Prof. Dr. med. Stefan Wirth

Klinikalltag mit Kindern

Prof. Dr. med. Stefan Wirth

   

 

Phimose

Hallo Herr Prof. dr. Wirth,

mein Sohn, 20 Monate leidet unter einer starken Vorhautverengung. Er hatte aufgrunddessen bereits eine Entzündung und musste Antibiotika nehmen. Seit einigen Monaten, spüle ich schon mit Betaisodona-Wasser-Gemisch seine Vorhaut, wenn ich sehe, die Penisspitze rötet sich. Ich würde meinen Sohn gerne beschneiden lassen, die OP ist eh unausweichlich, jedoch sein Kinderarzt stellt sich quer, mit der Begründung, zu hohes Risiko wegen Vollnarkose, ich dachte es geht auch ambulant. Ausserdem würden Kinder in dem Alter psychisch zu stark belastet werden mit solch einer OP. Was soll ich tun?? Das ist doch kein Dauerzustand. Kann ich direkt in die Klinik um ihn dort untersuchen zu lassen?

Vielen Dank

Patricia Zimmermann

von Patricia am 15.05.2003, 21:52 Uhr

 
 

Antwort:

Phimose

Also das ist mir völlig unverständlich. Selbstverständlich kann man die OP in diesem Alter machen, entweder ambulant oder mit einer Übernachtung. Nehmen Sie das selbst in die Hand.
Gruß
S. Wirth

von Prof. Dr. med. Stefan Wirth am 16.05.2003

Antwort:

Phimose

Hallo Patricia,

um Deinen Sohn in der Klinik untersuchen zu lassen, brauchst Du mindestens eine Überweisung. Bei uns wurde immer eine Überweisung von einem Kinderarzt gefordert. Du kannst allerdings mal anrufen und das Problem schildern, vielleicht reicht eine Überweisung Deines eigenen Hausarztes?

Wenn das nicht klappt, dann bitte die Krankenkasse um Hilfe.

Ich finde auch, das von Dir Geschilderte darf kein Dauerzustand sein. Es kann ja nicht sein, dass er ständig Entzündungen hat (oder sie sich ankündigen)? Das belastet das Kind sicher mehr, als so ein kleiner Eingriff, der ihm das Leben erleichtert.

Mein Sohn wurde bereits zweimal an der Harnröhre operiert, einmal mit 28 Monaten und einmal mit 3 1/4. Das erste Mal war definitiv einfacher und schneller vergessen. Je älter sie werden, desto mehr bekommen sie mit und desto länger erinnern sie sich auch. Mein Sohn muß im September nochmals operiert werden - ich wünschte, er wäre noch viel kleiner. Damals hat er das so gut und so schnell weggesteckt... Man darf ja auch immer und überall (außer bei der OP natürlich) dabei sein, das hilft doch sehr. Und wenn die OP auch noch ambulant zu machen ist, dann sollte es ok sein.

Übrigens ist von Trauma bei uns keine Spur: mein Sohn liebt Ärzte und sagt nur immer als erstes, dass sie alles dürfen, nur nicht pieksen ;o)

Du solltest Deinem Sohn versuchen zu erklären, was der Arzt tun wird. Wenigstens, damit er begreift, dass ihm geholfen wird, auch wenn es nachher vielleicht ein bisschen wehtut. Auf jeden Fall würde ich den Eingriff aber so bald wie möglich machen lassen, damit die ständigen Probleme aufhören.

Noch was: Falls ihr nicht so weit von Mainz entfernt wohnt, kann ich Euch die Kinderabteilung der Urologie in der Uniklinik dort nur empfehlen!

Alles Gute für Euch!

Gruss
Anke

von Anke am 16.05.2003

Antwort:

Liebe Anke!!

Liebe Anke,

vielen Dank für Deinen Rat, werde mich direkt Montag darum kümmern. Ich dachte mir auch, solange er noch kleinn ist, ist es besser zu verarbeiten. Das mit Eurem Kleinen tut mir ja leid. Was manche Kinder schon alles mitmachen müssen. ich wünsche Euch alles Gute!!

Einen lieben Gruß
Patricia

von Patricia am 17.05.2003

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