Dr. Almut Dorn

Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn

Psychologische Psychotherapeutin

Frau Dr. phil. Almut Dorn ist als Psychotherapeutin seit über 20 Jahren im Bereich der Gynäkologischen Psychosomatik tätig. Sie studierte Psychologie in Bielefeld, Paris und Mannheim. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Psychotherapeutin in der Gynäkologischen Psychosomatik des Universitätsklinikums Bonn leitete sie die Gynäkologische Psychosomatik im Endokrinologikum in Hamburg. Seit 2010 ist sie in eigener Privatpraxis in Hamburg tätig und ist neben der Patientenversorgung als Dozentin und Supervisorin tätig.

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Dr. Almut Dorn

Postpartale Depression: Prävention

Antwort von Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn, Psychologische Psychotherapeutin

Frage:

Guten Tag,
ich möchte bei meinem 2. Kind eine postpartale Depression vermeiden, die mich beim ersten Kind über ein Jahr sehr im Griff hatte. Macht es aus Ihrer Sicht Sinn, bereits vor der Geburt den Kontakt zu einem Psychologen oder vielleicht sogar zu einem Psychiater herzustellen, der ev. sogar medikamentös gleich etwas abfedern kann? Ich kämpfe seit dieser Zeit immer wieder mit zumindest depressiven Verstimmungen, die ich aber mit Ausnahme des ersten Jahres (da war ich in psychologischer Betreuung) nicht behandeln habe lassen. Hinzu kommt, dass ich nach Kolostrumgabe abstillen möchte, weil unter anderem das sehr schwere Stillen mit ein Grund für die Depression war, ich aber befürchte, dass Abstilltabletten die Wahrscheinlichkeit einer Depression sogar noch verstärken können. Gibt es hier Erfahrungen? Kann natürlich abstillen ein Weg sein? Und wie gesagt, braucht es vorab vielleicht gleich ein Netzwerk oder ev. eine medizinische Betreuung / medikamentöse Grundeinstellung? Danke

von geneva am 05.07.2021, 17:20 Uhr

 

Antwort auf:

Postpartale Depression: Prävention

Ja, an Ihrer Stelle würde ich schon vor der Geburt Kontakt zu einer/m Psychiater*in aufnehmen, um eine Art Geburtsplan zu erstellen, damit auch die Geburtshelfer schon wissen, was Sie wünsche, z.B. zum Thema Abstillen (ja, das Medikament kann evtl. Depressionen fördern), Nachtruhe, Reizabschirmung durch zB Familienzimmer etc.
Auch die Anbahnung einer psychotherapeutischen Begleitung könnte sinnvoll sein und auch der Kontakt zur Selbsthilfevereinigung Schatten & Licht.

von Dr. Almut Dorn am 05.07.2021

Antwort auf:

Postpartale Depression: Prävention

Eine Freundin von mir hat eine ähnliche Vorgeschichte wie du, was sich der Grund dafür war, dass sie dem Wunsch nach einem zweiten Kind erst nach jahrelangen Zweifeln nachzugehen traute.
Sie hat sich ein Netzwerk aus Unterstützern gesucht (Gynäkologe, psychologische Betreuung, Hebamme, Freunde...), die ihr auf unterschiedliche Art und Weise zur Seite standen und sie auf ihrem Weg (geplanter Kaiserschnitt und Abstillen nach dem Kolosseum) unterstützten.
Das Baby ist nun zwei Monate alt und bisher geht es ihr sehr gut und alles ist problemlos, die psychischen Probleme haben sich nicht wiederholt.
Dies nur zu deiner Ermunterung, dass es durchaus viel besser laufen hab beim zweiten Kind, wenn man sich Hilfe hilft und weiß, worauf man sich einlässt bzw. wo mögliche Probleme liegen, die man vermeiden kann.
Alles Gute dir!

von ml1820 am 05.07.2021

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