https://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/Beikoststart_47820.htm
Wende dich wegen der Verdauungsproblematik sonst ggf einmal an deinen KiA oder deine Nachsorgehebamme.
Also dann
Grrüße
Birgit Neumann




** der Darm kann aus verschiedenen Gründen Beschwerden machen, was Bauchweh zur Folge haben kann. Durch die Beikost wird der Darm auf verschiedene Weisen beansprucht, bspw mechanisch, biochemisch aber auch physikalisch etc. Um Beikost zu verdauen, braucht der Darm bestimmte Bakterientypenund das ih ihm wohnende Mikrobiom muss sich entspechend anpassen. Das geschieht mit auch mit dem Essen der Beikost. Darum wird zu kleinen anfänglichen Essmengen geraten, damit sich der Darmtrakt an die neuen Speisen gewöhnen kann. Das braucht Zeit.

von Birgit Neumann am 06.11.2019

Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.