Prof. Dr. med. Stefan Wirth

Klinikalltag mit Kindern

Prof. Dr. med. Stefan Wirth

   

 

Zyste

Hallo,
mein Sohn (14 Monate) hat seit seiner Geburt am Hals ein Hautanhängsel in Form einer kleinen Perle. Zunächst hieß es, es sei eine Milie, die irgendwann von selbst verschwindet. Später schickte mich der Kinderarzt zum Hautarzt, der meinte, dass man dieses "Ding" relativ bald entfernen sollte, weil es wächst und an einer Stelle ist, an der es sich durch die Reibung an der Kleidung leicht entzünden kann und überwies uns an die Hautklinik. Dort meinten die Ärzte, dass man gar nichts machen soll oder diese Zyste (die Diagnosen hießen Milie, Fibrom, Zyste, Hautanhängsel) entweder in Vollnarkose oder ganz ohne Betäubung entfernen kann. Alle Ärzte sind der Meinung, dass dieses "Ding" nicht bösartig ist. Da die Meinungen so unteschiedlich sind, weiß ich auch nicht, ob es sinnvoll ist, dieses "Ding" entfernen zu lassen. Ich will meinen Sohn weder dem Risiko einer Vollnarkose (und dem dabei üblichen Procedere (Blutabnahme, Infusion ...) noch einer Mini-OP (wegschneiden und vernähen der Wunde und dabei natürlich festhalten) bei vollem Bewußtsein aussetzen wenn es nicht unbedingt sein muss. Gibt es noch andere Alternativen?
Danke
Ulrike

von Ulrike am 20.12.2000, 22:43 Uhr

 
 

Antwort:

Zyste

Liebe Ulrike,

ich würde das Anhängsel in lokale Betäubung wegmachen lassen. Etwas wird die Betäubung am Anfang weh tun, aber wenn man wartet wird es in der Regel nicht besser.

Gruß

S. Wirth

von Prof. Dr. med. Stefan Wirth am 21.12.2000

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