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HiPP Kindermilch Combiotik getestet
Ernährungsberaterin Birgit Neumann

Kochen für Babys und Kinder

Ernährungsberaterin Birgit Neumann

   

Antwort:

Essen 13 Monate

Hallo Pipilotta33
Banane und Kiwi jeden Tag? Eigentlich kein Problem. Variiere oder ergänze aber schrittweise die Obstauswahl ruhig ein klein wenig. Füge dem bekannten Obst ruhig auch etwas anderes bei, damit deine Tochter die Chance erhält neue Lebensmittel kennenzulernen. Je öfter sie etwas sieht und wieder erkennt, desto besser, desto eher wächst die Chance heran dass sie probieren wird und das neue Obst auf seine gustatorischen Eigenschaften prüfen wird, um es im Idealfall zu mögen. Taste dich langsam heran und erweitere das Angebot in kleinen Schritten. Iss mit deiner Tochter zusammen. Welche Obstsorte magst du besonders gerne? Kann deine Tochter mitessen? Bereite die Obstsorte so für deine Tochter vor, dass sie diese bequem und gefahrenfrei kauen und schlucken kann. Einen Apfel bspw kannst du fein reiben, eine Heidelbeere platt drücken. Eine Orange oder Mandarine kannst du auspressen und den Saft sowie die übriggebliebenen Pressreste im Sieb (ohne Kerne natürlich) mit dem Löffel füttern. Beginne mit einer kleiner Menge auf dem Teelöffel und warte ihre Reaktion ab, bevor du mehr gibst.
Statt einem Obstgläschen könntest du selbst Obstmus herstellen. Reibe einen Apfel fein, koche Apfelstücke und püriere sie. Oder bereite einen Bratapfel/Kochapfel zu. Iss mit deiner Tochter zusammen.
Das Gleiche gilt auch für Nudeln. Nudeln sind perfektes Kinderessen. Damit deine Tochter jedoch lernen kann, dass es auch mehr gibt als das, solltest du "mehr" bieten. Hast du Lust jeden Tag Nudeln zu essen? Vermutlich nicht. Primal, denn so kann deine Tochter auch hier schrittweise lernen das mitzuessen, was du isst.
Damit deine Tochter genussvoll mitessen kann, muss sie natürlich hungrig sein. Solange sie noch nach Bedarf gestillt wird, bzw gestillt werden kann, ist aber ohnehin alles prima. Deine Tochter kann sich bestens ernähren und erhält weiterhin Beikost nach ihrem Tempo und ihren Bedürfnissen. Lege den Fokus einfach mehr auf Qualität als auf Quantität. Was in diesem Fall bedeutet: lass deine Tochter mit essen, fordere sie und lass sie Vielfalt erleben. Biete Geschmack und neue Konsistenzen, lass deine Tochter selbständig essen. Lass sie das Essen mit allen Sinnen erfahren. Mengen sind weniger wichtig als der Spaß und Genuss, die Freude beim gemeinschaftlichen Essen bei Tisch, im Kreis der Familie.
Essen lernen ist mehr als Hunger stillen. Essen lernen ist ein stetiges Lernen und Erfahren. Biete den geeigneten Rahmen und stille nach Bedarf.

Konkrete Beispiele: drücke ihr ein Brötchen in die Hand und schau, was sie damit anstellt.
Lege ihr Kartoffelstückchen auf einen Teller. Dazu gekochte Karottenstückchen.
Gib ihr einen Probierhappen von deinem Gericht.
Koche einen gewöhnlichen Kartoffelbrei und türme einen ganz kleinen Berg auf einen Teller. Stecke oben ein weich gekochtes Brokkoliröschen hinein. Warte ab, was deine Tochter damit macht. Vielleicht bohrt sie einen Finger hinein, vielleicht patscht sie auf den Brokkoli ...
Viel Spaß
Also dann
Grüße
Birgti N.

von Birgit Neumann am 04.02.2019

 
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