Gaby Ochel-Mascher

Kinderbetreuung in der Tagespflege

Gaby Ochel-Mascher

   

 

Schüchternheit überwinden

Guten Tag Frau O-Mascher,
meine Tochter ist 2,5 Jahre alt und fremden gegenüber extrem schüchtern. Seitens des Arztes ist gesundheitlich alles i.O. sie ist einfach so.
Wir gehen zum Eltern-Kind-Turnen, waren beim BAby-Schwimmen... Kindern gegenüber ist sie zwar erst zurückhaltend, aber taut schnell auf. Nur ansprechen sollte sie kein Fremder, sonst weint sie und klammert sich an mir fest. Ich ermutige sie auch, sich zu trauen, ich lobe sie, wenns ie sich traut. Aber wir schaffen es einfach nicht, den Schritt in Richtung Kindergarten zu gehen. Bei uns im Kigarten gibt es keine Eingewöhnung. Da gehts so: hinbringen, max. 5 min. bleiben, gehen und nach Ablauf der Zeit abholen. Mehr ist nicht drin und das kann ich mit ihr nicht machen. Ab nächstem Jahr muß ich aber wieder arbeiten,s o daß ich nicht weiß, wie wir das hinbekommen sollen.

Wie kann ich das angehen?

Wir sind auf verzweifelter Suche nach einem Spielkreis. ABER, der den es gibt, der ist für Krabbelalter und das älteste Kind ist dort jetzt 14 Mon. und das ist ihr zu langweilig oder sonst sind alle ohne Eltern - und das macht sie nicht mit.

Wie gehe ich das an???
ich möchte sie sanft eingewöhnen und ihr nicht zusätzliche Angst einflössen!

DANKE
Mira

von Ayana&Mira am 14.11.2007, 13:31 Uhr

 
 

Antwort:

Schüchternheit überwinden

Hallo Mira,

ich finde es eigentlich völlig normal, wenn Kinder fremdeln. Das eine tut es mehr, das andere weniger! Also bloß nicht verrückt machen lassen!

Was Du da allerdings von der Kita beschreibst, empfinde ich als sehr merkwürdig!

Richtig ist, daß nach einer gewissen Eingewöhnungszeit (die aber für die Kinder, meines Erachtens nach, sehr wichtig ist, um das Vertrauen auf- und die Verlustängste abzubauen) der morgendliche Abschied sozusagen 'kurz und schmerzlos' über die Bühne gehen sollte. Aber ganz ohne Eingewöhnungszeit - ich weiß ja nicht!

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, daß Du Deine Tochter auch zu einer Tagesmutter bringen könntest. Zumindest so lange, bis sich diese Fremdelphase ein wenig legt.
Eine Tagesmutter kann viel individueller auf Dein Kind und seine Bedürfnisse eingehen, als es in einer Kita möglich ist. Und es wird bei einer guten Tagesmutter auch immer eine Eingewöhnungszeit geben.

Ich weiß, daß sich dieser Vorschlag jetzt ein wenig seltsam anhören mag, aber vielleicht erleichterst Du ihr so diesen Abnabelungsprozess. Es muß ja nicht jeden Tag sein, aber vielleicht an einem oder zwei Vormittagen in der Woche.

Ich selbst bin Tagesmutter und könnte mir durchaus vorstellen, daß es dem Kind gut tun würde.

Viele liebe Grüße und viel Glück für Euch beide!

TinaP.

von TinaP. am 14.11.2007

Antwort:

@TinaP

Hallo Tina,
erstmal erschüttert mich Dein Posting, (also Deine Frage bezüglich der Misshandlungssache) sehr!!!! Ich weiß mir da keinen Rat - ich bin einfach nur entsetzt, wie man sowas anstellen kann - diese Menschen dürften da eigentlich nicht ungestraft entrinnen - Frechheit! Ich hoffe für Euch, daß Ihr das verarbeiten könnt! Echt schwer...

Zu meinem - dagegen sehr winzigen Problem -.
An eine TM habe ich auch schon gedacht - aber die eine, die ich hier gefunden hätte - raucht (das finde ich blöd in Gegenwart der Kinder) und eine andere Nimmt 8 Euro die Stunde und ich würde sie halt täglich von 8 - 14 Uhr unterbringen wollen -w enn ich dann wieder arbeite - und wenn ich mir das zusammen rechne 8x6 = 48 Euro pro Tag x 5 Tage die Woche = rund 250 pro Woche - das wären ja 1000 Euro pro Monat und das geht nun wirklich nicht!!! Der Kindergarten nimmt um die 230 Euro. Sicher, die Betreuung ist bei einer TM individueller möglich - keine Frage. Aber sie nimmt auch nur 1 Kind an - so daß meine Tochter nie mit anderen Kindern zusammen kommt - ihre Kinder sind in der Grundschule und somit dann erst Mittags zu Hause - das bringt mir nicht viel... und ich möchte, daß sie mit Kindern - gleichaltrige nach Möglichkeit - zusammen ist...
Aber der Grundgedanke wäre sonst gut.....

DANKE für Deine Mühe - vor allem, in Deiner jetzigen Situation. Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, daß sich das klärt - bzw. diejenigen noch richtig Ärger bekommen! Kann echt nicht wahr sein!

LG
Mira

von Ayana&Mira am 14.11.2007

Antwort:

@TinaP

Hallo Mira,

danke für Deine lieben Worte!

Was die finanzielle Sache bei einer Tagesmutter-Betreuung betrifft:

Hier bei uns in Bielefeld ist das inzwischen so, daß die Tagesmütter sich qualifizieren müssen (wir müssen eine richtige Ausbildung machen, die wir, nur so nebenbei, auch noch selbst finanzieren müssen), und dann werden wir vom Jugendamt eingestuft, mit wie viel € pro Betreuungsstunde wir 'gefördert' werden. So bekommen alle Eltern, die ihr Kind zu mir bringen, generell erst mal pro Stunde 3 € vom Jugendamt wieder. Und am Ende des Monats hängt es dann von Eurem Gesamteinkommen ab, wie viel Ihr wieder ans JA zurückzahlen müßt. Dann sähe das ja schon anders aus, wobei ich sagen muß, daß 8 € pro Stunde hier auch undenkbar wären! Hier zahlt man in der Regel max. 5,50 - 6 € in der Stunde, und das auch nur selten.

Ich weiß allerdings nicht, ob das mit der JA-Förderung nur hier in NRW ist, oder ob das bundesweit so gehandhabt wird. Vielleicht können da andere Tagesmütter hier im Forum etwas beitragen. Oder aber Du fragst beim zuständigen Jugendamt einfach mal nach.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück. Das wird schon werden!

Liebe Grüße

TinaP.

von TinaP. am 14.11.2007

Antwort:

Schüchternheit überwinden

Hallo! Ich könnte mir vorstellen, dass der Knoten nur dann platzt, wenn sich Ayana eine Erzieherin im Kiga ausgeguckt hat, ihr vertraut und sich von ihr trösten läßt. Deshalb würde ich meinen: Jetzt schnell irgendwelche anderen Gruppen aufsuchen, hilft wahrscheinlich nicht wirklich, ihr den Kiga-Eintritt zu erleichtern, weil sie dort ja ganz andere Personen vorfindet. Ich denke, hier darfst DU nicht schüchtern sein... ;-)... vielleicht kannst du dich jetzt schon im Kiga mal melden und kundtun, dass du dein Kind schließlich kennst und ahnst, dass ihm der Eintritt schwer fallen wird ohne sanfte Eingewöhnung. Und dann würde ich an deiner Stelle freundlich, aber bestimmt auf sanfter Eingewöhnung bestehen. Es sollte doch möglich sein, Kompromisse zu finden. Du kannst dich sicher irgendwo in der Nähe (Vorraum...?) hinsetzen, wo es niemanden stört. Und Ayana kann sich in eigenem Tempo lösen. Ich habe auch so ein sensibles Kind. Anders hätte es bei meiner Tochter nie geklappt. Euch alles Liebe!

von sesamstrasse am 17.11.2007

Antwort:

Schüchternheit überwinden

Hallo Ayana & Mira,
vielleicht versuchen Sie Ihre Tochter in einer Kleinstgruppe – das bedeutet, bei einer qualifizierten Tagesmutter unterzubringen. Hier könnte sie lernen, Vertrauen zu nur einer weiteren Bezugsperson aufzubauen und ihren Platz in einer Kleingruppe von 3 bis maximal 5 Kindern zu finden. Vielleicht finden Sie in Ihrer Nähe eine Tagesmutter, die eins ihrer Kinder in den gleichen Kindergarten bringt, in den Ihre Tochter auch einmal gehen wird.

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem in Frage kommenden Kindergarten auf. Bitten Sie um einen Beratungstermin. Schildern Sie der Leiterin Ihre Sorgen und Bedenken zum jetzigen Kindergarteneintritt. Stehen Sie hinter Ihrem Wunsch, Ihre sensiblen Tochter erst einmal an eine Kleingruppe von 3 bis maximal 5 zu gewöhnen und fragen Sie dort nach, ob Sie eine kompetente Tagesmutter empfehlen würden. Manche Kindergärten sind Familiencenter und können auch diesbezüglich umfassend beraten.

Freundliche Grüße
Gaby O-Mascher

von Gaby Ochel-Mascher am 20.11.2007

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