Chefarzt Dr. med. Jan Matussek

Schiefhals

Antwort von Chefarzt Dr. med. Jan Matussek

Frage:

Sehr geehrter Dr. Mattussek, ich würde mich über Ihre Einschätzung freuen. Unser Sohn ist knapp 9
Wochen alt und bei der U3 vermutete der Kinderarzt bereits einen leichten Schiefhals, man sieht es auch bereits leicht am Schädel. Auf dem Rücken legt er den Kopf deutlich lieber nach Rechts - links geht auch, aber eben seltener. Wir sind nun in Physiotherapeutischer Behandlung - die Behandlerin meinte es wäre nur eine leichte muskuläre Ursache, keine Blockade und mit 10 Sitzungen sollte es behoben werden können. In Bauchlage besteht das Problem nicht: Wir stellen ihn zusätzlich beim Ostheopathen vor. Frage: sollten wir auch noch einmal zum Kinderorthophäden oder geht die Behandlung bereits den üblichen Gang? Selbstverständlich „trainieren“ wir auch nach Anweisung der Physio zu Hause. Vielen Dank!

von Evelina86 am 18.01.2021, 07:16 Uhr

 

Antwort auf:

Schiefhals

Liebe Familie, liebe Eltern,

Nach den Details die sie in ihrer Beschreibung von der Situation geben, meine ich, dass sie bei der Physiotherapie gut aufgehoben sind. Zusätzliche osteopathische Betreuung ist aufgrund der mangelnden Blockierungen eigentlich nicht notwendig. Auch ein weiterer Besuch beim Kinderorthopäden wäre nur notwendig, wenn es tatsächlich Bewegungseinschränkungen gäbe.

Ursächlich ist ja die die Situation am ehesten wieder mit dem Bild der Schokolade Seite zu beschreiben. Meistens aus Gründen, die man dann immer gar nicht mehr sehen will, gewöhnen sich die Kinder an eine Seite: Das hat entweder mit Faktoren während der Schwangerschaft zu tun (Lage des Kindes im Bauch) oder aber auch mit dem Faktor Brustmilch Ernährung oder anderweitige Fütterung die bevorzugt aus einer Richtung geschieht. All dies hat man zu berücksichtigen, wenn man eine grundsätzliche Änderung des Verhaltens des Kindes will:
Stellung des Kinderbettchens im Raum wegen Lichtquellen, akustische Quellen, Stellung des Kindes beim Füttern. Im Allgemeinen ist eigentlich das sekundäre Problem eines Plattkopfes zu berücksichtigen. Bei Kindern, die auf einer Seite präferiert schlafen, verformt sich das Köpfchen. Also sollte man das natürlich auch durch Schräglagen mit entsprechenden Schaumstoff-Keilen zu verhindern suchen.

Wenn Sie insgesamt den Eindruck haben, dass das Köpfchen sich bereits sehr stark verformt hat, dann könnten sie mit dem Kinderorthopäden noch einmal eine spezifische Therapie absprechen.

Mit herzlichen Grüßen und viel Freude beim weiteren Zusammensein mit ihrem Kind.

Jan Matussek

von Dr. J. Matussek am 27.01.2021

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