Dr. med. Wolfgang Remus

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Nochmal spastische Diparese

Antwort von Dr. med. Wolfgang Remus

Frage:

Sehr geehrter Dr. Remus,

vor einigen Wochen habe ich Ihnen bereits eine Frage zu meinem Sohn gestellt. Inzwischen haben wir ihn in einer orthopädischen Kinderklinik vorgestellt, die auch mit cerebralen Bewegungsstörungen viel Erfahrungen haben.

Leider wurde festgestellt, dass er eine paralytische Hüftkopflateralisation links hat. Im Arztbrief steht folgendes:
bds. Coxa Valga antetorte, auf der li. Seite leichtes Überdachungsdefizit, Lateralisierung von etwa 25%, hier auch steileres Pfannendach; re. relativ gute Zentrierung

Wenn ich den Arzt richtig verstanden habe, ist bei meinem Sohn der linke Oberschenkelkopf nicht mehr komplett in der Hüftpfanne.

Wie kann das denn so schnell passieren? Vor einem Jahr war noch alles in Ordnung und haben uns daher doch erschrocken.

Für die Nacht hat er, neben Unterschenkelorthesen gegen seine Spitzfüsse, eine Abduktionsorthese bekommen (ich glaube, es ist eine Orthese nach Mau). Wie ist damit die Chance, dass sich die Hüfte wieder normalisiert? Kann man ansonsten noch irgendetwas tuen?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Mit freundlichem Gruß

Silvia

von silvi1209 am 03.07.2008, 22:45 Uhr

 

Antwort auf:

Nochmal spastische Diparese

Hallo Silvia,
das kling mir alles nach einem erfahrenen Zentrum.
Es ist typisch bei der Spastik, dass durch den fehlerhaften Muskeltonus die Hüftköpfe einseitig oder beidseitig aus der Pfanne streben. Um das zu verhindern und vielleicht wieder rückgängig zu machen, ist die Abspreizschiene sinnvoll. Neben der wichtigen Physiotherapie gib es keine weiteren sinnvollen Maßnahmen.
Der Befund muß durch weitere Röntgenaufnahmen ständig kontrolliert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Remus

von Dr. med. Wolfgang Remus am 04.07.2008

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