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Geschrieben von Stphn87 am 05.07.2019, 11:28 Uhr

Trotzphase - hauen

Hallo!

Ich bin momentan ein bisschen überfordert mit unserem 3,5 jährigen Sohn und ganz spezifisch seinem Verhalten in einer ganz spezifischen Situation. Dabei muss ich sagen, dass mein Sohn schon immer von der temperamentvollere Sorte gewesen ist und ich sein hauen und treten immer so gut wie möglich aufgefangen habe ohne ihn zu strafen usw.

Er schläft im Elternschlafzimmer, in seinem eigenen Zimmer will er absolut nicht schlafen. Nun ist es so, dass er in der Regel, wenn alles gut läuft er von 18.30 / 19.00 Uhr bis 6.00 / 6.30 Uhr schläft, ein Mittagsschlaf macht er nicht mehr. Wenn wir abends irgendwie den Punkt verpassen und er doch ein bisschen drüber ist, dann schläft er schwieriger ein und es wird dann ein bisschen später. Paradoxalerweise wacht er dann früher wie sonst auf. Wie gesternabend, er ist um 19.30 eingeschlafen, war heute morgen dann schon um 4.30 Uhr wach. Und nun das eigentliche Problem, er macht die Augen auf und fangt sofort an zu fordern; ein neuer Windel, Essen, spielen, er will das Licht anmachen, der Ventilator etz. Wenn ich ihm sage, dass er das lassen soll und dass ich noch ein bisschen schlafen möchte fängt er an mit hauen. Das steigert sich immer bis er dann anfängt mit Gegenstände gezielt auf meinem Kopf zu schlägen. Ich habe schon alles mögliche versucht: ermahnen, mit einem Kissen auf meinem Kopf zu ignorieren, Händchen halten, Schläge abwehren etz. Er hört einfach nicht auf. Das ganze ging dann ca. 2 Stunden so. Ich habe ihm dann gesagt, dass wenn er nicht aufhört er aus dem Schlafzimmer soll. Das habe ich dann tatsächlich durchgesetzt, ist natürlich aber wieder reingekommen. Dann habe ich die Tür festgehalten und kam mir dabei ziemlich dämlich vor. Ich hatte irgendwann dann so genug von allem, dass ich ihm gesagt habe, er soll auf seinem Kinderzimmer. Weil er dann wieder rausgekommen ist habe ich dann das Zimmertür zugeschlossen (also eingesperrt), ca 10 Minuten lang. Wenn ich wieder zurückgekommen bin und mich selber beruhigt hatte, tat es mir unendlich Leid. Ich bin generell gegen jegliche Form von härterer Erziehung und halte nichts von Einsperren als Erziehungsmaßnahme. Dass ich das nun selber gemacht habe, finde ich furchtbar und ich fühle mich jetzt die Rabenmutter pur. Nun hätte ich sehr gerne ein paar Anregungen, Ideeen wie ich die Situation nächstes Mal am besten meistern kann damit es nicht mehr so eskaliert.

Übrigens, mein Freund und Vater von Sohnemann wohnt unter die Woche arbeitsbedingt nicht hier, sondern ca 350 km entfernt. Wir sind noch ein Paar, sind nur eben räumlich getrennt.

Vielen lieben Dank im Voraus und liebe Grüße,

Stephanie

 
4 Antworten:

Re: Trotzphase - hauen

Antwort von Baerchie90 am 05.07.2019, 12:21 Uhr

Die Forderung nach einer frischen Windel oder nach was essbaren, finde ich völlig verständlich.

Und wenn du einfach aufstehst, wenn er wach wird?
So habe ich es damals gemacht, als die Kinder noch etwas kleiner waren. Wenn ich noch müde war, hab ich mich auch gerne noch etwas auf die Couch gelümmelt. Mein erstes Kind wäre zwar alleine aufgestanden, hatte aber immer viele Flausen im Kopf, so dass ich lieber in seiner Nähe blieb.

Inzwischen sind meine beiden 6 & 4 Jahre alt und stehen auch mal alleine auf, ohne dass ich mir da Sorgen machen muss.
Mein 6 jähriger setzt sich dann zum Spielen ins Kinderzimmer oder ins Wohnzimmer, meine 4 jährige steht meistens erst mit mir auf, oder geht dann zum Bruder zum spielen.

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Re: Trotzphase - hauen

Antwort von Meeresschildkröte am 05.07.2019, 12:26 Uhr

Sehe ich auch so. Wenn man aus Prinzip ignoriert, dass das Kind eben wach ist, wenn es wach ist, und lieber einen Machtkampf inklusive Handgreiflichkeiten ausfechten möchte, sehe ich das "eigentliche Problem" weniger beim Kind...

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Re: Trotzphase - hauen

Antwort von Stphn87 am 05.07.2019, 12:33 Uhr

Ich bin eigentlich möglichst immer auf dieses Fordern eingegangen, habe ihn dann einen frischen Windel gegeben (auch wenn es noch nahezu trocken war, und ein voller Pipiwindel stört ihn in der Regel nicht), oder was zu essen (was er dann nie aufgegessen hat). Ich denke persönlich, dass er versucht mich mit allen Mitteln aus Bett zu kriegen um mit ihm zu spielen, und das möchte ich um 4.30 einfach nicht. Mich irgendwo hinlegen wo er spielt habe ich auch schon gemacht, das funktioniert aber nicht weil er will dass ich aktiv mitspiele. Und er fordert dann einfach weiter. Ich muss dann einfach alles machen wie er es will. Er ist einfach generell dann übermüdet und schlecht gelaunt wodurch ich auch keine Lust habe mit ihm so früh aufzustehen. Das fordern tut er nicht wenn er ausreichend geschlafen hat. Selber angeben wenn er müde ist tut er aber auch nicht.

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Re: Trotzphase - hauen

Antwort von Baerchie90 am 05.07.2019, 20:51 Uhr

Ich denke, du liegst da ganz richtig: er ist übermüdet und schlecht gelaunt.
In dem Zustand ist er wohl völlig überfordert mit sich und weiß selbst auch nicht so richtig, was ihm da jetzt hilft. Nach der frischen Windel ist es immer noch nicht besser und nach dem Brot ebenfalls nicht. Das frustriert ihn vermutlich noch mehr. Und dass Mama genervt daneben steht (weil sie ebenfalls müde ist, eine leere Windel wechseln musste und Frühstück machte, dass jetzt keiner isst), hilft da sicher auch nicht.
In der Situation können Mutter und Kind sich leicht gegenseitig hochschaukeln.

Das einfachste wäre wohl zu schauen, dass das Kind von vornherein zeitig ins Bett kommt und seinen Schlaf bekommt.
Vielleicht könnt ihr den Schlaf auch noch etwas optimieren, in dem das Schlafzimmer schön kühl gehalten wird, oder das Kind bei dir im Bett liegt (so schlafen meine am längsten) oder eben im eigenen Bett / Zimmer (es soll Kinder geben, die dort besser schlafen ). Auch ein völlig dunkles oder dunkles Zimmer mit Nachtlicht können helfen, sobald Sonnenstrahlen ins Zimmer kommen, ist bei uns an Schlaf nicht mehr zu denken (deswegen sind unsere Rollläden immer ganz zu, von daher weiß ich ehrlich gesagt auch gar nicht, wann die ersten Sonnenstrahlen kommen )...

Und die Tage, an denen das nicht klappt und das Kind total nölig und motzig durch die Wohnung marschiert, würde ich versuchen die Wogen zu glätten und das Kind vielleicht unauffällig zur Pause überreden. Bei uns klappte das ganz gut, wenn ich mich mit
einer Wolldecke auf die Couch lümmelte und ein Buch las, was malte, Fernseh schaute, mir Bilder auf den Laptop ansah, Musik oder ein Hörbuch hörte... Meistens gesellte sich mein Kind dann auch irgendwann zu mir, mal schlief es nochmal ein, mal ruhte es sich nur aus, mal spielte es lieber weiter.

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