Dr. Almut Dorn

Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn

Psychologische Psychotherapeutin

Frau Dr. phil. Almut Dorn ist als Psychotherapeutin seit über 20 Jahren im Bereich der Gynäkologischen Psychosomatik tätig. Sie studierte Psychologie in Bielefeld, Paris und Mannheim. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Psychotherapeutin in der Gynäkologischen Psychosomatik des Universitätsklinikums Bonn leitete sie die Gynäkologische Psychosomatik im Endokrinologikum in Hamburg. Seit 2010 ist sie in eigener Privatpraxis in Hamburg tätig und ist neben der Patientenversorgung als Dozentin und Supervisorin tätig.

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Dr. Almut Dorn

Wieso kann ich mein Kind nicht lieben?

Antwort von Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn, Psychologische Psychotherapeutin

Frage:

Mein Sohn ist 19 Monate und mir fehlt von Anfang an eine Bindung zu ihm und die Liebe. Viele Frauen berichten von einer Liebesbombe, wenn das Kind geboren wurde. Das gab es bei mir nicht. Die Geburt verlief wie erhofft, aber gespürt habe ich emotional gar nichts,als mir mein Sohn auf die Brust gelegt wurde. Als die Hebamme meinte, dass mit der nächsten wehe das Baby da ist, dachte ich "oh nein. Ich will schlafen"... es wird von Monat zu Monat anstrengender. Ich kann mich nicht mehr verstecken und sagen, dass ich glücklich bin. Das bin ich sehr selten. Ich leide täglich... mein Kind braucht mich jeden Tag, diese Energie habe ich nicht. Es tut mir so leid. Wenn wir kuscheln, genieße ich das, aber Liebe ist etwas anderes...kann ich diese Bindung und liebe noch zu ihm aufbauen? Oder ist alles zu spät?

von Mi_to.981 am 11.11.2020, 22:25 Uhr

 

Antwort auf:

Wieso kann ich mein Kind nicht lieben?

Es wäre sehr wichtig, dass Sie sich Rat und Hilfe holen. Aufgrund der kurzen Beschreibung kann ich natürlich keine Diagnose stellen, aber es könnte sein, dass Sie Symptome einer sogenannten postpartalen Depression zeigen. Depressionen sind behandelbar und es bringt nicht diese "auszusitzen". Anscheinend versorgen Sie Ihr Baby trotzdem sehr gut, sonst wäre es Ihrer Umgebung ja schon aufgefallen, dass "etwas nicht stimmt". Über die Selbsthilfegruppe Schatten & Licht könnten Sie Kontaktdaten von Expert*innen in Ihrer Nähe bekommen. Sie können sich aber auch an eine Familien- und Schwangerenberatungsstelle wenden, die auch nach einer Geburt für Sie da sind. Dann kann man gemeinsam einschätzen, welche Art der Hilfe und Therapie Sie brauchen.

Es ist gar nichts "zu spät"! Der Beziehungsaufbau hat viele Seiten und vollzieht sich über die ersten zwei Lebensjahre. Sie scheinen mehr zu Leiden als Ihr Baby - oder?

https://www.schatten-und-licht.de/index.php/de/

Vielleicht hilft Ihnen auch diese Info weiter: https://almutdorn.de/wp-content/uploads/2020/10/Info_Wochenbett_2020-mit-Hinweis-auf-PTBSInfo.pdf

von Dr. Almut Dorn am 12.11.2020

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