Gaby Ochel-Mascher

Kinderbetreuung in der Tagespflege

Gaby Ochel-Mascher

   

Antwort:

muss mein Kind in die Kita?

Hallo Sangi,
lassen Sie sich nicht einschüchtern. Vom Gesetz her haben Sie in Punkto Kinderbetreuung die freie Wahlmöglichkeit.

Nunmehr ist es in der Realität so, dass je nach Bundesland und Kommune das Jugendamt natürlich bemüht ist, freie Kindergartenkapazitäten bei Kinder ab 2 Jahren auf alle Fälle zuerst zu belegen. Außerdem sind für die Jugendämter die Kitakosten aufgrund von erhöhten Landeszuschüssen günstiger als die Bezuschußung des Landes an den Kosten der Tagesmutter. Da viele kommunale Haushalte im Haushaltssicherungskonzept stecken, muss an allen Ecken und Enden an den kommunalen Ausgaben gespart werden und daher ist auch sicherlich Ihr Jugendamt erpicht, für sich die günstigere Variante zu entscheiden.

Leider geht aus Ihren Zeilen nicht hervor, wie alt Ihre Kleine ist. Ist sie unter 2 Jahre, dann würde ich Ihnen weiterhin empfehlen, auf Ihrem Wunsch eine Tagesmutter für eine familienähnliche Betreuung zu bestehen!

Einige Kommunen haben auch Kitagruppen für unter 3 Jährige, die maximal 10 Kinder stark sind und von 2 bis 3 Betreuern geleitet werden.
Schauen Sie sich daher den in Frage kommenden Kindergarten an und lassen Sie sich das Konzept genau darlegen.

Thema wäre auch die zeitliche Spanne der Betreuungszeit, damit Sie die Möglichkeit haben, Kitakosten mit denen einer Tagesmutter, die einen Stunden-Betreuungssatz von ca. 4,00 € bis 5,00 € hat, vergleichen zu können.

Sie haben das Recht, einen Antrag auf Kindertagespflege zu stellen!

Wie viel Sie zuzahlen müssten, egal ob für Kita oder Tagesmutter, wird an Ihrem Familieneinkommen gemessen. Also lassen Sie sich nicht so schnell verunsichern, sondern lassen Sie sich von Ihrem/r Jugendamtbetreuer/in auch in diesem Punkt ausführlich beraten. Bitte schreiben Sie sich vor diesem - vorher telefonisch terminierten - erneuten Gesprächstermin alle Ihnen wichtigen Fragen auf, damit sie diese Punkte peu á peu im sachlich geführtem Gespräch abhaken können.

Manchmal kommt man auch mit dem/r Sozialarbeiter/in vom Jugendamt persönlich nicht so gut zurecht, auch in dem Fall können Sie sich an das Jugendamtsekretariat wenden und um einen andere/n Sozialarbeiter/in bitten. Hier geht es um einen entscheidenden Richtungsschritt im Leben Ihres Kindes und Ihrer Familie und der soll in Ruhe und mit guter Kompetenz entschieden werden.

Freundliche Grüße
Gaby O-Mascher

von Gaby Ochel-Mascher am 08.07.2014

 
 
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