Gaby Ochel-Mascher

Kinderbetreuung in der Tagespflege

Gaby Ochel-Mascher

   

 

Meine Kleine und der Kiga

Guten Morgen,

ich habe zwei Töchter (fast 3 Jahre und 16 Monate) . Seit 3 Monaten arbeite ich wieder von 8.00 Uhr bis 15 Uhr. Ich wohne in Griechenland und es gibt keine Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten oder länger auszusetzen. Meine große Tochter sollte nun im September eigentlich in den Kindergarten. Im Juli haben wir mit der Eingewöhnung begonnen, ich hatte 1 Woche Urlaub, sie ging sehr gern, hat auch gleich gesagt ich solle doch gehen und es gab überhaupt keine Probleme. Sie ging dann so 3 Wochen, ihr Papa brachte sie und holte sie mittags wieder ab. Dann war der Kindergarten 3 Wochen zu (Sommerpause, das ist hier so). Jetzt Anfang September ist alles anders. Sie will überhaupt nicht. Die ersten 3 Tage ist sie einige Zeit geblieben aber nach 2-3 Stunden fing sie an zu weinen, sie will zu ihrer Mama und wir mussten sie abholen. Es ist glaube ich nichts konkretes vorgefallen, denn es ging vom ersten Tag schon los. Mittlerweile nach einer Woche schreit sie schon, wenn sie morgens los muss.
Meine Mutter passt auf die Kleine auf kann aber unmöglich noch ein Jahr auf Beide aufpassen, so sind wir eigentlich darauf angewiesen das sie geht. Ich möchte auch das sie geht, ich bin fest davon überzeugt das es ihr gefallen wird und das es die Beste Lösung für sie ist. Sanfte Ablösung gibt es hier nicht, in keinem Kindergarten, das ist nun mal so. Ich kann höchstens im Bereich des Kindergartens bleiben, aber nicht mit ihr hinein.

Bitte, bitte um Tipps, was kann ich tun???
Ich habe auch nicht ewig Urlaub, HILFE!!!!!!!!!!!!
Wie bekomme ich sie am Besten hin ohne Geschrei und Gejammer was ich eigentlich gar nicht moechte.

Danke im voraus - Lambrini

von Lambrini am 12.09.2007, 09:00 Uhr

 
 

Antwort:

Meine Kleine und der Kiga

Hallo Lambrini,
gibt es in Griechenland keine Tagesmütter?

Ihre Kleine ist eine Zeit mit Freude gegangen, dann kamen 3 Wochen intensive Zeit mit Mama. Ihre Tochter zeigt Ihnen ganz deutlich ihre positiven und negativen Gefühle, die sie klar und direkt ausdrückt.

Wenn Sie jedoch positiv zum Kindergarten stehen und ganz klar wissen, dass dies der einzige Weg ist, der momentan gegangen werden muss, dann gehen Sie ihn auch ohne wenn und aber. Wenn Sie gefühlsmäßig schwanken, dann nimmt dies Ihre kleine Tochter durch ihre sensiblen Antennen wahr und reagiert mit Ärger. Bleiben Sie klar und liebevoll bestimmend (keine langen Erklärungsversuche), dann wird Ihre Tochter sie loslassen und die Kita-Mitarbeiterin für diese Betreuungszeit annehmen lernen.

Geben Sie ihr Zeit. Trösten Sie ihre Tochter ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und erzählen Sie ihr, dass Sie sie nachher pünktlich abholen und dann wieder voll für sie da sein werden. Wenn Sie jeden Tag nach dem Kindergarten eine gemeinsame Kuschelzeit nur mit ihr einplanen (gemeinsam ein Bilderbuch anschauen – einer Musik-CD oder Kassette lauschen), dann wird sie lernen sich auf den neuen Tagesrhythmus einzustellen und auch diese Zeit schätzen lernen. Kinder lernen durch Erfahrungen ob positiven (Kuschelzeit ganz alleine mit Mama) oder negativen (eine Zeit ohne Mama auskommen zu müssen). Sie können sich oft schneller auf neue Situationen einstellen, als wir ihnen zutrauen. Vertrauen Sie ihr, dass sie es schafft.

Freundliche Grüße
Gaby O-Mascher

von Gaby Ochel-Mascher am 18.09.2007

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