Klima und unsere Umwelt

Unser Klima und unsere Umwelt

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Geschrieben von oma am 10.01.2021, 17:34 Uhr

Klimaziel dank Corona übertroffen......

Ganz am Anfang der Krise, als ich schon meinen Klopapier-Vorrat angelegt und damit die deutsche Bevölkerung in arge Bedrängnis gebracht habe (hahaha, lag natürlich überhaupt nicht daran, dass Millionen Menschen plötzlich zuhause blieben und ihre großen und kleinen Geschäfte dort verrichten mussten anstatt im Büro, in Schule und Kita...), während Jens Spahn noch behauptete, dass die Pandemie an den deutschen Grenzen stoppen wird, habe ich zu meinem Mann gesagt, dass es sehr, sehr schlimm werden wird, dass aber jede Krise auch Chancen birgt.

Ich habe große Hoffnungen auf HomeOffice und damit verbunden weniger Verkehr auf den Straßen gehofft. Hat sich ja auch teilweise bewahrheitet, aber ich fürchte, wir werden über kurz oder lang zu den alten Verhältnissen zurückkehren.
Ich hatte ganz große Hoffnung, dass es künftig eher verpönt sein wird, um die halbe Welt zu jetten, um eine halbtägige Konferenz abzuhalten, die man auch per VideoChat oder wie immer das heißt bewältigen kann. Auch da sehe ich für die Zukunft eher wieder schwarz.

Ich hatte die Hoffnung, dass die Menschen aufhören, mehrere Flugreisen jährlich zu absolvieren, einfach, um nicht weiter zu dieser unerträglichen und völlig unnötigen Umweltverschutzung beizutragen. Hat sich jetzt schon erledigt. Zu viele Menschen haben einfach kein Interesse, ihren Kindern und Enkelkindern eine gesunde, schöne oder zumindest erträgliche Zukunft zu ermöglichen. Es heißt überall nur ICH ICH ICH...
Und die wahnsinnige Summen, die vom Staat in Fluggesellschaften gepumpt wurden, finde ich einfach nur zum Kotzen! Das Geld hätte für vernünftige Lüftungsanlagen in den Schulen und die digitale Aufrüstung derselben gesteckt werden müssen.

Und nicht zuletzt hatte ich die Hoffnung, dass ganz viele Familien durch das plötzlich engere Zusammenleben erfahren, wie schön und erfüllend es sein kann, mal länger seine Kinder selbst zu betreuen und vielleicht ganz neue Seiten an ihnen zu entdecken. Und einige wenige habe ich hier wirklich gelesen, die dabei neue Wege für sich gefunden haben und die Zeit geniessen konnten/können.

Natürlich sehe ich all die Probleme, die unfassbar viele Selbständige jetzt haben, die ihre Existenzgrundlage gefährdet sehen oder schon verloren haben. Trotz aller staatlichen Hilfen, die wahrscheinlich auch mehr Schein als Sein sind.

Aber davon abgesehen bin ich maßlos enttäuscht von den vielen Menschen, die sich "ihre Freiheit nicht nehmen lassen wollen". Vor allem nicht die Freiheit, die Gesundheit und das Leben ihrer Mitmenschen zu gefährden. Ich suche ja immer noch im Grundgesetz, wo mir diese Freizeit garantiert wird.

Es muss wohl wahnsinnig schwer sein, zu erkennen, dass jeder von uns nur ein ganz kleines Rädchen im großen Getriebe ist und alles, auch ohne Pandemie, nur funktionieren kann, wenn möglichst viele am gleichen Strang ziehen. Deutschland besteht anscheinend zu einem viel zu großen Anteil aus unfassbar wichtigen Individuen, die sich in jeder neuen Einschränkungen auch noch die letzten Schlupflöcher suchen, wie sie diese umgehen können bzw. ausreizen können. Reicht ja, wenn die anderen "aufpassen".

Angeblich sind Menschen ja ach so soziale Wesen, die auf soziale Kontakte selbst für wenige Wochen nicht verzichten können. Meiner Meinung nach ist es allerdings höchst UNsozial, mit dieser Haltung dafür zu sorgen, dass wir uns von einem Lockdown zum anderen hangeln müssen. Das ist soooo makaber...

Unsere Enkelkinder haben uns ganz klar gesagt, dass sie den Gedanken nicht ertragen, uns mit Covid19 zu infizieren. So schwer es uns allen fällt, weil wir eine sehr enge Beziehung haben, aber wir sehen uns seit einem Jahr fast gar nicht, von Nähe bei den seltenen Gelegenheiten, die dann draußen stattfinden, mal abgesehen. Aber freuen uns darauf, wenn diese Zeit irgendwann vorbei sein wird.

Tja, irgendwie dachte ich am Anfang, dass es einfach mal an der Zeit war, dass wir alle uns "resetten" und uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Auf die Familie, die Gesundheit, und ganz wichtig auf die Umwelt. Wir hatten da eine wirklich große Chance im letzten Punkt, wie die momentanen Werte zeigen. Aber ich sehe, dass wir nichts, aber auch gar nichts darauf gelernt haben. Wir werden nach Corona wieder auf die Umwelt scheißen und rücksichtslos die Luft verpesten, die Wälder und Straßen verdrecken und die Meere vermüllen.

Vielleicht haben wir es nicht anders verdient. Aber ich weine über das, was unsere Enkelkinder erwartet....

 
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