Prof. Dr. H. W. Michelmann

Beschäftigungsverbot bei Überstimulation

Antwort von Prof. Dr. H. W. Michelmann

Frage:

Sehr geehrte Frau Prof. Michelmann,
ich hatte am 07.07. Punktion und am 11.07. Transfer von 2 Embryonen. Seitdem leide ich unter einem starken Überstimulationssyndrom. Ich war aufgrund der starken Schmerzen für mehrere Tage 2 x im Krankenhaus. Die Schmerzen sind zurückgegangen, allerdings sind die Eierstöcke immer noch groß - je ca. 11 x 8 cm mit reichlich freiem Wasser. Glücklicherweise hat die ICSI vollen Erfolg gebracht, denn ich bin schwanger. Beide Embryos konnten sich einnisten. Das eine Embryo hat sich allerdings nicht so gut entwickelt und es kann sein, dass ich es im Laufe der Zeit noch verliere (meint meine Ärztin). Meine Ärztin schreibt mich nun, da sich die ÜS immer noch nicht gebessert hat und auch, um die Schwangerschaft nicht zu riskieren, weiterhin krank. Ein Beschäftigungsverbot erteilt sie mir allerdings nicht. Meine Krankenkasse versteht es selbst nicht, aber sie muss sich an den Vorgaben der Ärztin halten. Ist der Weg, den meine Ärztin geht, korrekt? Ich dachte immer, dass eine Krankschreibung erfolgt, wenn man eine Erkältung hat oder ein Bein verdreht etc., aber nicht, wenn es um das Wohl meiner Babys geht. Zumal sich ein Eierstock auch verdrehen und daraufhin absterben kann (wie die Ärzte in Krankenhaus zu mir sagten).
Es wäre nett, wenn Sie mir einen Tipp geben könnten.
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus!

Vielen Dank!

von Biene1976 am 19.08.2008, 13:35 Uhr

 

Antwort auf:

Beschäftigungsverbot bei Überstimulation

Hallo Biene,
die Ärztin hat sich m.M. nach korrekt verhalten. Solange das ÜSS noch anhält, werden sie krankgeschrieben. Wenn danach Gegebenheiten vorliegen, die ihr oder das Leben der Kinder gefährden, wird dies auch weiterhin geschehen. Wenn es sich aber um eine normale Schwangerschaft handelt, sieht die Sache anders aus, da eine Schwangerschaft keine Krankheit ist. Erst wenn der Mutterschutz greift, sind sie nicht mehr arbeitsfähig.
Viel Glück!
MfG
HWM

von Prof. Dr. H. W. Michelmann am 20.08.2008

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