Dr. Almut Dorn

Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn

Psychologische Psychotherapeutin

Frau Dr. phil. Almut Dorn ist als Psychotherapeutin seit über 20 Jahren im Bereich der Gynäkologischen Psychosomatik tätig. Sie studierte Psychologie in Bielefeld, Paris und Mannheim. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Psychotherapeutin in der Gynäkologischen Psychosomatik des Universitätsklinikums Bonn leitete sie die Gynäkologische Psychosomatik im Endokrinologikum in Hamburg. Seit 2010 ist sie in eigener Privatpraxis in Hamburg tätig und ist neben der Patientenversorgung als Dozentin und Supervisorin tätig.

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Dr. Almut Dorn

Kinderwunsch

Antwort von Dr. phil. Dipl-Psych. Almut Dorn, Psychologische Psychotherapeutin

Frage:

Guten Tag Frau Dorn

Im Oktober 2018 habe ich eine gesunde Tochter geboren (Wunschkind). Die Geburt erlebte ich als traumatisch, auch wenn eigentlich alles nach "Bilderbuch" verlief. Leider hatte ich Anfangs Mühe Muttergefühle aufzubauen bzw mich in der Mutterrolle zurecht zu finden . Ich habe "funktioniert", war mit dem Herzen aber nicht dabei. Erst im Oktober 2019 entschied ich mich für eine Psychotherapie, da mittlerweile auch die Beziehung stark darunter litt (mein HA diagnostizierte eine postpart. Depression. Therapie habe ich Ende April 2020 abgeschlossen). Im Dezember 2019 hatten mein Mann und ich wieder mehr "Annäherungsversuche", seit Januar 2020 arbeiten wir wieder aktiv am 2. Kind. Leider hat es bis jetzt nicht geklappt mit dem Kinderwunsch (8. ÜZ) und allmählich macht mir dies psychisch sehr zu schaffen... Ich versuche mich abzulenken, trotzdem bin ich jedesmal masslos enttäuscht wenn es wieder nicht geklappt hat. Mittlerweile "verabscheue" ich schon den GV, es nervt mich nur noch. Mein Mann versteht mich nicht und sagt nur wir müssten halt öfters miteinander intim sein (was mich zusätzlich wütend macht). Ich versuche schon alle 2 Tage GV zu haben, aber manchmal ist es nicht immer möglich weil ich tagsüber meine Tochter betreue und abends teilweise von 18-23Uhr arbeiten gehe.
Es gibt Tage da denke ich, es sollte vielleicht einfach nicht sein? Wenn ich ehrlich bin, graut es mir vor einer 2. SS (hatte in der 1.Ss massives Erbrechen bis zum 5.Monat und sonstige, fast durchgehende Beschwerden) und wenn ich an eine 2. Geburt denke, kriege ich schon fast Panik. Anderseits ist der Wunsch nach einem 2. Kind sehr ausgeprägt. Ich habe auch enorme Angst, nach der Geburt wieder in ein Loch zu fallen. Haben Sie einen Tipp für mich wie ich besser mit meiner Situation umgehen kann? Körperlich ist laut FA alles i. O, daran liegt es wahrscheinlich eher nicht dass es nicht klappt mit einer Ss (mein Mann und ich sind beide noch jung, ich 29J. und er 35J). Bei meiner Tochter wurde ich im 4.ÜZ schwanger.

Freundliche Grüsse
heran

von heran am 19.08.2020, 20:41 Uhr

 

Antwort auf:

Kinderwunsch

Gezielt für den Kinderwunsch Geschlechtsverkehr haben zu "müssen", entzieht der ganzen Situation ein Stück weit die eigentliche Intimität, die Spontaneität und die Romantik sowieso. Manchen Paaren hilft es, sich immer wieder Zeiten zu reservieren (z.B. jeden zweiten oder dritten Monat), der nicht dem Kinderwunsch dienen muss. Anderen fällt es schwer, den zeitlichen Druck rauszunehmen oder nicht doch auf die fruchtbaren Tage "zu schielen". Können Sie beide als Paar das ganze eventuell mit ein bisschen mehr Humor angehen? Das hilft ebenfalls, den Druck und die Ernsthaftigkeit aus der Situation zu nehmen. Dass sie bei Ihren Vorerfahrungen starke Ambivalenzen haben, ist sehr nachvollziehbar; ein sehr ausführliches Gespräch mit ihrem Gynäkologen könnte helfen, sich nochmals über die verschiedenen Behandlungsoptionen z.B. gegen Schwangerschaftserbrechen zu erkundigen, eventuell nimmt Ihnen das die Angst. Sollte sich nach einem Jahr keine Schwangerschaft einstellen, sollten Sie sich vielleicht doch genauer untersuchen lassen, auch wenn Sie schon ein Kind geboren haben.

von Dr. Almut Dorn am 19.08.2020

Antwort auf:

Kinderwunsch

Liebe heran,

darf ich fragen, wieso ihr euch so schnell das zweite Kind wünscht?
Ihr seid ja noch jung, eure Tochter sehr klein, deine Therapie noch nicht lange her.

LG

Esmeralda

von Esmeralda am 26.08.2020

Antwort auf:

Kinderwunsch

Liebe Esmeralda

Tut mir Leid, sehe deine Nachricht erst jetzt. Nun zu deiner Frage: Ich wollte schon immer 2 Kinder haben und der Abstand dazu sollte nicht allzu gross sein ( damit sie miteinander spielen können) . Die Kleine wird demnächst 2 J. alt, eine SS dauert ja auch noch ein paar Monate. Mein Mann wünscht sich ein "Sommerkind", vielleicht liegt es auch daran dass ich etwas "gestresst" bin. Anderseits werde ich auch ständig vom Umfeld gefragt, ob ich schon schwanger bin oder nicht, dass macht es nicht gerade einfacher. Die Therapie ist in der Tat nicht lange her, und auch heute plagen mich noch Schuldgefühle meiner Tochter gegenüber (habe jetzt noch Mühe darüber zu reden). Wenn ich an eine weitere Geburt denke kriege ich innerlich Panik, anderseits muss ich da sowieso nochmals "durch" wenn ich ein 2. Kind möchte und ich denke, es wird nicht besser wenn ich länger warte... Ich möchte es beim 2. Kind einfach "besser" machen... Woher dieser Drang des 2.Kinderwunsches kommt weiss ich selber leider nicht....

Das ganze mit "Humor" zu nehmen wie mir geraten wurde kann ich auch nicht wirklich... Es stresst mich jeden Monat aufs Neue zu wissen, dass es wieder nichts wurde und das ganze Spiel mit dem regelm. GV wieder von vorne los geht.... Irgendwie ein Teufelskreis...

Trotzdem danke für deine lieben Worte.
LG heran

von heran am 02.09.2020

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