Prof. Dr. med. Stefan Wirth

Klinikalltag mit Kindern

Prof. Dr. med. Stefan Wirth

   

 

Tourette-syndrom&Schrumpfniere

Lieber Prof.Wirth,
ich hoffe,Sie können mir zwei Fragen beantworten.Es geht um meinen 9-jährigen Sohn.Er leidet am Tourette-Syndrom,die Medikation mit Tiapridex hatte ich vor 1Jahr abgesetzt,da er unter dem Medikament starke Persönlichkeitsänderungen durchgemacht hat(lethargisch,lustlos,Heißhungerattacken,Angstzustände usw.).Seither bekommt er,wenn die Tics allzu heftig werden und ihn selbst stören,hochdosiertes Vitamin B(Komplex),und ich achte darauf,daß er nicht allzuviel Calcium zu sich nimmt(soll den Dopaminstoffwechsel beeinflussen)Kennen Sie vielleicht Möglichkeiten außer den genannten,die etwas helfen könnten?z.B.Ernährungstechnisch,Homöopathie...
Ich möchte,wenn möglich,ihn davor bewahren,später Haldol o.ä.nehmen zu müssen.Bei Tiapridex scheint er ein Non-Responder zu sein...Ich wäre Ihnen für jeden Rat dankbar!
Das 2.Problem ist,daß Robin als Sgl.eine Ureterostiumstenose hatte,die rechte Niere war bereits teilweise zu Grunde gegangen,er hatte eine schwere Urosepsis.Er wurde erfolgreich operiert,beim nachfolgenden IVP wurde eine Regeneration des Nierenparenchyms festgestellt.Vor 2Jahren im Rahmen eines stat.Aufenthalts auf der Neurologie wurde im Sono festgestellt,daß die damals betroffene Niere entweder nicht weiter gewachsen war seit dem Sgl.-Alter,oder sie im Laufe der Zeit geschrumpft ist.Was halten Sie für wahrscheinlicher?Wie ist die Prognose für die betr.Niere oder sind dafür erneute Untersuchungen notwendig?
Vielen Dank im Voraus
Anja

von anja+3 am 25.01.2002, 10:33 Uhr

 
 

Antwort:

Tourette-syndrom&Schrumpfniere

Zum Tourette-Syndrom kann ich leider auch nichts weiter beitragen, ich hoffe, Sie haben einen erfahrenen Neuropädiater.

Die Nierenproblematik sollte man über eine Clearanceuntersuchung mit Isotopen klären, ich glaube, dass die Funktion eingeschränkt ist und möglicherweise eine Schrumpfniere vorliegt. Aber das muß die Ausscheidungsmessung zeigen. Das ivP ist zu ungenau.

Gruß

S. Wirth

von Prof. Dr. med. Stefan Wirth am 25.01.2002

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